Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  5. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  6. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  11. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  14. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  15. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“

Nigeria: ‚Christen werden getötet wie Hühner’

8. Mai 2019 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Ndagoso: Der Konflikt zwischen Moslems und Christen im Nordwesten des afrikanischen Landes hat nicht nur religiöse Ursachen. Die internationale Gemeinschaft soll der Regierung helfen, Frieden und Sicherheit im Land zu ermöglichen.


Kaduna (kath.net/LSN/jg)
„Die Christen werden getötet wie Hühner.“ Mit diesen dramatischen Worten beschrieb Matthew Man-Oso Ndagoso, der Erzbischof von Kaduna, die Lage der Christen im Nordwesten von Nigeria. Er rief die internationale Gemeinschaft, die bis jetzt wenig Engagement gezeigt hat, dazu auf die nigerianische Regierung zu unterstützen.

In den letzten Monaten seien hunderte Christen getötet und ganze christliche Dörfer zerstört worden, sagte Erzbischof Ndagoso in einem Telefoninterview mit LifeSiteNews am 26. April. Darüber hinaus seien Tausende geflohen. Die Regenzeit habe begonnen. Die christlichen Dorfbewohner würden aus Angst vor Entführungen und Mordanschlägen nicht zu ihren Höfen zurück kehren um mit der Aussaat zu beginnen.


Der Konflikt zwischen den christlichen Dorfbewohnern und den radikal-muslimischen Fulani sei nicht nur religiös begründet, erläuterte Ndagoso. Die Fulani seien Hirten, die oft nomadisch leben würden. Die Konflikte zwischen ihnen und den sesshaften Christen und Anhängern der traditionellen Naturreligion würden bis in die Kolonialzeit zurück reichen und seien nie gelöst worden.

Die Führung der Provinzen im Nordwesten des Landes, in welchen sich die Diözesen seiner Kirchenprovinz befinden, sei seit der Unabhängigkeit Nigerias stets in der Hand von Moslems gewesen, die wenig oder nichts gegen die Angriffe auf die Christen unternommen hätten. Die Situation sei von „Ungerechtigkeit und Straflosigkeit“ geprägt. Durch die bevorzugte Behandlung der Moslems werde der ursprünglich ethnische und kulturelle Konflikt zu einem religiösen geworden, sagte der Erzbischof.

Die Verfassung Nigerias schütze die Religionsfreiheit und bevorzuge keine Glaubensgemeinschaft. Im Nordwesten Nigerias, wo 98 Prozent der Bevölkerung Moslems sind, habe die Scharia das staatliche Recht verdrängt. Im Westen des Landes sei die Situation wesentlich besser. Hier würden Moslems und Christen zahlenmäßig etwa gleich stark sein. Die Alphabetisierung sei hier sehr hoch. In diesem Landesteil würden Moslems und Christen friedlich miteinander leben, betonte Ndagoso.

Die erste Pflicht jedes Staates sei der Schutz des Lebens und des Eigentums seiner Bürger. Dies sei im Nordwesten Nigerias derzeit nicht gewährleistet. Erzbischof Ndagoso rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, seiner Regierung dabei zu helfen, Frieden und Sicherheit im ganzen Land sicher zu stellen.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Nigeria

  1. Informationen über Freud und Leid in Afrikas Kirche
  2. "Wenn die Demokraten die Macht haben, schauen sie bei der Ermordung der Christen in Nigeria weg"
  3. Nigeria. Mehr als 60 Christen in zwei Monaten im Bundesstaat Benue getötet
  4. Nigeria: Bischof bestürzt über die Ermordung von Priestern: „Niemand ist mehr sicher“
  5. Nigeria: Kirche beklagt „schleichenden Genozid“ an Christen
  6. Kirchen in Nigeria beklagen zunehmende Gewalt gegen Christen
  7. Nigeria: Sophia hat wieder eine Stimme
  8. Nigeria: Entführter 75-jähriger Priester ist wieder frei
  9. Nigeria: 17-Jährige seit drei Jahren verschleppt
  10. Nigeria: „Boko Haram wird uns niemals unseren Glauben nehmen“






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  12. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  13. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  14. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  15. Ist Jesus der Herr?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz