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Wenn Antisemitismus zum Kollateralschaden deutscher Hilfsgelder wird

29. April 2019 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Constantin Schreiber, Bestsellerautor und ARD-Moderator, kritisiert Schulbücher in islamischer Welt


Hamburg (kath.net) Der Bestsellerautor und ARD-Moderator Constantin Schreiber übt deutliche Kritik an einem heiklen Weltbild in Schulbüchern islamisch geprägter Länder. Dies berichtet die Evangelische Nachrichtenagentur "idea". Anlass ist sein neues Buch „Kinder des Koran. Was muslimische Schüler lernen“, welches diese Woche erscheint. Er habe sich dafür mehr als 100 Schulbücher angeschaut, sagte Schreiber in einem Interview mit dem "Spiegel": "Ich bin auf kein Buch gestoßen, das ich umfassend positiv bewerten würde.“ In einer afghanischen Veröffentlichung hieß es ihm zufolge, Juden würden die „Menschen vom rechten Weg abhalten“ und dass Muslime als „bestes Volk“ Andersgläubigen überlegen seien. Im iranischen Unterrichtsmaterial kämen zumindest Passagen vor, in denen es heiße, andere Religionen seien zu respektieren. Gleichzeitig gebe es einen ausgeprägten Antiamerikanismus. Frauen, die unzureichend verhüllt seien, brächten sich einem iranischen Schulbuch zufolge in Gefahr. Sie riskierten die Belästigung durch „lüsterne Männer“.


Laut Schreiber hat Deutschland das afghanische Religionsbuch mitfinanziert. 2018 seien mehr als 62 Millionen Euro in einen internationalen Fonds eingezahlt worden. Dieser „Afghanistan Reconstruction Trust Fund“ zahle Geld an das afghanische Finanzministerium, das wiederum das Bildungsministerium finanziell ausstatte, um Unterrichtsmaterialien herauszugeben: „Die Bundesrepublik überweist offenbar quasi blanko hohe Beträge nach Afghanistan.“ Er sei gegen eine Unterstützung, wenn Schüler lernen sollten, dass Juden angeblich minderwertig sind: „Da wird Antisemitismus dann zum Kollateralschaden deutscher Hilfsgelder.“

Der Begriff „rassistisch“ werde laut Schreiber in Deutschland inflationär benutzt: „Wenn plötzlich alles rassistisch ist, ist es am Ende irgendwann egal.“ Beim Begriff „antimuslimisch“ sei diese Entwicklung schon sehr weit fortgeschritten. Auch die Mitbegründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin, Seyran Ates, oder der deutsch-palästinensische Publizist und Psychologe Ahmad Mansour (Berlin) gelten laut Schreiber als antimuslimisch: „Ich glaube, dieser Vorwurf schockiert heute kaum mehr jemanden.“ Der Grimme-Preisträger und Tagesschau-Moderator Schreiber ist Autor des Buches „Inside Islam. Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird“.

Foto: Symbolbild


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