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Uni Tübingen bestätigt Sitzordnungs-Konfrontation unter Islamstudenten

2. August 2019 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Auf Presseberichte über Diskriminierung weiblicher Islamstudentinnen durch männlichen Mitstudenten am Islamzentrum und Vorwürfe wegen Islamismus reagiert die Universität Tübingen.


Tübingen (kath.net) Auf den Bericht der „Stuttgarter Zeitung“, wonach es am Islamzentrum der Universität Tübingen dazu gekommen sei, dass männliche Studenten weibliche Mitstudentinnen dazu aufgefordert hätten, sich während der Lehrveranstaltungen auf die hinteren Plätze zu begeben, sowie Sorgen um Kontakte zur Muslimbruderschaft (kath.net hat berichtet), reagiert die Universität Tübingen mit einer Stellungnahme (Link siehe unten). Darin bestätigt sie, dass es jüngst zu Konfrontationen zwischen einem Studenten und mehreren Studentinnen der islamischen Theologie um die Sitzordnung bei Lehrveranstaltungen gekommen sei. Der Rektor der Universität, Professor Bernd Engler, erläutert: „Die Universitätsleitung kennt diesen Konflikt und wird zu Beginn des Wintersemesters auf den genannten Studenten in geeigneter Form einwirken. „Derartige Verhaltensweisen werden an einer staatlichen Universität in Baden-Württemberg nicht toleriert.“

Auf den in der „Stuttgarter Zeitung“ erhobenen Vorwurf, wonach ein Lehrkörper der Universität die Studenten zum islamischen Gebet aufgefordert habe, schrieb die Uni in ihrer Pressemeldung: „Die Universität Tübingen respektiert, dass gläubige Muslime zum regelmäßigen Gebet verpflichtet sind. Wann und wie Lehrende und Studierende ihre Gebete verrichten, ist aber die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen. Die Universitätsleitung hat daher gemeinsames Beten in Lehrveranstaltungen des ZITh untersagt.“


Gleichzeitig distanzieren sich Universitätsleitung und Direktor des ZITh, Professor Erdal Toprakyaran, von allen Versuchen, den Islam für politische Zwecke zu missbrauchen, schildert die Pressemeldung. „Ziel der Universität Tübingen ist es, mit dem ZITh eine Institution aufzubauen, in der Forschung und Lehre auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau geleistet werden. Dies schließt islamistische und extremistische Positionen von vornherein aus“, sagte Engler. Dementsprechend halte das Zentrum konsequent Abstand zu islamistischen oder salafistischen Organisationen, wie beispielsweise den Muslimbrüdern. „Seit Jahren wird immer wieder versucht, das Zentrum für Islamische Theologie der Universität Tübingen zu diskreditieren und in die Nähe von radikalen oder gar verfassungsfeindlichen Positionen zu rücken. Alle Vorwürfe dieser Art haben sich in der Vergangenheit als substanzlos erwiesen.“ Außerdem stellt Engler fest: „Im Artikel der Stuttgarter Nachrichten werden für diese schwer wiegenden Behauptungen im Übrigen keine Belege vorgelegt.“

Der Rektor der Universität weist weiter darauf hin: „Die am Zentrum für Islamische Theologie tätigen Professorinnen und Professoren sind Beamte des Landes Baden-Württemberg und als solche auf die Prinzipien des Grundgesetzes verpflichtet. Eine Mitgliedschaft in der Muslimbruderschaft oder auch eine Zusammenarbeit mit der Bruderschaft oder einer ihrer Tochterorganisationen ebenso wie mit anderen extremistischen Vereinigungen hätte für jeden Beamten sofortige und erhebliche dienstrechtliche Konsequenzen zur Folge. Für Extremisten ist am Zentrum für Islamische Theologie kein Platz.“

Bereits vor kurzem hatte das „Stuttgarter Tagblatt“ berichtet, dass Professoren offenbar in Lehrveranstaltungen zum gemeinsamen Gebet aufgefordert hätten. Auf Anfrage der Tageszeitung bei der Universität räumte Rektor Engler ein, dass die Gefahr bei den Gebetspausen durchaus bestanden habe: „Hätten wir da nicht sofort interveniert, wäre das vielleicht zur Mode geworden.“ Auch werde laut Engler nicht geduldet, dass Studierende unter dem Vorwand, auf die Toilette zu müssen, heimlich ihre Gebete verrichteten.

Ismail Tipi, hessischer Landtagsabgeordneter und CDU-Integrationsexperte, reagierte ebenfalls mit einer Presseaussendung auf die jüngsten Presseberichte. Dort vertrat er: „Religiöser Fanatismus hat in all unseren Lehranstalten wie Schulen und Universitäten keinen Platz. Die Medienberichte über eine ungute Entwicklung des Islamzentrums der Universität Tübingen ärgern mich. Nach diesen Informationen sollen dort junge männliche Studenten von ihren weiblichen Mitstudentinnen verlangt haben, während der Lehrveranstaltungen hinter den Männern zu sitzen. Das entspricht der Sitzordnung in Moscheen. Ich finde es unerhört, dass gerade junge Menschen, die eine universitäre Ausbildung in Deutschland genießen, in den Lehrveranstaltungen Regelungen nach der Scharia fordern.“

Link zur Stellungnahme der Universität Tübingen in voller Länge: Kein Platz für Islamisten an der Universität Tübingen – Stellungnahme zum Bericht der Stuttgarter Nachrichten vom 27. Juli 2019


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Lesermeinungen

 Annamia 2. August 2019 

Diadochus,

Wenn eine Frau hinter dem Mann hergeht,hat das nichts mit dem Islam zu tun.sondern ist kulturell bedingt.Viele Muslimahs gehen auch neben dem Mann.Und beim Gebet sind die Frauen hinter den Männern,damit sie die Männer während des Gebets durch ihre Anwesenheit und Bewegungen beim Gebet nicht vom eigenen Gebet ablenken.


0
 
 Diadochus 2. August 2019 
 

Islamische Kultur

Die Forderung wegen der Sitzordnung ist noch sehr harmlos. Das ist im Islam völlig normal. Auch auf der Straße gehen die Frauen immer ein paar Schritte hinter dem Mann. Ist das noch keinem aufgefallen? In Afghanistan besteht das Problem erst gar nicht. Mädchen dürfen dort erst gar nicht zur Schule gehen. In Tübingen wird das Leben aus dem Glauben des Islam anschaulich öffentlich vor Augen geführt. Das ist islamische Kultur. Das glaubt sonst niemand. Der Integrationsexperte Ismail Tipi warnt vor der Scharia. Die sieht nämlich noch ganz andere Dinge vor. Stück für Stück wird der öffentliche Raum erobert. Der Islam ist mehr als bloße Döner-Romantik.


16
 
 girsberg74 2. August 2019 
 

Nichts erwiesen, nichts gewesen?

Greift hier auch schon das Framing wie bei Merkels Knappen?


13
 

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