Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  12. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  13. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  14. Beschließen ohne zu entscheiden?
  15. Die Nazi-Projektion

London: Christlicher Straßenprediger verhaftet, jetzt Entschädigung

2. August 2019 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Christlicher Prediger Oluwole Ilesanmi: „Ich glaube, Gott liebt alle, einschließlich der Muslime, aber ich habe das Recht zu sagen, dass ich dem Islam nicht zustimme – wir leben schließlich in einem christlichen Land.“


London (kath.net) Unter Rassismusvorwurf verhaftet und in Handschellen abgeführt worden war ein christlicher Straßenprediger in London im Februar 2019. Außerdem war ihm die Bibel weggenommen worden. Der 64-jährige Oluwole Ilesanmi war erst fünf Kilometer vom Ort des Vorfalls entfernt an einer Bushaltestelle wieder freigelassen worden. Nun hat ihm ein Gericht dafür 2.500 GBP (etwa 2.700 Euro) Entschädigung zugesprochen.

Ilesanmi sagte dazu gegenüber der britischen Tageszeitung „The Mail“, er habe für die unrechtmäßige Verhaftung wegen seiner demütigenden und quälenden Behandlung eine Entschädigung erhalten. Er vertrat gegenüber der Zeitung: „Ich glaube, Gott liebt alle, einschließlich der Muslime, aber ich habe das Recht zu sagen, dass ich dem Islam nicht zustimme – wir leben schließlich in einem christlichen Land. Ich war verärgert, als sie meine Bibel wegnahmen. Sie warfen sie einfach in das Polizeiauto. Das hätten sie niemals getan, wenn es der Koran gewesen wäre. Was ist mit der Meinungsfreiheit passiert?“


Die Festnahme war teilweise gefilmt worden, das Video war im Internet viral gegangen. Unbestätigten Berichten zufolge hatte der Prediger direkt vor dem Kontakt mit den Polizisten einen Streit mit einem Muslim, der sich in Rage redete und die Bibel in der Debatte als „sch…“ bezeichnete, der Muslim war nicht festgenommen worden. Der Streit löste die Aufmerksamkeit von Streifenpolizisten aus, diese drohten dem christlichen Prediger wegen Störung des öffentlichen Friedens einen Platzverweis an, wenn er nicht aufhöre zu predigen. Der Prediger antwortete, dass man ihn gern festnehmen könne, doch er werde „nicht fortgehen, weil ich ihnen die Wahrheit sagen muss. Denn Jesus ist der einzige Weg, die Wahrheit, das Leben“. Darauf antwortete einer der beiden Polizisten: „Ich weiß das zu schätzen, aber niemand will das hören.“ Der Prediger antwortete: „Sie wollen das nicht hören? Sie werden zuhören, wenn Sie tot sind“. Daraufhin legten die beiden Polizisten dem Prediger Handschellen an und nahmen ihm seine Bibel ab. Als der Mann die Beamten bat, ihm Bibel nicht zu nehmen, erwidert der andere Offizier: „Darüber hätten Sie darüber nachdenken sollen, bevor Sie rassistisch wurden.“

Die Katholikin und biomedizinische Wissenschaftlerin Obianuju Ekeocha, die seit Jahren in Großbritannien lebt, setzte sich für den Prediger ein. Nach Kontaktaufnahme mit der Polizei direkt nach dem Vorfall schrieb sie, dass der Prediger wieder auf freiem Fuß sei und keine Strafe zu erwarten habe. Sie forderte die Polizei zu einer öffentlichen Entschuldigung auf und hoffte auf eine Verwarnung der beiden Polizisten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Großbritannien

  1. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet
  2. England und Wales: Katholische Erwachsenen- und Jugendtaufen steigen deutlich, Messbesuch leicht
  3. Britische Gesundheitsbehörde gibt Zahlen zu Covid-Impfung und Übersterblichkeit nicht bekannt
  4. Papst Leo XIV. empfängt am 23. Oktober den britischen König Charles III.
  5. Nach Verhaftung wegen transkritischer Beiträge - Debatte um Meinungsfreiheit in Großbritannien
  6. Britische Polizisten nehmen Komiker wegen trans-kritischer Wortmeldungen auf X fest
  7. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  8. Britische Lebensschützerin wurde verurteilt, weil sie vor Abtreibungsklinik Gespräche angeboten hat
  9. Lebensschützerin in Großbritannien vor Gericht, weil sie Gespräche angeboten hat
  10. Muhammad erstmals beliebtester Vorname in England und Wales







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz