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Die Thesen Schockenhoffs bei der DBK stellen eine Herausforderung dar

12. Juni 2019 in Kommentar, 15 Lesermeinungen
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Kritische Anmerkungen zur angeblich nötigen Revision zentraler Aussagen der kirchlichen Sexualethik. Gastkommentar von Josef Spindelböck


Bonn (kath.net/Blog „St. Josef“) Anlässlich der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz wurde 13. März 2019 in Lingen unter dem Titel „Die Frage nach der Zäsur“ ein „Studientag zu übergreifenden Fragen, die sich gegenwärtig stellen“, abgehalten.[1]

Von moraltheologischer Seite wurde die Auffassung vertreten, anlässlich der aktuellen „Missbrauchs-Krise“ sei in Bezug auf die kirchliche Sexualethik „eine Revision zentraler Aussagen dieser Lehre geboten“ (1). Es gehe darum, „die normativen Kurzschlüsse [zu] vermeiden, denen die lehramtliche Sexualmoral durch die ausnahmslosen Verbote jeder nicht auf die Fortpflanzung hin offenen sexuellen Betätigung innerhalb der Ehe unterliegt“ (4/5). Angezielt wird eine Befreiung der Bedeutungsfülle der menschlichen Sexualität „aus den normativen Fesseln der traditionellen Sexualmoral“ (6). Es handle sich jedoch nicht um „einen vollständigen Bruch mit den Grundüberzeugungen der bisherigen kirchlichen Sexuallehre“ (6).

Diese These stellt eine Herausforderung dar. Es geht demnach nicht bloß um Nachschärfungen in Randbereichen, wie sie tatsächlich immer wieder erfolgt sind, oder um Klärungen in speziellen Anwendungsbereichen, sondern um eine angeblich nötige Revision zentraler Aussagen der kirchlichen Sexualethik. Zu fragen ist: Sollen hier die Fundamente der kirchlichen Sexuallehre in Frage gestellt werden oder geht es um eine erneute Vergewisserung zentraler Inhalte, aus der sich nicht in jedem Fall eine völlige Neuorientierung ergeben muss?

Das eigentlichen Anliegen der kirchlichen Sexualethik neu freizulegen und damit verbundene Werte und Normen in zeitgemäßer Weise zum Ausdruck zu bringen war immerhin auch schon die Intention von Karol Józef Wojtyła in seinem Buch „Liebe und Verantwortung“.[2] Er beabsichtigte durch seine Darstellung, eine echte Vermittlung zwischen der sexuellen und ehelichen Liebe einerseits und der Gottes- und Nächstenliebe andererseits herzustellen, sodass die Einheit und Schönheit der christlichen Berufung in Ehe und Familie neu zum Leuchten kommen sollte. Auch setzte er sich bereits intensiv mit humanwissenschaftlichen Einsichten aus dem Bereich der Sexualität auseinander, ohne der Versuchung zu erliegen, aus dieser Beschreibung und Analyse in unmittelbarer Weise sittliche Werte und Normen abzuleiten.

Es ist daher gerade auf dem Hintergrund dieses Beitrags von Karol Wojtyła und vielen anderen Autoren schwer nachvollziehbar, wenn beklagt wird, der Kirche fehle bis jetzt in diesem Bereich ihrer Lehre „eine konstruktive Aneignung humanwissenschaftlicher Einsichten“, sodass „ihre normativen Postulate an den Erkenntnissen verschiedener Humanwissenschaften über die Sinndimensionen menschlicher Sexualität keinen Rückhalt mehr haben.“ Es gelinge dem kirchlichen Lehramt nicht, „auf einer normativ-sittlichen Ebene deutlich zu machen, warum sich die Einzelaussagen zur vorehelichen und gleichgeschlechtlichen Sexualität, zur künstlichen Empfängnisregelung sowie zur Sexualität nicht-verheirateter Menschen als sinnvolle Entfaltung des Grundprinzips der geordneten Selbstliebe und der Nächstenliebe verstehen lassen“ (2).

Geschichtlich gelte: Die Kirche sei „in ihren lehramtlichen Einzelaussagen zur vor- und außerehelichen sowie zur gleichgeschlechtlichen Sexualität“ sowie in der „negative(n) Bewertung der sexuellen Lust“ und der „Unfähigkeit, diese als eine Quelle menschlicher Daseinsfreude und Lebenslust positiv zu würdigen“, immer noch nicht aus dem Schatten des Augustinus herausgetreten“ (3).

Augustinus hat die Kirche lehrmäßig geprägt wie kaum ein zweiter Kirchenlehrer. Seine Darlegungen sind von großer Bedeutung für die Dogmatik und Moraltheologie. Sie sind bei allem Reichtum ihres Gehaltes gewiss auch nicht frei von Einseitigkeiten.[3] Doch gilt: Die Kirche als solche ist immer größer als ihre Theologen und Lehrer. Sie hat in ihrer Lehre zwar bestimmte Elemente aufgenommen, die auf Augustinus zurückgehen. Dessen Irrtümer hat sie sich aber nicht zu eigen gemacht. Es trifft daher nicht zu, dass die bleibend gültigen normativen Aussagen der Kirche im Hinblick auf eheliche Liebe und Sexualität einfach von einer verengten augustinischen Sichtweise abzuleiten wären. Die Kirche setzt immer das biblische Menschenbild und die in Schrift und Tradition begründete Sichtweise der Ehe als Sakrament voraus; zugleich argumentiert sie schöpfungstheologisch und damit auch naturrechtlich-personal. Sie weiß sich tatsächlich einer nicht vom Menschen erfundenen Lehre verpflichtet. Denn Gott selbst hat die Wesensgesetze der menschlichen Liebe in die Natur der menschlichen Person eingeschrieben und sie in seiner Offenbarung bestätigt und erhellt.[4]

Im diskutierten Referat werden verschiedene Sinndimensionen der Sexualität erwähnt; die gegenwärtige Sexualwissenschaft spreche „von der Lustfunktion, der Beziehungsfunktion, der Identitätsfunktion und der Fortpflanzungsfunktion“ (5). Dies kann und soll vom Standpunkt der kirchlichen Lehre aus durchaus positiv gewürdigt werden. Drei Prinzipien müssten kirchlicherseits in der Sexualethik zur Geltung kommen, wie es weiter heißt: Eigenliebe, Nächstenliebe und soziale Verantwortung (5/6). Auch dies ist der kirchlichen Lehre nicht neu.

Wenn dann aber vertreten wird, es bräuchten diese Sinnwerte nicht in allen Einzelhandlungen realisiert werden, so sind demgegenüber Vorbehalte auszusprechen. Kritisch wäre zu fragen: Geht es um ein subjektives Zurücktreten bestimmter Dimensionen im sexuellen Erleben oder wird der sexuelle Akt, wie er die eheliche Liebe ausdrücken soll, einer seiner wesentlichen Dimensionen beraubt?[5] Im hier analysierten moraltheologischen Referat wird in der Folge eine wesentliche Änderung der bisherigen Lehrposition vorgeschlagen: Künstliche Empfängnisverhütung, Selbstbefriedigung, homosexuelle Akte und vor- bzw. außereheliche sexuelle Akte wären im entsprechenden Gesamtkontext personaler Liebe zu rechtfertigen (6/7). Die Ehe als solche solle Mann und Frau vorbehalten bleiben. Zugleich bedürfe es „einer vorbehaltlosen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften und des Verzichts darauf, die in ihnen gelebte sexuelle Praxis moralisch zu disqualifizieren.“ (7) Der Begründungsansatz einer so verstandenen Moraltheologie sei in einer Beziehungsethik zu suchen und zu finden (8). Als Hauptkriterium gelte es, die „Bindung einer verantwortlichen Gestaltung des sexuellen Lebens an eine tragfähige Liebesbeziehung zwischen den Partnern“ aufrecht zu halten: nicht weniger, aber auch nicht mehr wird verlangt. Damit wird die kirchliche Sexualmoral tatsächlich in wesentlichen Punkten infrage gestellt.

Die Darlegungen stellen im Hinblick auf die Offenheit dieses Begründungsprinzips sowie im Hinblick auf normative Einzelaussagen einen Bruch mit der kirchlichen Morallehre dar. Bestimmte Verhaltensweisen im sexuellen Bereich, die von der Tradition der Kirche als in sich schlecht qualifiziert wurde, erhalten im entsprechenden Kontext eine neue, ja sogar positive Qualität. Kann man aus den referierten Darlegungen schließen, die Existenz in sich schlechter Handlungen werde generell abgelehnt? Das wohl nicht. So wird vermutlich die Anwendung sexueller Gewalt oder die sexuelle Ausnutzung abhängiger oder minderjähriger Personen strikt verurteilt. Es erfolgt aber eine nicht unbedeutende „Umwertung“ der sittlichen Qualifikation bestimmter Handlungsweisen.

Die katholische Morallehre, wie sie vom Lehramt der Kirche verbindlich vorgelegt wird, unterscheidet zwischen normativen Aussagen in objektiver Hinsicht und der jeweiligen subjektiven Verantwortlichkeit für eine bestimmte Tat oder Verhaltensweise. Im Einzelfall kann diese Verantwortlichkeit gemindert oder fast aufgehoben sein.[6] Dennoch wird die Tat als solche damit nicht für sittlich gut erklärt. Von diesem bewährten Schema der Unterscheidung weicht das hier kritisch analysierte Referat ab: Es geht darin ausdrücklich um eine Änderung der normativen Aussagen und damit verbunden um eine grundlegende sittliche Neubewertung bestimmter Verhaltensweisen. Was bisher als objektiv schwer sündhaft galt, soll gemäß dieser „revisionistischen“ Moral erlaubt, ja unter Umständen sogar gut und tugendhaft sein. Man kann sich hier die Frage nicht ersparen: Können sich die Gebote Gottes radikal ändern, wenn sie einmal richtig erkannt und formuliert sind?

Statt die kirchliche Morallehre in ihren Grundaussagen zur ehelichen Liebe und Sexualität in Frage zu stellen, bietet sich eine Vertiefung an, wie sie das kirchliche Lehramt selbst anregt und vornimmt. Der qualifizierte Beitrag der Theologen und Philosophen ist hier nötig. Insbesondere die „Theologie des Leibes“ kann ein Potential entfalten, das im deutschsprachigen Raum noch zu wenig Beachtung gefunden hat.[7] Im besagten Referat heißt es zwar, diese Form der Theologie sei zu negativ, denn es sei „die Warnung vorherrschend, die Ehepartner sollten sich nicht als Objekte ihres sexuellen Verlangens missbrauchen.“ (4) Wer aber die ethische Studie „Liebe und Verantwortung“ aufmerksam liest, erkennt, dass diese „negative“ Formulierung nur dem Schutz der Person und ihrer Würde und insbesondere der personalen Liebe dient. Nach oben hin ist gerade in einer tugendethischen Perspektive der Reifung der Liebe und ihrem Wachstum keine Grenze gesetzt.

Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus haben in der Linie, wie sie das 2. Vatikanische Konzil und in der Folge Paul VI. sowie Johannes Paul II. aufgezeigt haben, die kirchliche Lehre weiterentwickelt. Die Lehrinhalte dieses bewährten Wegs gilt es sich anzueignen und weiterzugeben: theologisch, katechetisch und pastoral sowie im konkreten Leben der Gläubigen. Dies ist dann wirklich ein Beitrag zur Erneuerung der Kirche!

Prof. Dr. Spindelböck ist ordentlicher Professor für Moraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten.

Fußnoten
[1] Die deutschen Bischöfe berieten bei ihrer Versammlung über Konsequenzen aus der MHG-Studie („Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“). Als Referenten waren die Professoren Julia Knop (Dogmatik), Philipp Müller (Pastoraltheologie), Gregor Maria Hoff (Fundamentaltheologie) und Eberhard Schockenhoff (Moraltheologie) geladen. Im Folgenden geht es ausschließlich um eine Analyse des moraltheologischen Beitrags, dessen Text sich online abrufen lässt unter https://dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2019/2019–038d-FVV-Lingen-Studientag-Vortrag-Prof.-Schockenhoff.pdf

[2] Vgl. Karol Wojtyła, Liebe und Verantwortung. Eine ethische Studie. Auf der Grundlage des polnischen Textes neu übersetzt und herausgegeben von Josef Spindelböck, Kleinhain 20102. Zur inhaltlichen Erschließung vgl. Josef Spindelböck, Theologie des Leibes kurzgefasst. Eine Lesehilfe zu „Liebe und Verantwortung“ von Karol Wojtyła sowie zu den Katechesen Johannes Pauls II. über die menschliche Liebe, Kleinhain 20172.

[3] Gewisse Einseitigkeiten, die Augustinus vertreten hat, werden im hier diskutierten Referat zutreffend dargestellt und kritisch beleuchtet, so die sog. Exkusationstheorie, wonach die sexuelle Vereinigung von Mann und Frau (und vor allem die damit verbundene Lust) primär ein Übel sei, das aber im Kontext der ehelichen Güter (proles, fides, sacramentum – Kind, Treue, sakramentale Unauflöslichkeit) „entschuldigt“ bzw. gerechtfertigt werden könne. Auf andere Aspekte kann hier nicht eingegangen werden. Es sei aber davor gewarnt, sich mit einer holzschnittartigen Darstellung der komplexen Ehelehre des hl. Augustinus zu begnügen. Unterschiedlich sind seine Formulierungen und Akzentuierungen, je nachdem, wer seine Zielgruppe ist.

[4] Mit diesem Hinweis auf den lehrmäßigen Aspekt der göttlichen Offenbarung soll keine Festlegung auf ein instruktionstheoretisches Offenbarungsverständnis im Gegensatz zu einem kommunikativen erfolgen. Beides gehört zusammen: Offenbarung ist wesentlich Selbstmitteilung Gottes und seiner Liebe; sie vollzieht sich aber im Wort (Logos) und erhebt von daher auch Anspruch auf inhaltliche Wahrheit „in rebus fidei et morum“. Das 2. Vatikanische Konzil führt in „Dignitatis humanae“, Nr. 14, aus: „Bei ihrer Gewissensbildung müssen jedoch die Christgläubigen die heilige und sichere Lehre der Kirche sorgfältig vor Augen haben. Denn nach dem Willen Christi ist die katholische Kirche die Lehrerin der Wahrheit; ihre Aufgabe ist es, die Wahrheit, die Christus ist, zu verkündigen und authentisch zu lehren, zugleich auch die Prinzipien der sittlichen Ordnung, die aus dem Wesen des Menschen selbst hervorgehen, autoritativ zu erklären und zu bestätigen.“

[5] Vgl. Josef Spindelböck, Die Sinngehalte der liebenden Vereinigung und der Weitergabe des Lebens. Eine moraltheologische Reflexion anlässlich des 50-JahrJubiläums von Humanae vitae, in: Studia Moralia 56/2 (2018) 277–294.

[6] Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1735 und 2352.

[7] Vgl. Thomas Maria Rimmel, Die Theologie des Leibes von Papst Johannes Paul II.: Philosophische und theologische Grundlagen, St. Ottilien 2014; Stefan Endriß, Ehe als Schule der Heiligkeit. Die Mittwochskatechesen Johannes Pauls II. (1979–1984) und ihr Beitrag zur Sexualethik, St. Ottilien 2019. Vom 28.-30.06.2019 wird in Rolduc (Niederlande) ein internationales Symposion zur Theologie des Leibes veranstaltet: “Defending and Promoting Human Dignity in a Secular Age“; siehe http://www.tobsymposium.org/en . Vom 22.-24.11.2019 findet an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die 4. Internationale Tagung zur Theologie des Leibes statt. Sie steht unter dem Leitthema: „Kann man so lieben? Das Leben als Geschenk und Berufung“; siehe https://www.kannmansolieben.de .


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Lesermeinungen

 hape 13. Juni 2019 

Frage:

vielleicht erbarmt sich ja der eine oder andere mitlesende Theologe und beantwortet mir folgende Frage zur modernen Moraltheologie nach Schockenhoff:

Ist es tatsächlich möglich, dass sich der Wille Gottes in der "Nichtrezeption eines Dogmas" offenbart und dass damit das betreffende Dogma verbindlich widerlegt ist?


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 Pilgrim_Pilger 13. Juni 2019 
 

Langsam verstehe wohin die Reise geht

In einer auf den Menschen zentrierten Verkündigung ist die kirchliche Sexualethik eine primäre Herausforderung für die Kirche. Die DBK Herren möchten der Welt und den Menschen gefallen, der Wille der Menschen besitzt höchste Priorität in der Theologie des synodalen Wegs. Wer auf Gott seine Gebote und die " göttliche Anderswelt" baut wirkt in Ihren Augen als Mensch von gestern, dessen denken zu überwinden ist. Weil es den Willen des Menschen begrenzt und somit aus der modernen Zeit fällt.


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 horologius 12. Juni 2019 
 

Es geht immer nur um eines:

Sex, Sex, Sex. Jeder muß Sex haben- Eheleute, Singles, Theologen, Männer mit Männern, Frauen mit Frauen, Priester. Miteinander, untereinander, mit sich selbst. Das alles unter dem Deckmantel des absoluten erfüllten Menschseins. Ein zölibatärer Priester darf doch seine gottgegebenen Triebe nicht unterdrücken. Ein homosexuell empfindender muß seine Neigung ausleben dürfen, nur dann kann er Mensch sein, das bestätigt doch die moderne Forschung und die aktuelle Lebenswirklichkeit, also da, wo die Kirche die Menschen abholen soll. So ein Irrsinn. Das sollen die mal jemandem erzählen, dessen Ehepartner monatelang im Krankenhaus liegt und man das angebliche volle Menschsein nicht ausleben kann. Warum immer nur Sex? Versucht mal, darauf zu verzichten- ihr werdet es überleben! :-)


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 ThomasR 12. Juni 2019 
 

Über Vergabe der Leitungspositionen im regionalen katholischen Ehepastoral

an evangelische Christinnen (und nicht z.B. an die katholischen ständigen Diakone- zu einer Familie im katholischen Sinne gehört übrigens auch ein Mann als Vater-) entsteht immense Gefahr die Revidierung der katholischen Sexualethik über Ehepastoral (in der Trägerschaft der Kirche) unter dem Kirchenvolk zu implementieren.

Eher sehr pikant ist dabei, daß diese Stellen mit überduchschnittlichen und von der katholischen Kirchensteuer finanzierten Salaren ausgestattet sind.

Nur in Bayern sind 2019 wenigstens zwei Leitungsstellen im regionalen Ehepastoral an zwei ehemalige Mitarbeiterinnen von EKD von der Amtskirche vergeben worden.
Für einige Gläubige ist es inzwischen ein berechtigter Grund aus der Kirche auszutreten.


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 hape 12. Juni 2019 

Interessant.

Passend zu diesem Thema ist ein Artikel von Weihbischof Laun: Die Irrtümer des Moraltheologen Schockenhoff (zu Humanae vitae; www.kath.net/news/64595). Schockenhoff habe zwar, so Weihbischof Laun, die Krise um Humanae Vitae … korrekt dargestellt, aber zugleich so viele Irrtümer hineingepackt, dass es schwer zu fassen sei, dass dieser Mann eine führende Rolle in der deutschen Moraltheologie und auch für die Bischofskonferenz einnimmt. – Schockenhoff muss demnach gut vernetzt sein, meine ich. Könnte man solche Vernetzung nicht auch Klerikalismus nennen?


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 lesa 12. Juni 2019 

Irrlehren verhindern, dass Menschen auf den guten Weg gelangen

@wedlerg: Ihre Wahrnehmung entspricht leider der Realität. Die Morallehre der Kirche schützt (gemäß der Orientierung vom Wortes her)die Menschen vor vile Leid. Sie hat die Kraft, Menschen wieder herauszuhelfen aus Sackgasse und Zerborchenheit, in welche sie auch immer geraten sind, sofern sie sich Gott und seiner Weisung anvertrauen. Die Thesen des Herrn Schockenhoff verhindern dies. Unterscheidung der Geister!
Herrn Prof. Spindelböck ist sehr zu danken! "Weise zurecht, tadle, ermahne in unermüdlicher, geduldiger Belehrung. Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln; und man wir der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken , sondern sich Fabeleien zuwenden." (2 Tim 2-4)


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 Chris2 12. Juni 2019 
 

Nichts Neues.

Die 'kirchliche Arbeitsstelle für Männerseelsorge und Männerarbeit in den deutschen Diözesen (AfM)' lud vor kurzem zu einem Homo-Workshop: "[...] und möchten über die persönliche Stärkung hinaus einen Beitrag leisten, dass homosexuelle Lebensformen in Kirche und Gesellschaft akzeptiert und respektvoll gesehen werden [....]". Man beachte die Forderung nach Akzeptanz. Also volle Kraft voraus auf den Eisberg - als hätte es all die Missbrauchsskandale mit meist etwa 80% Buben als Opfern nie gegeben...


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 wedlerg 12. Juni 2019 
 

Heuchlerei -2-

Aber geht es Schockenhoff wirklich um "verantwortliche Gestaltung des sexuellen Lebens an eine tragfähige Liebesbeziehung zwischen den Partnern"?

Ist eine Welt in der sexuelle wie persönliche Veranwortungslosigkeit, sexuelle Frustration, sexuelle Götzenanbetung, die Benutzung von Partnern (auf Zeit) und die ständige Verzweiflung des Alleingelassenseins an der Tagesordnung sind, wirklich die Welt, von der man etwas lernen kann?

Ist unser Hedonismus wirklich das bessere Fundament, an den man die kirchliche Lehre anpassen muss?

Warum sind die frustrierten alten Frauen (die unter dem gefälschten Label "Maria 2.0") herumlaufen,so offensichtlich unzufrieden(die Tagespost hat Fotos gebracht)?


Will man wirklich den heute mehr denn ja idealistisch-suchenden Jugendlichen die Schönheit der Ehe aberziehen und alle zu frustrierten TheologInnen machen?

Oder will man eine Scheinwelt immunisieren, in der alles verklärt wird, was es gibt und nicht funktioniert?


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 wedlerg 12. Juni 2019 
 

Heuchlerei

Spindelböcks Beitrag ist sehr wichtig für alle, die Argumente zum Thema suchen.

Ich finde, er argumentiert ausgewogen und sachlich. Allerdings viel zu milde.

Der zentrale Satz Schockenhoffs: „Bindung einer verantwortlichen Gestaltung des sexuellen Lebens an eine tragfähige Liebesbeziehung zwischen den Partnern“, ist an Heuchelei nicht zu überbieten.

Denn genau an der Tragfähigkeit von Liebesbeziehungen sägt die ganze Agenda von Schockenhoff und Co. Die Befürworter kommen ja auch aus dem Umfeld der seriellen Monogamie (nirgendwo ist die Zahl der Scheidungen und Folgebeziehungen so hoch wie im theologischen Milieu) bzw. seriellen Polygamie (gerade die männlichen Homosexuellen leben dauerhaft polygam, selbst dann wenn sie gerade liiert sind (wobei die "Partnerschaft im Schnitt 1-2 Jahre "hält").

Die Opfer von Beziehungsbrüchen werden dann als Begründung für die Aufweichung der "rigiden Moral" herangezogen.

Aber Christus selbst hat die Scheidung als "hartherzig" entlarvt.


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 hape 12. Juni 2019 

Die DBK folgt dem Propheten Schockenhoff,

Ist der nun ein wahrer oder ein falscher Prophet?

Bis sich die Fachwelt darüber geeinigt hat, werde ich jedenfalls dem KKK folgen.


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 girsberg74 12. Juni 2019 
 

Den Artikel nicht gelesen, doch voll informiert.

Es ist nicht eigentlich ein Argument zur Sache, für das praktische Leben jedoch, um nicht zu Schaden zu kommen, reicht oft ein Vorurteil aus Erfahrungen mit den beteiligten Personen.

Einmal sehr von Schockenhoff beeindruckt, habe ich aus einer kirchlichen Reihe vor bald 20 Jahren seine Argumente im Bereich "Organspende" in Heftform für eine Hospizgruppe bestellt. Bei der Lektüre war aufgefallen, dass er zwar für eine Zustimmungslösung des potentiellen Spenders eintrat, im selben Heft versteckt noch anderes vorbrachte.

Später in 2009 habe ich erlebt, wie er in der „Badischen Zeitungung“ sofort gegen Benedikt losschlug, anlässlich der Rücknahme der Exkommunikation gegen die Piusbrüder. Der Experte Schockenhoff war dabei nicht so genau, sein Name aber war unübersehbar.


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 bernhard_k 12. Juni 2019 
 

Von guten Geistern völlig verlassen ...

All diese Bestrebungen, die wahre, schöne, vernünftige, logische und gesunde Sexualethik der Kath. Kirche zu verändern, laufen ins Nichts hinein. Wer im Glauben(!) diese Sexualethik betrachtet, spürt schon fast instinktiv, dass die Kath. Kirche, geführt vom Hl. Geist, die Wahrheit verkündet!

All diese "Reformer" sollten besser den Rosenkranz beten ... dann fällt ihnen ihr Irrtum wie Schuppen von den Augen.


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 Corinquietum 12. Juni 2019 
 

Unserem lieben "Josephus" herzlichen Dank

für seine grundkatholischen Aussagen!
+Corinquietum


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 ottokar 12. Juni 2019 
 

"anlässlich der aktuellen Missbrauchs-Krise"?

Mit "aktueller Missbrauchs-Krise" wird bei der Tagung der DBK elegant die Krise im Klerus verallgemeinert und auf das ganze Kirchenvolk abgewälzt. Die Krise nämlich,die durch die geweihten Hirten unserer Kirche selbst ausgelöst wurde.Bei ihre Bemühungen, die Last der kirchlichen Sexualmoral durch Änderungen der bisherigen Vorschriften zu erleichtern, zielen die Mitglieder der DBK ganz eindeutig auf das schwache Kirchenvolk ab und nehmen sich dabei selbst ganz elegant aus der Schusslinie. Missbrauchskrisen im "Volk" hat es immer gegeben, waren aber bisher nie ein besonderer Anlass unserer Hirten die Schafe besser zu führen oder zu massregeln.So entsteht der Eindruck, als ob durch strukturierte Änderungen der kirchlichen Sexualmoral die verantwortlichen Herren sich zukünftig selbst das Leben leicher machen wollen.
Mich stört besonders die wiederkehrende Formulierung "Krise unserer Kirche". Kirche sind wir alle! Es handelt sich um eine Krise mancher Hirten und das ist besonders traurig.


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 gebsy 12. Juni 2019 

Gottes Ethik

ist so einfach und ERLEBBAR;
warum machen wir alles so kompliziert?

Meditieren STATT Masturbieren BEFREIT

EINE solche Erfahrung des Erlöstseins
genügt für das irdische und ewige Leben ;-)


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