Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  2. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  10. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  13. Generalbundesanwalt: 94 Prozent der neuen Terror-Ermittlungen mit Bezug zu Islamismus
  14. Schönborn: Kirchenübergaben an andere Kirchen ist der richtige Weg
  15. Eine mächtige Fürsprecherin für Ehepaare: Die heilige Birgitta von Schweden

Vier Opfer der Militärdiktatur Argentiniens seliggesprochen

28. April 2019 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kurienkardinal Becciu würdigte die Seligen im argentinischen La Rioja als "Vorbilder christlichen Lebens" und für ihre "Förderung der Schwachen, Verteidigung ihrer Würde und Bewusstseinsbildung im Rahmen der kirchlichen Soziallehre".


Rom-La Rioja (kath.net/ KAP)
Vier Märtyrer der argentinischen Militärdiktatur sind am Samstag bei einer Messe in La Rioja seliggesprochen worden. Es handelt sich um den früheren Bischof der westargentinischen Diözese, Enrique Angelelli, den Ordensmann Carlos de Dios Murias, den französischen Priester Gabriel Longueville und sowie den Laien Wenceslao Pedernera. Alle vier waren 1976 von Schergen der Militärjunta getötet worden.

Kurienkardinal Angelo Becciu als Vertreter des Papstes nannte die vier Märtyrer in seiner Predigt in La Rioja "Vorbilder christlichen Lebens". Während die damalige Junta jeden Einsatz für soziale Gerechtigkeit mit Argwohn beäugte, hätten die Männer sich den seelsorglichen Herausforderungen gestellt: "Förderung der Schwachen, Verteidigung ihrer Würde und Bewusstseinsbildung im Rahmen der kirchlichen Soziallehre".


Der Einsatz der vier Männer sei ganz im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils gewesen, so dass man sie auch "Märtyrer der Konzilsbeschlüsse" nennen könne. Im Juni vergangenen Jahres hatte Papst Franziskus nach einem längeren Seligsprechungsprozess das Martyrium der vier Männer offiziell anerkannt. Damit war der Weg für ihre Seligsprechung und besondere regionale Verehrung frei geworden.

In seiner Predigt kritisierte Becciu zudem die Instrumentalisierung von Religion und Kirche durch das damalige Regime. Offiziell habe dieses sich als Verteidiger der christlichen Religion gegeben. Dabei habe man vom Klerus und den Gläubigen aber eine passive Haltung verlangt, durch die ihr "Glaube nur zu einer äußerlichen Manifestation in Liturgie und Gottesdienst" gezwungen worden sei.

Bischof Angelelli (1923-1976) gehörte zu jener Gruppe von Bischöfen, die die Verbrechen der Militärjunta (1976-1983) anprangerten. Zu den Opfern der ersten Monate der Diktatur gehörten die beiden Priester Carlos Murias und Gabriel Longueville, die in seiner Diözese tätig waren. Die beiden waren am 18. Juli 1976 aus ihrem Dorf verschleppt, gefoltert und getötet worden. Wenige Tage später wurde der Katechist Wenceslao Pedernera vor seiner Haustür erschossen.

Angelelli reiste damals in den Ort, um die Vorgänge aufzuklären und die Opfer zu beerdigen. Auf der Rückfahrt am 4. August 1976 wurde sein Wagen bei einem fingierten Unfall von der Straße abgedrängt und überschlug sich. Als sein Beifahrer später aus der Bewusstlosigkeit erwachte, fand er den Bischof tot mit eingeschlagenem Schädel.

Belastende Dokumente waren sowohl aus dem Auto wie aus der gründlich durchstöberten Bischofswohnung verschwunden. 38 Jahre später, im Juli 2014, wurden zwei Ex-Militärs als Auftraggeber des Mordes an dem Bischof zu je lebenslanger Haft verurteilt.

Die argentinischen Bischöfe, die sich derzeit zu ihrem offiziellen Ad-limina-Besuch im Vatikan aufhalten, wollen am Sonntag in Rom eine Dankmesse für die Seligsprechung feiern.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  30. April 2019 
 

Schändlicher Tag in der Kirchengeschichte

Spanish Catholic pundit Luis Fernando Pérez Bustamante, made the following comment:

An infamous day in the history of the Church. A bishop close to the terrorist 'Montonero' movement will be 'beatified' as a martyr. (Ein schändlicher Tag in der Geschichte der Kirche. Ein Bischof, der der terroristischen Montonero-Bewegung nahestand wird als Märtyrer selig gesprochen)

Such an insult to the memory of true Martyrs cannot and must not remain unpunished.

It is hard for a Pope to fall this low.

In fact, this Pontificate is summed up perfectly with this beatification. It is the absolute opposite of true holiness, true Tradition, to the Catholic ethos, to moral, doctrinal, and spiritual decency.


1
 
 Hadrianus Antonius 29. April 2019 
 

Wie man lesen kann handelte es sich bei Angelelli um um einen Autounfall der Jahren hinterher von Gesinungsgenossen als Anschlag umetikettiert wurde.
Nicht der Unfall, aber wohl die Tötung wäre dann fingiert und das Märtyrium deshalb auch fingiert.
Fake-Märtyrium, Fake-Heilige,...
Ein Parallelfall wurde übrigens am Ende nicht bis zur Heiligsprechung durchgeführt, weil der junge Priesterbegleiter, ebenfalls kurz bewußtlos, immer reichlicher Aussagen und Zeugnisse sprudelte, bis zur ausführlichen Beschreibung des zertrümmerten Thorax und Rippenbrüchen des toten Bischofs.
Bei der Exhunierung stellte sich das alles als Unsinn da (keine Thoraxverletzungen nachweisbar).
Da war dann wohl zuviel "Zungensprechen" im Spiel...
"Ossa tardis venientibus manent" ;-)


1
 
  28. April 2019 
 

Durcheinander

In Argentinien geht ja eh alles durcheinander! Dort sind die Linken die Faschisten, also die Peronisten. Peron war ein guter Freund von Mussolini, Franco und Hitler. Er kam durch einen Militärputsch an die Macht und hat dann die Arbeiter eingespannt, um als Präsident gewählt zu werden. Trotzdem war die Militärmacht falsch. Es ist immer falsch, mit Gewalt an die Macht zu kommen! Egal ob die Linken oder die Rechten.


6
 
  28. April 2019 
 

Man fasst es nicht!

Das Zerstörungswerk geht weiter, alles schlagen diese Leute kaputt. Und jetzt mit dieser rein politischen "Seligsprechung" (eine Deckmantel-Seligsprechung) auch das Sein der Seligen und Heiligen. Es ist unerträglich, es ist schrecklich. Wann wird endlich jemand kommen und diese Leute aufhalten? Das Maß ist doch übervoll!!! Diese Spötter, die so viel Schaden anrichten!


10
 
 MSM 28. April 2019 
 

Seliger Marxist?

Ein bekennender Anhänger der marxistischen Befreiungstheologie wird selig gesprochen. Um dies umsetzen zu können, erklärt man ihn einfach zum Märtyrer, auch wenn er (Angelelli) selbst im Falle eines tatsächlichen Mordes - was höchst fragwürdig ist - nicht wegen seines Bekenntnisses für Jesus Christus gestorben ist, sondern höchstens aufgrund seiner politischen Gesinnung.

Ein abscheulicher Hohn auf die wahren Märtyrer der Christenheit.


10
 
 Sünder 28. April 2019 
 

Fragwürdig

Zu Nach-Fragen würdig ist diese Seeligsprechung im besondern auch auch in hinblick auf die vielen ermordeten Christen die während der hl.Messe getötet wurden. Sind das keine Martyrer ???


12
 
 antonius25 28. April 2019 
 

Angelelli und Montaneros

Kann jeder nachschauen, dass dieser Herr marxistische Terroristen unterstützt hat. Selbst wenn es wirklich kein Unfall war, sondern Mord, so doch aufgrund seines Marxismus und nicht seiner bischöflichen Maske. Und auch Becciu gibt ja zu, dass es politische Fragen waren und nicht Glaubensfragen, die diese Leute in die Opposition geführt haben. Ein Schlag ins Gesicht der Opfer des Linksterrorismus!


13
 
 Zeitzeuge 28. April 2019 
 

Mehr zum Thema aus kritischer Sicht bei

laprensa.com.ar

vom 21.04.2019

Un martirio signado por la polémica


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Argentinien

  1. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  2. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  3. Argentiniens Regierung will Verbot von ‚Geschlechtsumwandlungen‘ für Minderjährige
  4. Argentiniens Präsident Milei schafft Genderministerium endgültig ab
  5. Argentiniens Präsident Milei lädt Papst Franziskus ein
  6. Designierte Vizepräsidentin Argentiniens will Babys vor Abtreibung schützen
  7. Franziskus kritisiert politisches Versagen in Argentinien
  8. Nach ‚Gebet an die Pachamama’ – argentinische Diözese bittet um Entschuldigung
  9. Argentinien: Gericht erlässt einstweilige Verfügung gegen Abtreibungsgesetz
  10. Papst empfing Argentiniens Präsident Fernandez im Vatikan






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  7. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  8. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  9. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  10. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  11. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte
  12. Der Karmel in Christchurch/Neuseeland: Die Blüte im Verborgenen
  13. „Nur zur Klarstellung: Ich sehe mich eher als den Papst, der zufällig Amerikaner ist“
  14. Eine mächtige Fürsprecherin für Ehepaare: Die heilige Birgitta von Schweden
  15. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz