Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  2. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. THESE: Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!
  6. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  7. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  8. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  9. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  10. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  11. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark
  12. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  13. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  14. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  15. Zeitliche und ewige Zukunft

Vier Opfer der Militärdiktatur Argentiniens seliggesprochen

28. April 2019 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kurienkardinal Becciu würdigte die Seligen im argentinischen La Rioja als "Vorbilder christlichen Lebens" und für ihre "Förderung der Schwachen, Verteidigung ihrer Würde und Bewusstseinsbildung im Rahmen der kirchlichen Soziallehre".


Rom-La Rioja (kath.net/ KAP)
Vier Märtyrer der argentinischen Militärdiktatur sind am Samstag bei einer Messe in La Rioja seliggesprochen worden. Es handelt sich um den früheren Bischof der westargentinischen Diözese, Enrique Angelelli, den Ordensmann Carlos de Dios Murias, den französischen Priester Gabriel Longueville und sowie den Laien Wenceslao Pedernera. Alle vier waren 1976 von Schergen der Militärjunta getötet worden.

Kurienkardinal Angelo Becciu als Vertreter des Papstes nannte die vier Märtyrer in seiner Predigt in La Rioja "Vorbilder christlichen Lebens". Während die damalige Junta jeden Einsatz für soziale Gerechtigkeit mit Argwohn beäugte, hätten die Männer sich den seelsorglichen Herausforderungen gestellt: "Förderung der Schwachen, Verteidigung ihrer Würde und Bewusstseinsbildung im Rahmen der kirchlichen Soziallehre".


Der Einsatz der vier Männer sei ganz im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils gewesen, so dass man sie auch "Märtyrer der Konzilsbeschlüsse" nennen könne. Im Juni vergangenen Jahres hatte Papst Franziskus nach einem längeren Seligsprechungsprozess das Martyrium der vier Männer offiziell anerkannt. Damit war der Weg für ihre Seligsprechung und besondere regionale Verehrung frei geworden.

In seiner Predigt kritisierte Becciu zudem die Instrumentalisierung von Religion und Kirche durch das damalige Regime. Offiziell habe dieses sich als Verteidiger der christlichen Religion gegeben. Dabei habe man vom Klerus und den Gläubigen aber eine passive Haltung verlangt, durch die ihr "Glaube nur zu einer äußerlichen Manifestation in Liturgie und Gottesdienst" gezwungen worden sei.

Bischof Angelelli (1923-1976) gehörte zu jener Gruppe von Bischöfen, die die Verbrechen der Militärjunta (1976-1983) anprangerten. Zu den Opfern der ersten Monate der Diktatur gehörten die beiden Priester Carlos Murias und Gabriel Longueville, die in seiner Diözese tätig waren. Die beiden waren am 18. Juli 1976 aus ihrem Dorf verschleppt, gefoltert und getötet worden. Wenige Tage später wurde der Katechist Wenceslao Pedernera vor seiner Haustür erschossen.

Angelelli reiste damals in den Ort, um die Vorgänge aufzuklären und die Opfer zu beerdigen. Auf der Rückfahrt am 4. August 1976 wurde sein Wagen bei einem fingierten Unfall von der Straße abgedrängt und überschlug sich. Als sein Beifahrer später aus der Bewusstlosigkeit erwachte, fand er den Bischof tot mit eingeschlagenem Schädel.

Belastende Dokumente waren sowohl aus dem Auto wie aus der gründlich durchstöberten Bischofswohnung verschwunden. 38 Jahre später, im Juli 2014, wurden zwei Ex-Militärs als Auftraggeber des Mordes an dem Bischof zu je lebenslanger Haft verurteilt.

Die argentinischen Bischöfe, die sich derzeit zu ihrem offiziellen Ad-limina-Besuch im Vatikan aufhalten, wollen am Sonntag in Rom eine Dankmesse für die Seligsprechung feiern.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Argentinien

  1. Argentiniens Regierung will Verbot von ‚Geschlechtsumwandlungen‘ für Minderjährige
  2. Argentiniens Präsident Milei schafft Genderministerium endgültig ab
  3. Argentiniens Präsident Milei lädt Papst Franziskus ein
  4. Designierte Vizepräsidentin Argentiniens will Babys vor Abtreibung schützen
  5. Franziskus kritisiert politisches Versagen in Argentinien
  6. Nach ‚Gebet an die Pachamama’ – argentinische Diözese bittet um Entschuldigung
  7. Argentinien: Gericht erlässt einstweilige Verfügung gegen Abtreibungsgesetz
  8. Papst empfing Argentiniens Präsident Fernandez im Vatikan
  9. Argentinisches Abtreibungsgesetz: Der Einfluss von Planned Parenthood
  10. Argentinien: Bischof verbietet Mundkommunion für seine Diözese






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  4. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  7. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  8. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  9. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  10. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  11. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  12. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  13. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat
  14. Die Lügen der österreichischen SPÖ-Frauen-Ministerin
  15. Vorbehaltlos Ja zum Leben!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz