Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  12. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Fliegende Pressekonferenz: Papst lobt bulgarischen Patriarchen

8. Mai 2019 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus bewertet Ökumene am Balkan positiv - "Ganz allgemein sind Beziehungen gut, es gibt guten Willen"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat auf dem Rückflug von seiner Balkanreise die guten Beziehungen zwischen den verschiedenen Religionen in der Region gewürdigt. "In Bulgarien haben wir das beim Gebet für den Frieden gesehen", sagte er am Dienstagabend bei der "Fliegenden Pressekonferenz" auf dem Weg nach Rom im Gespräch mit Journalisten. Dort habe ihn auch besonders die Begegnung mit dem orthodoxen Patriarchen Neofit beeindruckt - "ein wirklicher Mann Gottes", so Franziskus. Die Begegnung mit den Mutter-Teresa-Schwestern in Nordmazedonien und die Erstkommunion-Feier in Bulgarien seien insgesamt die nachdrücklichsten Eindrücke von der Reise gewesen.

Er habe zwei sehr verschiedene Länder besucht, so der Papst in seiner Antwort auf die Frage nach seinen Eindrücken. "Bulgarien ist ein Land mit jahrhundertealter Tradition", so der Papst. "Nordmazedonien auch, aber nicht als Land, sondern als Volk." Die Unabhängigkeit des Landes liegt noch nicht lange zurück, der Papst lobte den "guten Streit" dafür.

"Für uns Christen ist Mazedonien ein Symbol der Ankunft des Christentums im Westen", so Franziskus weiter. "Ein Mazedone hat sich an den Apostel Paulus gewandt, der eigentlich weiter nach Asien wollte." Ausführlich erinnerte der Papst auch an die Geschichte Bulgariens, an die Kämpfe der Vergangenheit und an die Wichtigkeit des Bewahrens der Identität.


Gemeinsamkeit in beiden Ländern sei, dass es dort orthodoxe Christen, Katholiken und Muslime gebe, wobei die Katholiken jeweils die kleinste Gruppe seien. "Eine gute Sache habe ich in beiden Nationen gesehen: es gibt gute Beziehungen zwischen den verschiedenen Religionen. In Bulgarien haben wir das beim Gebet für den Frieden gesehen." In Nordmazedonien habe ihn dann in dieser Hinsicht besonders ein Satz von Staatspräsident Gjorge Ivanov aufmerken lassen. "Hier gibt es keine Toleranz zwischen den Religionen, hier gibt es Respekt", zitierte Franziskus aus dessen Ansprache in Skopje. "Man respektiert sich. Und das in einer Welt heute, in der es an Respekt für Menschenrechte, für Kinder, für die Alten mangelt."

Befragt zur Ökumene, sagte der Papst, ganz allgemein seien die Beziehungen gut, "es gibt guten Willen". Die drei Patriarchen, mit denen er längere Gespräche geführt habe - Neofit von Bulgarien, Elias von Georgien und Bartholomaios von Konstantinopel - seien "alles Männer Gottes". Natürlich hätten die Kirchen auch ihre Geschichten, außerdem mache jeder Fehler, er selber auch, so Franziskus: "Wir sind Geschwister, wir können die Heilige Dreieinigkeit nicht anbeten, ohne uns an den Händen zu halten."

Im Blick auf die in einer Journalistenfrage angesprochenen serbisch-orthodoxen Kritik an der katholischen Kirche ging der Papst auf die Frage der Heiligsprechung von Kardinal Alojzije Stepinac (1898-1960) ein, die zum Streitpunkt von katholischen und orthodoxen Christen geworden ist. Dem 1960 verstorbenen Erzbischof von Zagreb werfen vor allem orthodoxe Christen vor, während der Kriegsjahre bis 1945 deren Verfolgung geduldet oder gar unterstützt zu haben. "Stepinac war ein tugendhafter Mensch, deswegen hat die Kirche ihn selig gesprochen", so Franziskus. Zur Heiligsprechung habe man aber mit der serbisch-orthodoxen Kirche eine gemeinsame Kommission gebildet, gemeinsam sei man daran interessiert, keine Fehler zu machen, "uns interessiert die Wahrheit".

Abschließend sprach der Papst bei der "Fliegenden Pressekonferenz" noch von "zwei Grenzerfahrungen", die er während der Reise gemacht habe. Die eine in Nordmazedonien, am Denkmal von Mutter Teresa in Skopje. Er sei berührt von dem Einsatz und dem Sanftmut der Schwestern, die dort für die Armen Dienst tun "ohne Bevormundung dieser Armen".

"Heute sind wie es gewohnt, uns gegenseitig zu beleidigen", so der Papst weiter. "Der Politiker beleidigt den anderen, ein Nachbar beleidigt den anderen, selbst in der Familie beleidigt man sich. Ich wage nicht zu behaupten, dass es eine Kultur der Beleidigung gibt, aber es ist wie eine Waffe in der Hand." Diese Ordensfrauen zu sehen, die sich um jeden Menschen kümmern, als wäre es Jesus, habe ihn tief berührt.

"Und dann war eine weitere Erfahrung die Feier der Erstkommunion in Bulgarien: Ich war bewegt, weil die Erinnerung an meine erste Kommunion am 8. Oktober 1944 ging." Franziskus hatte am Montag in Rakowski, einer katholischen Enklave in Südbulgarien, mehr als 200 Kindern die Kommunion gespendet. "Diese Kinder seien noch klein, sie sind ein Versprechen und müssen wachsen", sagte er: "Aber sie errichten schon jetzt die Zukunft der Kirche und die Zukunft Bulgariens.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  3. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  4. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  5. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  6. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  7. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  8. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  9. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  10. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  11. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  12. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  13. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  14. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  15. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz