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Bischof nach Massakern an Christen: "Lage wird immer schlimmer"

18. Mai 2019 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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"Es ist klar, dass man die christliche Präsenz beseitigen will", erklärt der Diözesanbischof von Kaya, Theophile Nare, nach den jüngsten Angriffen auf Kirchen und Prozessionen in Burkina Faso


Rom-Ouagadougou (kath.net/KAP) Nach den jüngsten islamistischen Attentaten auf Christen im Norden von Burkina Faso hat der örtliche katholische Bischof Theophile Nare die dramatische Lage der christlichen Gläubigen in dem westafrikanischen Land beklagt. "Die Situation wird immer schlimmer. Es ist klar, dass man die christliche Präsenz beseitigen will", sagte der Diözesanbischof von Kaya dem Hilfswerk "Kirche in Not". Nach der Ermordung von fünf Gläubigen und einem Priester am Sonntag in einer katholischen Kirche in Dablo waren tags darauf bei einer Marienprozession vier weitere Gläubige der Pfarre Notre-Dame du Lac in Bam getötet worden. Sie hatten die Madonnenstatue getragen, als sie von den Attentätern erschossen wurden, berichtete das Portal "Vatican News".


Die betroffenen Regionen Burkina Fasos, seien "inzwischen zu einer Enklave geworden ist, zu der nicht einmal die Armee Zugang hat", so Bischof Nare. An der Präsenz von Terroristen sei auch die Nähe zum Nachbarland Niger schuld. Dessen südliche Regionen gelten als Rückzugsgebiet islamistischer Extremisten. Dass die Taten einen religiösen Hintergrund hätten, sei offensichtlich: Die Täter hätten den Opfern vorgeworfen, nicht die "wahre Religion" zu leben, um dann auf den Tabernakel zu schießen.

In den Bekennerschreiben würden Dinge vermischt, erklärte Pfarrer Laurent Gansore aus Bam, in dessen Gemeinde zuletzt die Marienprozession attackiert wurde, gegenüber "Vatican News": "Einerseits richten sie sich gegen unsere Politiker, andererseits gehen sie auch auf die religiöse Dimension ein. Doch alles wird miteinander vermischt. Wir wissen also nichts Weiteres."

Die Bevölkerung vor Ort sei "entsetzt und orientierungslos", schilderte der Geistliche: "Wie man diese Ereignisse verarbeiten kann? Das wissen wir derzeit nicht, weil wir so wenig über die Hintergründe wissen. Und das bereitet uns Sorgen. Was mich besonders ängstigt, ist die Möglichkeit, dass vielleicht der ein oder andere Gläubige aus Angst vor Verfolgung und Mord nicht mehr in die Kirche kommt."

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Diadochus 18. Mai 2019 
 

Erschütternd

Das ist ziemlich erschütternd, was uns der Diözesanbischof Theophile Nare aus Burkina Faso berichtet. Es ist aus den Worten herauszulesen, als seien die dortigen Katholiken ohne den Schutz des Staates den Islamisten schutzlos ausgeliefert. Das erinnert mich an den Genozid in Ruanda. Da geht es um das nackte Überleben. Kümmert uns das? Wir sind gerade dabei, den Glauben vollkommen zu verlieren. Bei uns darf die Muttergottes Maria ungestraft beleidigt werden. Maria hilf, aus unserer leiblichen und geistigen Not.


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