Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  9. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  10. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  11. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  12. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  13. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  14. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  15. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt

Papst: Christen sollen sich aus dem Glauben politisch engagieren

15. Juni 2019 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst in Schreiben an Teilnehmer eines internationalen Kongresses: "Es ist kreative und verantwortungsvolle Aufgabe der Christen"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat Italiens Katholiken zu politischem Engagement im Sinne der katholischen Soziallehre aufgerufen. Es sei "kreative und verantwortungsvolle Aufgabe der Christen", sich aus dem Glauben heraus sozial und politisch einzubringen, schrieb das Kirchenoberhaupt an die Teilnehmer eines internationalen Kongresses, der noch bis Sonntag im sizilianischen Caltagirone tagt.

Das Treffen befasst sich mit dem Wirken des italienischen Sozialpriesters Luigi Sturzo (1871-1959). Mit seinem "Aufruf an die Freien und Starken" hatte Sturzo am 18. Januar 1919 den "Partito Popolare Italiano" ins Leben gerufen. Damit wollte er eine konfessionsübergreifende, aber der katholischen Soziallehre verpflichtete Partei gründen.


In seiner Botschaft, die der Vatikan am Samstag veröffentlichte, würdigte Franziskus das Engagement Sturzos, der eine christliche "Orthopraxie" zu leben versuchte, die Ethik, Theologie, Politik und soziales Engagement ins rechte Verhältnis gesetzt habe. Dabei zitierte der Papst seinen Vorgänger Johannes Paul II. (1978-2005), der den sizilianischen Priester als "unermüdlichen Vertreter der christlichen Soziallehre und leidenschaftlichen Verteidiger bürgerlicher Freiheit" würdigte.

Die Prinzipien der Soziallehre Sturzos seien gerade für die heutige Politik relevant, so Franziskus. Dazu gehörten der Vorrang des Einzelnen gegenüber der Gesellschaft, der Gesellschaft vor dem Staat und der Moral gegenüber der Politik. Des weiteren nannte Franziskus die zentrale Bedeutung der Familie, die Verteidigung des sozial verpflichteten Privateigentums als Grundlage der Freiheit sowie Arbeit als Recht und Pflicht des einzelnen Menschen.

Aus der von Sturzo gegründeten Partei "Partito Popolare" ging später die über Jahrzehnte dominierende "Democrazia Cristiana" hervor, die bis 1993 bestand. Eine Nachfolgepartei wieder unter dem Namen "Partito Popolare Italiano" löste sich 2002 auf.

Sturzo, der im Unterschied zu Partei-Mitbegründer Alcide De Gasperi (1881-1954) einen entschieden antifaschistischen Kurs vertrat, ging nicht zuletzt angesichts mangelnden Rückhalts durch den Vatikan 1924 ins Exil nach England und USA. Seit 2002 läuft für ihn ein Seligsprechungsverfahren.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Archivbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 16. Juni 2019 

Es ist gut

dass unser Heiliger Vater uns daran erinnert, dass wir uns politisch engagieren müssen. Das gehört zu den Aufgaben von uns Christen, von uns Laien. Wir dürfen die Politik nicht den anderen überlassen, auch nicht den kirchlichen Funktionären. Die Kirche hat die Aufgabe, uns in den grundlegenden Fragen zu belehren. Wenn wir Laien dann nicht in der Lage sind, die Tagespolitik christlich zu gestalten, dann hat sie etwas falsch gemacht. Wir dürfen nie vergessen, dass Politik immer mit Parteiungen zu tun hat, die Kirche aber für Gemeinschaft steht, für eine Gemeinschaft über alle politischen und anderen Polarisierungen hinweg, für eine Gemeinschaft im Glauben. «Schuster bleib bei deinen Leisten!» Nur so tragen wir die unvermeidlichen politischen Streitereien nicht in unsere Kirche hinein.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. Bremer Grünenpolitikerin Görgü-Philipp posiert mit Holocaust-Koffer – Rücktritt nach Eklat!
  2. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  3. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  4. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  5. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget
  6. US-Repräsentantenhaus untersucht möglichen Missbrauch von Steuergeld durch Planned Parenthood
  7. Transgender-Debatte: Grüne Politikerin El-Nagashi verlässt die Partei
  8. Sprecher des US-Repräsentantenhauses will Subventionen für Planned Parenthood streichen
  9. Gründer der ‚Catholics for Harris‘: US-Demokraten haben ein ‚wachsendes Problem mit Gott‘
  10. Wirtschaft, Grenzsicherheit, Kriminalität waren Wählern wichtiger als radikale Abtreibungspolitik






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  3. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  4. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  5. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  6. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“
  7. Katholisches College erwirbt Freimaurertempel
  8. „Habt keine Angst – Noch sind die Glocken nicht verstummt“
  9. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  10. Sechste Staffel von „The Chosen“ angekündigt: Fokus auf die Passion Christi
  11. Orthodoxe bereiten sich mit Fasten auf "Mariä Entschlafung" vor
  12. „Das menschliche Leben muss von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod geschützt werden“
  13. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  14. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  15. "Es wird Europa zerstören, für immer!"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz