12 Juni 2019, 12:15
Die DNA der Gemeinde Jesu
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Generalaudienz'
Franziskus: die DNA der Gemeinde Jesu ist die Einheit der Jünger, die Freiheit des Einzelnen von sich selbst und das Zeugnis für das Handeln Gottes in der Geschichte. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Es ist also nötig, dass einer von den Männern, die mit uns die ganze Zeit zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging, angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns ging und in den Himmel aufgenommen wurde – einer von diesen muss nun zusammen mit uns Zeuge seiner Auferstehung sein. Sie warfen das Los über sie; das Los fiel auf Matthias und er wurde den elf Aposteln zugezählt“ (Apg 21-22.26).

Werbung
KiB Kirche in Not


Mit der heutigen Katechese zur 21. Generalaudienz des Jahres 2019 setzte Papst Franziskus seine neue Reihe der Betrachtungen über die Apostelgeschichte fort. Die zweite Katechese widmete sich dem Thema: „Matthias – er wurde den elf Aposteln zugezählt – die DNA der Gemeinde Christi“.

Es werde berichtet, dass die Apostel nach der Himmelfahrt Jesu einmütig im Gebet verharrten. Sie hätten sich dabei um Maria, die Mutter Jesu, geschart (vgl. 1,14).

Einer der zwölf von Jesus ausgewählten Apostel hätte gefehlt: Judas, der Verräter Jesu, habe sich von der Gemeinschaft abgesondert. Er habe es auf eigene Faust schaffen wollen. Judas habe die anderen für seine Interessen instrumentalisiert.

So sei er Opfer seines eigenen Stolzes geworden und habe schließlich den Tod gewählt, während die anderen Apostel sich für das Leben entschieden hätten.

Den Platz und die Aufgabe des Judas „musste ein anderer Zeuge des Lebens und der Auferstehung Jesu übernehmen“. So hätten sie Gott um die Entscheidung für den rechten Kandidaten gebeten „und das Los fiel auf Matthias“.

Frei von ihren eigenen Plänen und Vorstellungen „vertrauten sie ganz auf Gottes Führung“. Damit seien sie zu Zeugen der Gemeinschaft in Christus geworden.

Die Zwölf hätten den Stil des Herrn an den Tag gelegt. Sie seien die akkreditierten Zeugen des Heilswerks Christi und offenbarten der Welt nicht ihre vermeintliche Vollkommenheit, sondern brächten durch die Gnade der Einheit einen anderen hervor, der nun unter seinem Volk auf neue Weise lebe: Jesus, den Herrn.

Die Apostel hätten sich dafür entschieden, unter der Herrschaft des Auferstandenen in der Einheit unter den Brüdern zu leben, was die einzig mögliche Atmosphäre der authentischen Hingabe seiner selbst werde.

So sei auch die DNA der Gemeinde Jesu die Einheit der Jünger, die Freiheit des Einzelnen von sich selbst und das Zeugnis für das Handeln Gottes in der Geschichte.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger und Besucher deutscher Sprache. Indem wir hier in Rom Christen aus der ganzen Welt treffen, können wir die Einheit in der Vielfalt wirklich leben, wie Jesus es uns gezeigt hat. Ich wünsche euch einen frohen und geistlich stimulierenden Aufenthalt in der Ewigen Stadt. Der Herr segne euch und eure Familien!



Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Einen andern Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist: Jesus (74)

Deutschland: Zahl der Kirchenaustritte steigt um 29 Prozent (49)

Möchte Bischof Kräutler eine "amazonisch-katholische" Sekte? (44)

„Seenotrettung im Mittelmeer: nicht Seenotrettung, sondern Migration“ (44)

Ex-Chefredakteur des ‚Catholic Herald’: Amazonien-Synode absagen (38)

Rackete: "Asyl kennt keine Grenze!" (35)

P. Martin SJ: Papst hat viele ‚pro-LGBT’ Kardinäle, Bischöfe ernannt (34)

„Wer meint, dass die DBK einen Sonderweg gehen müsse, der irrt“ (33)

Wahrheitssuche in der Kirchenkrise (32)

Thema "Messstipendien" im Pfarrblatt (27)

Klimahysterie pur - Keine Kinder mehr! (24)

„Wie sagt man nochmal ‚römische Zentralisierung‘ auf theologisch?“ (19)

„Warum man den Islam nicht kritisieren darf, es aber durchaus sollte…“ (18)

Ökumenische Eucharistiefeier – ein Gedanke von epochaler Dummheit (17)

"Wir wollen unschuldig sein" (17)