Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  4. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  5. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  6. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  7. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  8. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  9. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  10. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  11. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  12. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  13. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  14. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  15. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“

Gerichtsurteil zugunsten einer christlichen Hausschulfamilie

9. Juli 2019 in Familie, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Amtsgericht Darmstadt entschied im Fall der Familie Wunderlich „von der Ergreifung familiengerichtlicher Maßnahmen“ abzusehen – Wunderlichs unterrichten ihre vier Kinder zu Hause


Darmstadt (kath.net)
In Deutschland wurde in der vergangenen Woche ein Gerichtsurteil zugunsten einer christlichen Hausschulfamilie gefällt. Laut einem Bericht der Evangelischen Nachrichtenagentur „idea“ entschied das Amtsgericht Darmstadt, im Fall der Familie Wunderlich „von der Ergreifung familiengerichtlicher Maßnahmen“ abzusehen. Dies bestätigte Markus Herrlein, der Präsident des Amtsgerichts, gegenüber „idea“. Die Familie wurde in der Vergangenheit mehrfach mit juristischen Zwangsmaßnahmen bedroht, weil diese ihre Kinder zu Hause unterrichten wollten. Laut dem Gericht seien aber jetzt weitere juristische Schritte gegen die Familie „unverhältnismäßig“.


Dirk Wunderlich und seine Ehefrau Petra unterrichten ihre vier Kinder aus christlicher Überzeugung zu Hause. 2013 wurden die Kinder, die damals zwischen acht und 14 Jahre alt waren, drei Wochen lang in einem Heim untergebracht, um die Schulpflicht durchzusetzen. Anschließend durften die Kinder unter Auflagen wieder nach Hause zurück. Gegen diese Entscheidung hatten die Wunderlichs mehrere Prozesse geführt, unter anderem im Februar 2019 vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (Straßburg). Den Prozess dort hatten sie verloren. Ein Recht auf Unterricht zu Hause gebe es in Deutschland nicht, hieß es zur Begründung.

Dirk Wunderlich bezeichnete gegenüber „idea“ es als eine „ideologische Haltung“, wenn man den Hausunterricht gleichsetze mit einer Kindeswohlgefährdung. Das habe die neue Richterin Yannicka Heußler offenbar ähnlich gesehen. Wunderlich: „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen.“ Ständig habe die Familie in Angst gelebt: „Es war wie beim Schachspiel: Jeder weiß, was der andere in seinem nächsten Zug macht. Nur die deutsche Justiz saß am längeren Hebel.“ Zudem hatten die Kinder schriftlich geäußert, dass sie keine öffentliche Schule besuchen werden. Ein Kind schrieb: „Ich will einfach in Ruhe und Frieden mit meiner Familie zusammenleben und auch weiterhin zu Hause lernen, anstatt die ganze Zeit Angst haben zu müssen, dass wir grundlos auseinandergerissen werden.“

Die Wunderlich-Familie, Video vom März 2019 (englisch)


Archivfoto Familie Wunderlich (c) ADF International


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  9. Juli 2019 
 

Preiset den Herrn!

Warum sollte Homeschooling, das in anderen europäischen Staaten ohne weiteres möglich ist, in Deutschland immer noch streng bestraft werden!
Es wurde Zeit, dass sich eine Richterin gegen das ungerechte Urteil des europ. Gerichtshofs zugunsten der Familie entschieden hat. Bleibt zu hoffen, dass viele Familien nachziehen werden.


8
 
 nada te turbe 9. Juli 2019 
 

Wunderbar! Deo Gratias!

Bei den ungeheuerlichen Zumutungen, die
"normale" Schule TÄGLICH für "ihre" Schüler bereit halten

(Ideologisierung, Gender-Gaga, KlimaHysterie statt Fakten, Digitalisierung auf Teufel komm raus, Sexualisierung in allen Fächern einschliesslich Schul-"Literatur"
kurz: gezielter Verdummung!)

sind gangbare Wege für verantwortungsvolle Eltern
nur noch
Privatschulen, die man sich vorher genau ansieht
und
Unterricht zu Hause!

Und: Die Ergebnisse sind aufgrund gezielter Förderung wesentlich besser
und
der Unterricht ist ohne all den oft nur kindischen "Projektquatsch" und das überflüssige, Ideologen BlaBla wesentlich effektiver!


8
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schule

  1. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  2. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  3. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  4. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  5. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  6. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  7. Italien verbessert Kinderschutz
  8. Anmeldeformular für Volksschule mit sechs Möglichkeiten bei Angabe des Geschlechts
  9. Katholische Grundschule mit Unisex-Toiletten
  10. Brasilien: Gericht verbietet Hausunterricht






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  4. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  5. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  6. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  7. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  8. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  9. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  10. Karoline Preisler: Islamismus ist die größte Gefahr für Deutschland
  11. Die neue Weltjugendtag-Hymne wurde in Seoul vorgestellt
  12. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  13. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  14. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  15. Mullah-Gegnerin Masih Alinejad warnt vor Islamismus: „Allahu Akbar klingt für mich nach Hinrichtung“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz