Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  8. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  9. Was auch immer Synodalität sein soll
  10. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  11. „Warum bin ich Christ“
  12. Was eine Messe wiegt
  13. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete

Unfaire Polemik aus dem wohlsubventionierten Nest

10. Juni 2019 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der CvD des Portals katholischde gefiel sich darin, eine nüchterne Agenturmeldung zu einer Polemik gegen kath.net umzuarbeiten. Der Schuss ging nach hinten los und zeugt von einer dramatischen Unreife - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
In der Wirtschaft spricht man von Mitbewerbern. Klarheit ist besser, denn Konkurrenz belebt das Geschäft. Harte Konkurrenz herrscht auf dem Markt der Meinungen. Auch im kirchlichen Kontext ist das so. Hier stehen oft die von diözesanen Strukturen finanzierten Medien privaten Initiativen von Katholiken gegenüber. Medien zu betreiben ist Weltdienst der Laien. Nirgendwo steht, dass diese Laien auch bei Eigenbetrieben der Kirche angestellt sein müssen. Das katholische Nachrichtenportal kath.net ist aus einer Privatinitiative katholischer Christen entstanden. Die Firma APG ist eine Firma im Besitz des Verbandes der Diözesen Deutschlands. Sie betreibt im Auftrag der deutschen Bischöfe das Internetportal katholisch.de.

Ab und zu scheint selbst den Auftraggebern dieses Portal peinlich zu sein. Gestartet war es nach einem Relaunch als offizielles Portal der katholischen Kirche in Deutschland. Der Medienbischof der DBK, Gebhard Fürst nannte es gar den Meinungsführer in Sachen katholische Kirche. Das blieb nicht so. Wenige Jahre später bezeichnete es der Pressesprecher der deutschen Bischöfe einmal als nicht das offizielle Portal, jedenfalls nicht das der Bischöfe. Bezahlt wird es trotzdem noch aus dem Treuhandfonds Medien des VDD.


Man versucht sich in objektivem Journalismus. Schon das ist eine diskussionswürdige Idee. Denn das Portal muss am Ende jedem Bischof, wenn schon nicht ganz gefallen, so doch zumindest nicht auf die Füße treten. Dieser Drahtseilakt ist zum Scheitern verurteilt. An journalistische Unabhängigkeit bei finanzieller Abhängigkeit zu glauben, fällt schwer. Das Portal machte seine Eigner von Anfang an nicht glücklich. Es gab und gibt so manche Schnitzer inhaltlicher und lehrmäßiger Art. Es gab einen CvD, der bei Twitter ausfallend wurde, seinen Account löschte und nun von Berlin aus als Korrespondent arbeitet. Es ist zudem kein Geheimnis, dass das Portal der Fa. APG vorwiegend für den reformorientierten Mainstream schreibt. Dagegen fühlt sich das privat organisierte und rein von Spenden finanzierte kath.net dem Glauben der Kirche verbunden, wie ihn das ordentliche Lehramt der Kirche verkündet.

Von Bonn nach Linz fliegen demzufolge öfter mal Giftpfeile. Hier nimmt es mit Dankbarkeit zur Kenntnis, von dort kein Lob zu bekommen und lebt recht gut damit. Eine ganz andere Qualität bekommt die erwünschte Konkurrenzsituation, wenn eine trockene Agenturmeldung zu einer dumpfen Polemik umgestrickt wird. Das ist kein der Konkurrenz geschuldeter Pfeil, das ist ein böses Foul. Einem übereifrigen Volontär, der sich mit „seinem“ Medium in jugendlichem Überschwang überidentifiziert, mag man das durchgehen lassen. Einem CvD ist das definitiv nicht angemessen. Es zeugt von mangelnder Professionalität.

Schon allein die Überschrift „Volksverhetzung? – Biologe nach "kath.net"-Interview vor Gericht“ scheint den Eindruck zu erwecken, das Portal habe eine Mitschuld daran, dass der Biologe vor Gericht sei. Das ist absurd! Ebenso absurd ist im übrigen der Prozess gegen den Wissenschaftler. Wer sich über das Thema Homosexualität nicht entlang des Mainstream äußert, hat mit juristischer Verfolgung zu rechnen. Das kennen wir schon. Die Prozesse gehen allerdings oft genug nicht so aus, wie sich die Kläger das wünschen.

„Auf dem Internetportal kath.net
erscheinen regelmäßig herabwürdigende Interviews und Gastbeiträge zu Themen wie Gender und Homosexualität.“, behauptet der Chef vom Dienst von katholisch.de. Eine dreiste Unterstellung ist das. Herabwürdigung von homosexuellen Menschen ist definitiv nicht Praxis der Redaktion oder der Autoren von kath.net. Es gilt für die Autoren bei diesem, wie bei jedem anderen Thema, was der Katechismus lehrt.

Gleiches gilt, wenn kritische Beiträge zu Gendermainstreaming veröffentlicht werden, die der Papst sogar als dämonische Ideologie bezeichnete.
Die Debatte muss erlaubt sein, will man nicht in eine totalitäre Gesellschaft abgleiten. Der Vorwurf der Herabwürdigung ist nicht nur haltlos, er verunglimpft und – was viel schlimmer ist – er redet einer totalitären Meinungsdiktatur das Wort. Das Drama ist nicht der Diskurs. Das Drama ist es, wenn der Mainstream den Diskurs nicht mehr zu ertragen vermag.

In einer Stellenausschreibung für Redakteure bei katholisch.de, dessen Redaktion offensichtlich regelmäßig unter Personalmangel zu leiden hat, wurde damit geworben, dass keiner der Kollegen die Fußball- WM von 1974 erlebt habe. Vielleicht findet sich hier Ursache, die den einen oder anderen ärgerlichen Überschwang erklären kann. Jugendliche Frische wirkt nur noch dreist, ungehobelt und stillos, kann sie sich nicht vor dem Hintergrund einer gesunden Altersstruktur konstruktiv entfalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Was auch immer Synodalität sein soll
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Die Krise des Bischofsamtes
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  8. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  9. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  10. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  3. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  4. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  5. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  6. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  7. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  8. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  9. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  10. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  11. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  12. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  13. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  14. Bischofstreffen zu Ehe und Familie will Abschlussbericht publizieren
  15. Der Beginn eines neuen Kapitels im Vatikan?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz