Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  4. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  5. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  6. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  7. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  8. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  9. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  10. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  13. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  14. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  15. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht

Serbisch-orthodoxer Metropolit von Skopje kritisiert Papstreise

2. Mai 2019 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hintergründe der Aussagen von Erzbischof Jovan sind historisches Entstehen der katholischen Minderheit im heutigen Nordmazedonien und auch das "Mazedonische Schisma" in der Orthodoxie


Belgrad-Skopje (kath.net/KAP) Vorbehalte gegen den Besuch von Papst Franziskus in Nordmazedonien am 7. Mai hat der für die Region zuständige Hierarch der serbisch-orthodoxen Kirche, Metropolit Jovan (Vraniskovski), vorgebracht. In einem Interview mit der Belgrader Zeitung "Vecernje Novosti" bezeichnete es der serbisch-orthodoxe Erzbischof von Ohrid und Mazedonien als zweierlei Maß, wenn der "Staat von Skopje" den Heiligen Vater empfange, dem Patriarchen von Serbien jedoch die Einreise schon seit zehn Jahren verweigere. Jovan vertritt in der Republik Nordmazedonien die Interessen des serbischen Patriarchats im Gegensatz zur seit 1967 von Belgrad gelösten und von der Weltorthodoxie nicht anerkannten mazedonischen orthodoxen Kirche.

Laut deutscher Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA) erklärte der serbisch-orthodoxe Metropolit in dem Zeitungsinterview eine eigene Papstreise zur "Handvoll römischer Katholiken, die meisten von ihnen Kroaten, und einigen wenigen Unierten" als nicht gerechtfertigt. Allerdings handelt es sich bei den "lateinischen" Katholiken in Nordmazedonien auch um Angehörige der albanischen Minderheit, die sich seit dem Frühmittelalter zu Rom bekennen.


Auf die vorgesehene Ehrung der heiligen Mutter Teresa durch Papst Franziskus in ihrer Heimatstadt Skopje ging der Erzbischof nicht ein. Bei den "einigen und wenigen Unierten" handelt es sich aus Expertensicht um die Erben der im 19. Jahrhundert ersten Kirche mit mazedonisch-slawischem Selbstverständnis und ebensolcher Kirchensprache. Beides hatte ihnen gegen den Widerstand der erst griechischen und dann serbischen Orthodoxie nur Rom zugestanden.

Die Aussagen von Erzbischof Jovan sind auch vor dem Hintergrund des sogenannten "Mazedonischen Schismas" in der Orthodoxie zu betrachten. Dieses datiert seit 1967, als sich die Orthodoxen im heutigen Nordmazedonien unter Mithilfe der damaligen kommunistischen Machthaber Jugoslawiens aus dem serbischen Patriarchat einseitig herauslösten und ihre - von der Weltorthodoxie nie anerkannte - Selbstständigkeit (Autokephalie) verkündeten.

Metropolit Jovan gehörte zu jenen mazedonischen Bischöfen und Priestern, die sich im Jahr 2002 wieder dem serbischen Patriarchen unterstellten. Belgrad hatte der mazedonischen Kirche das Angebot einer weitgehenden Autonomie gemacht; dieser Vorschlag führte zu einer heftigen Diskussion innerhalb der mazedonischen Kirche und ihres Episkopats. Jovan wurde vom serbisch-orthodoxen Patriarchat noch im selben Jahr zum Erzbischof von Ohrid ernannt. Die Mazedonisch-orthodoxe Kirche exkommunizierte ihn daraufhin im Jahr 2003. Die Behörden von Skopje haben den Metropoliten mehrmals für längere Zeit inhaftiert.

Kathpress-Themenpaket mit allen Meldungen und Hintergrundberichten zur Papstreise nach Bulgarien und Nordmazedonien abrufbar unter www.kathpress.at/papstreise

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Orthodoxie

  1. Orthodoxe Christen feiern am kommenden Sonntag Ostern
  2. Papst Leo XIV. wirbt für engere Zusammenarbeit mit Ostkirchen
  3. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  4. Ökumenisches Patriarchat weist Vorwürfe Russlands zurück
  5. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  6. „Mit den beiden Lungenflügeln atmen“, singen und beten
  7. Der Augenblick Gottes: Die Begegnung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras
  8. Die Ost- und Westkirche – „Schwesterkirchen“ - Die Brüder Andreas und Petrus treffen sich
  9. Einladung aus orthodoxer Mönchsrepublik Athos für US-Präsident Trump
  10. Katharinenkloster-Abt Simeon zum Bischof geweiht







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  6. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  7. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  8. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  14. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  15. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz