Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  3. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Voll in die Falle getappt
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Die große Täuschung
  9. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  10. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  13. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

Das Erbe Johannes Pauls II. abschütteln: Fünf weitere Entlassungen

30. Juli 2019 in Aktuelles, 33 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Am „Päpstlichen Theologischen Institut Johannes Paul II. für Ehe- und Familienwissenschaften“ in Rom gibt es aktuell fünf weitere Entlassungen, welche die Verbindung zum Erbe Johannes Pauls II. immer mehr kappen


Vatikan (kath.net/NBQ) Nach den beiden moraltheologischen Lehrstuhlinhabern Msgr. Livio Melina und P. José Noriega wurden am Johannes Paul II.-Institut für Ehe und Familie in Rom nun fünf weitere Professoren entlassen. Das meldet die italienische Onlinezeitung La Nuova Bussola Quotidiana. Die von Johannes Paul II. 1981 gegründete universitäre Einrichtung - die größte und wichtigste der Kirche zum Thema Ehe und Familie - war im September 2017 von Papst Franziskus offiziell aufgelöst und unter ähnlichem Namen neu gegründet worden, kath.net hat berichtet.

Auch die jüngst gemeldeten „Säuberungen“ aus der Feder des neu eingesetzten Großkanzlers Bischof Vincenzo Paglia treffen das Institut in seinem Kern und in seiner Verbindung zu Johannes Paul II. Gekündigt wurden der emeritierte polnische Philosophieprofessor Stanislaw Grygiel, Leiter des Forschungslehrstuhls Karol Woytila, ein Mann der ersten Stunde, einer der Gründerväter des Instituts und Schüler sowie guter Freund von Johannes Paul II.; weiters dessen Tochter, Monika Grygiel, eine Psychiaterin, sowie P. Przemislaw Kwiatkowski, Spezialist für Theologie und Spiritualität des polnischen Papstes; des Weiteren Sr. Vittorina Marini, eine Dogmatikerin mit Forschungsschwerpunkt Christologie und Mariologie sowie die Ärztin und Bioethikerin Maria Luisa Di Pietro. Sie war zuvor bereits aus der "Päpstlichen Akademie für das Leben" entfernt worden, deren Großkanzler ebenfalls seit 2016 Msgr. Paglia ist.


Diese Entlassungen sind ein weiterer Beweis, dass das neu gegründete „Theologische Institut Johannes Paul II für Ehe- und Familienwissenschaften“ seine Verbindung zu Johannes Paul II. und dessen akademisches Erbe abschütteln will. Dazu passt die noch inoffizielle Ankündigung, dass ein neuer Moraltheologe aufgenommen werden soll, Maurizio Chiodi, der sich öffentlich als Befürworter einer Neuinterpretation der Enzyklika Humanae Vitae und der gesamten katholischen Sexualmoral hervorgetan hat, wonach in bestimmten Situationen Empfängnisverhütung sogar ein Gebot der Verantwortung und homosexuelle Akte gut seien, wie die Nuova Bussola Quotidiana berichtet.

Der emeritierte Mailänder Kardinal Angelo Scola, der seit der Gründung des Instituts dort Professor und von 1995 bis 2002 dessen Vorstand war, kritisierte in der italienischen Tageszeitung Il Foglio heftig die Vorgänge und sprach von "Säuberungen".

„Anstatt mit dieser heuchlerischen Vorführung fortzufahren, wäre es nun viel ehrlicher, Johannes Paul II. auch aus dem Namen des Instituts zu streichen, und es stattdessen nach Amoris Laetitia zu benennen, dem Apostolischen Schreiben, das inzwischen für viele Bischöfe die Stelle des Evangeliums eingenommen hat“, schließt Riccardo Cascioli seinen Beitrag.

Vor einigen Tagen, nach Approbierung der neuen Statuten, hatten alle am Institut beschäftigten Lehrenden einen Brief erhalten, dass sie suspendiert seien und in einigen Tagen über ihr weiteres Schicksal Bescheid erhalten würden. Viele Lehrende des Instituts warten aktuell noch auf diesen Brief. Diese derzeitige Situation ist für die allermeisten Beteiligten sehr schmerzvoll, wie kath.net aus Institutskreisen erfahren konnte.

Inzwischen nimmt eine Presseaussendung des Instituts auf dessen Website zu den Vorgängen Stellung: Melinas Lehrstuhl Fundamentalmoral sei nicht mehr vorgesehen, weil er zum theologischen Grundstudium, nicht zur am Institut gebotenen Spezialisierung gehöre. Hier stellt sich die Frage, warum es dann nach wie vor einen Lehrstuhl für Theologische Anthropologie und sogar einen neu errichteten für Fundamentaltheologie (ebenfalls Fächer des Grundstudiums) gibt.
P. Noriegas Amt als Ordensoberer sei kirchenrechtlich nicht mit einer Professur vereinbar (lt. CIC can. 152). Die übrigen Professoren seien gekündigt worden, weil es jetzt weniger Wahlfächer und Seminare als zuvor gebe, sie würden aber möglicherweise in Zukunft wieder aufgenommen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  2. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  3. Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza
  4. Kurienerzbischof Gallagher: Leihmutterschaft ist eine „neue Form des Kolonialismus“
  5. „Synoden sind gute, nützliche Instrumente zur Entwicklung praktischer pastoraler Strategien, aber…“
  6. Vatikan hebt Pfarraufhebungen in US-Diözese Buffalo auf
  7. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  8. Nicht nur Kardinäle an der Spitze: Papst ändert Vatikanverfassung
  9. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an
  10. Bemerkenswert großer Andrang bei „Alter Messe“ im Petersdom - Kard.-Burke-Predigt in voller Länge!






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Voll in die Falle getappt
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  7. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  8. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  9. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  10. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  11. Die große Täuschung
  12. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  13. Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben
  14. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  15. „Im Namen Jesu, lass das Messer fallen!“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz