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R. I. P. Vincent Lambert

11. Juli 2019 in Aktuelles, 16 Lesermeinungen
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Vincent Lambert, der bekannteste Wachkomapatient Frankreichs, ist heute Morgen verstorben


Paris (kath.net)
Vincent Lambert, der bekannteste Wachkomapatient Frankreichs, ist heute Morgen verstorben. Dies berichten französische Medien. Der 42-jährige Lambert lag seit einem Motorradunfall 2008 in einer Art Wachkoma. Ein französisches Ärzteteam hatte entschieden, die künstliche Ernährung des früheren Krankenpflegers vor einigen Tagen zu beenden. Während seine Frau den Schritt befürwortet, wollten seine katholischen Eltern bis zum Schluss dies verhindern.






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Lesermeinungen

 Rolando 11. Juli 2019 
 

Möge der Herr ihm die ewige Freude in der Auferstehung schenken


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 Rolando 11. Juli 2019 
 

Fortsetzung

Das Leid dient zur Sühne für die Sünden, für eigene und auch meist für andere, wie bei Jesus. Auch ist das Sterbenlassen durch Abstellen, (Maschine oder Ernährung), ein Eingriff in den Sterbeprozess. Die medizinischen Möglichkeiten der jeweiligen Zeitepochen sollten genutzt werden. Wenn der Mensch von Gott abgerufen wird, dann stirbt er auch an der Maschine oder während künstlicher Ernährung. Der Mensch sollte diesen Prozess nicht abkürzen wegen Sinnlosigkeit, Leid, mit Jesu Leid vereinigt, ist sehr wertvoll, es versteht halt nicht jeder.


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 Rolando 11. Juli 2019 
 

Meine Sicht dazu

Mir erzählte ein Priester, er war mal in einem Altenheim, er besuchte eine über 90 jährige Frau, die künstlich ernährt wurde, er, in jungen Priesterjahren, sagte, ist es denn vertretbar, diese Frau so dahinvegetieren zu lassen, wäre es nicht besser, die Ernährung einzustellen, die Pfleger sagten, wenn sie die Verantwortung übernehmen, dann stellen wir ein. Er beließ es bei der Ernährung, die Frau wurde wieder gesund, (Krankensalbung) und lebte noch vier Jahre.
P. Manjackal lag auch im Koma, er sah Himmel, Hölle und Fegefeuer, er schrieb darüber ein Buch, sein Freund, selbst Arzt, hatte Verantwortung für ihn, rang mit der Frage, Maschine abstellen oder nicht, er ging ins Gebet, er vernahm die Worte, wenn du abstellst, nimmst du mir die Möglichkeit ein Wunder zu wirken, P. James hält wieder mit gewohnt kraftvoller Stimme Exerzitien. Auch bei Gloria Polo, stand das Abstellen der Maschine im Raum, sie wurde nicht abgestellt, sie wurde eine kraftvolle Zeugin des Herrn.


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 Just 11. Juli 2019 
 

Patientenverfügung

Dieser Fall führt vor Augen, wie wichtig es ist, zu Lebzeiten bei klarem Verstand eine Patientenverfügung zu verfassen. Vincent Lambert hatte leider keine.

Der einzige Mensch, dessen Wille in einer solchen Situation zählt, ist der Betroffene selbst, also Vincent Lambert. Man kann für alle weiteren Menschen (Eltern, Ehefrau, Ärzte) Verständnis aufbringen, aber nur Vincent Lamberts Wille zählt.

Wenn keine Patientenverfügung existiert, dann muss in einer solchen Situationen nach dem mutmaßlichen Willen des Betroffenen entschieden werden. Die Ehefrau hat genau das getan und somit richtig gehandelt.

Und unter den Kommentatoren hier hat @ottokar aus medizinischer wie auch aus ethischer Sicht Recht.


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 MSM 11. Juli 2019 
 

@ottokar: Ich bitte um Verständnis,

aber bei Ihrem Post wird mir schlecht.
Hier,wie auch in anderen Fälle, wie z.B. jenem des kleinen Alfie Evans, ging es nie um das Leben unnötig verlängernde Maßnahmen. Hier wurde das erste Recht eines jeden Menschen - nämlich das Recht auf Leben - mit Füßen getreten und ein Mensch grausam ermordet, indem man ihn verhungern und verdursten ließ. Und das vor den Augen seiner Eltern.Genau wie vor einem Jahr Alfie und davor der kleine Charlie Gard,die man gegen den erklärten Willen der Eltern dem Tod auslieferte.
Alfie Evans war ebenso ein Kämpfer wie Vincent Lambert. Auch ihm hat man neben der Atemunterstützung über 30 Stunden die Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr entzogen und erst als der Kleine nicht sterben wollte und nach furchtbaren Kämpfen und Flehen der Familie wieder aufgenommen.Am Schluß - als die Entlassung nach Hause kurz bevor stehen sollte,starb Alfie, nachdem ihm nachts von einer Schwester ein Medikamentencocktail verabreicht wurde.Dies ist die Kultur des Todes,nichts sonst.


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 Herbstlicht 11. Juli 2019 
 

@ottokar

Als Mann vom Fach sehen Sie den Fall Vincent Lambert vielleicht etwas anders.
Darf ich Sie auf einen Kommentar in der Tagespost aufmerksam machen, der das ausdrückt, was auch viele von uns denken und empfinden.
Der Kommentar ist wirklich lesenswert.
Er verweist auf den wunden Punkt.

https://www.die-tagespost.de/feuilleton/online/Kommentar-Getoetet-durch-Unterlassen;art4690,199665


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 ottokar 11. Juli 2019 
 

Ich bitte um Verständnis:

Denn Ärzte in verantwortungsvoller Position- und ich gehörte jahrzehntelang zu solchen- stoppen die Ernährung oder die apparative Lebensunterstützung eines Komapatienten weder aus Lust und Laune noch auf Verlangen irgendeines Verwandten.Sie tun es als erfahrene Intensivmediziner in gemeinsamer Übereinstimmung mit dem am nächsten stehenden Verwandten dann, wenn das Team (nicht ein Einzelner) zu dem Schluss kommt, dass weitere aktive lebensverlängernde Massnahmen (dazu zählt auch Flüssigkeitsersatz) sinnlos sind und ein bestehendes Leiden aussichtslos verlängern.Das kann auch etwas mit Nächstenliebe zu tun haben, sowohl gegenüber dem komatösen Patienten , wie auch gegenüber den vergeblich hoffenden Angehörigen.


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 Hubert_2 11. Juli 2019 
 

Wenn es nur, um

Essen und Trinken ginge, hätte Lambert doch auch zu hause gepflegt werden können. Warum haben das nicht seine zahlreichen Geschwister übernommen? So ganz klar ist er Fall für mich nicht.Worauf beruht das, dass die klagende Familie die Verantwortung allein bei der Uni-Klinik sieht?


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 Paul-Lukas 11. Juli 2019 
 

-

Mich würde sehr interessieren, was die Kirche zu solchen Maßnahmen sagt. Natürlich darf der Mensch nicht über Leben und Tod entscheiden. Andererseits sind die Maschinen ja auch nur Menschenwerk und nicht Gotteswerk.

Will nicht sagen, dass es ok ist, Geräte abzuschalten. Auch nicht, die Nahrungsaufnahme zu stoppen - denn dann ist ja klar, dass der Mensch stirbt. Was aber ist mit den Geräten, die Organe ersetzen. Ist es da auch Sterbehilfe, wenn man Maschinen abschaltet? Und wie stuft die Kirche diese "Maschinen" ein?


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 Herbstlicht 11. Juli 2019 
 

hilflos mitansehen zu müssen ...

Vincents Eltern haben alles versucht, was in ihrer Macht stand, doch die Gerichte und Ärzte waren mächtiger.

Mitanzusehen, wie man gezielt seinen Sohn verhungern und verdursten lässt - wie unvorstellbar schlimm muss das sein!

Gott möge ihnen die nötige Kraft geben, alle in den letzten Jahren gemachten leidvollen Erfahrungen und den ärztlicherseits verordneten Nahrungsentzug, der zum angepeilten Tod führen sollte, verarbeiten zu können.
Wirklich heilen wird diese Wunde wahrscheinlich nie.
Da Vincents Eltern katholisch sind, werden sie -so hoffe ich- Trost im Glauben finden.


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 nazareth 11. Juli 2019 
 

Wenn man das Foto ansieht hat man den Eindruck von Bewusstsein. Unbeschreiblich schwierig zu verstehen, dass man entscheidet als Mensch über Leben und Tod eines anderen Menschen und dies voll rechtfertigt. Notwehr ist ja schon eine seelische Überforderung für jemanden, aber ganz bewusst euthanasieren, abtreiben? Unglaublich wie da die Erklärung sein kann, dass man dazu ein Recht, wenn nicht sogar eine Verpflichtung hat einen Menschen zu töten. Von ganzem Herzen Anteilnahme zuallererst den Eltern, aber auch der leidenden Frau die mit dieser Situation nicht zurechtkam und auch den Ärzten die so folgenschwere Entscheidungen treffen und durchziehen. Möge er die Auferstehungsfreude in Fülle verkosten, im Himmel!


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 Alpenglühen 11. Juli 2019 

Sind in Frankreich nun auch die anderen ca. 1.400 Wachkomapatienten „zum Abschuß“ freigegeben?

Der kleine Alfie in GB starb nach ½ Std.(od. waren es 2 Stdn?), nachdem ihm ein Medikamentencocktail gespritzt wurde. Vincent Lambert wurde verurteilt, durch das Einstellen der Versorgung mit Nahrung u. Flüssigkeit in den Tod zu gehen. „Sterben“ kann man das nicht nennen, das war ein elendiges verreck.., das 7 Tage dauerte. Das ist für mich genauso vorsätzlicher, niederträchtiger Mord. Auch wenn Frankreich dieses Vorgehen durch seine Gesetze legitimiert. Die Strafanzeige der Eltern wird daher wohl im Sand verlaufen.
Es waren zwar Ärzte u. teilweise Richter, die entschieden, die Versorgung einzustellen. Aber lt. Art. 68484 war die Person, die schon vor Jahren als Erste die Einstellung der Versorgung forderte, seine Ehefrau! Möge diesen Verantwortlichen in aller Härte bewußt werden, was sie getan haben – u. daß es auch sie einmal treffen kann.....

Gott möge Vincent Lambert in seine Arme schließen. U. ER möge tröstend bei all jenen Menschen sein, die um sein Leben gekämpft haben.


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 Smaragdos 11. Juli 2019 
 

Ein Märtyrer der Kultur des Todes. R.I.P.


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 Herbstlicht 11. Juli 2019 
 

@Ginsterbusch

Ihren Worten möchte ich mich anschließen.
Gott wird Vincent, der so lange gelitten hat, seine Liebe und Güte erweisen.


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 Authentisch 11. Juli 2019 

Anteilnahme

Meine Anteilnahme für die Eltern.
Gott richtet. Wir beten.
Wir sollen für "unsere" Feinde beten. Können wir dies?
Herr, segne die Verantwortlichen. Segne sie mehr als mich.
Gott will keine Seele verloren gehen lassen! Können wir dies bejahen? Menschlich gesehen "nicht"! Aber Gott ist größer und kann "auch aus dem Bösesten Heil wirken/entstehen lassen.
Ich hatte die Petition von ... für Vincent Lambert unterschrieben und an ganz viele weitergeleitet mit der Bitte um Unterstützung. Gott ist in allem dabei und NICHTS GESCHIEHT OHNE SEIN WISSEN, OHNE SEINEN ZULASSENDEN WILLEN. Auch wenn ich das nicht (immer, sehr oft) erfassen kann. Es ist DENNOCH WAHR.


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 Ginsterbusch 11. Juli 2019 

Möge Gott seine Seele liebevoll in die Arme nehmen

Mein aufrichtiges Beileid an die Eltern.


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