Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  5. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  6. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  7. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  8. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  9. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  10. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  11. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  12. THESE: Warum die UNO weg muss!
  13. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  14. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  15. 'Glaube ist kein PR-Problem': US-Burger-Kette verweigert Entfernung von Bibelversen

Das rechte Verhältnis zum Besitz

4. August 2019 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: es geht darum, ein Leben anzustreben, das nicht nach dem weltlichen Stil, sondern nach dem Stil des Evangeliums verwirklicht wird. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die Vorläufigkeit des Besitzes: Angelus am achtzehnten Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom rechten Verhältnis zum Besitz (Lk 12, 13–21): „Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann das gehören, was du angehäuft hast? So geht es einem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber bei Gott nicht reich ist“.

Das Evangelium beginne mit der Szene eines Mannes, der in der Menge aufstehe und Jesus bitte, eine rechtliche Frage zum Familienerbe zu klären. Doch Jesus fordere uns auf, uns von der Gier, das heißt von der Gier des Besitzens fernzuhalten. Um seine Zuhörer von dieser verzweifelten Suche nach Wohlstand abzulenken, erzähle Jesus das Gleichnis vom törichten Reichen, der glaube, glücklich zu sein, weil er das Glück eines außergewöhnlichen Jahres gehabt habe und sich für das angesammelte Vermögen sicher fühle. Die Geschichte werde lebendig, wenn der Kontrast zwischen dem, was der Reiche für sich entwerfe, und dem, was Gott ihm zeige, deutlich werde.


Der Reiche stelle vor seine Seele, das heißt vor sich selbst, drei Überlegungen an: die vielen angehäuften Güter, die vielen Jahre, die diese Güter ihm zu versichern scheinten, die ungezügelte Ruhe und das ungezügelte Wohlbefinden. Aber das Wort, das Gott an ihn gerichtet habe, mache seine Pläne zunichte. Anstelle der „vielen Jahre“ zeige Gott die Unmittelbarkeit von „dieser Nacht“ an.

Die Realität der vielen angesammelten Güter, auf denen der Reich alles gründen wolle, werde durch den Sarkasmus der Frage abgedeckt: „Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann das gehören, was du angehäuft hast?“ In dieser Gegenüberstellung ist die Bezeichnung „Narr“, mit der Gott diesen Menschen anspreche, gerechtfertigt. Er sei ein Dummkopf, weil er in der Praxis Gott leugne und nicht mit ihm rechne.

Das Gleichnis schließe: „So geht es einem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber bei Gott nicht reich ist“. Es sei dies eine Warnung, die den Horizont offenbare, zu dem wir alle schauen müssten. Materielle Güter seien für das Leben notwendig, aber sie dürften nicht das Ziel unserer Existenz sein, sondern ein Mittel, um ehrlich zu leben und mit den Bedürftigsten zu teilen.

Dies bedeute nicht, sich von der Realität zu entfernen, sondern nach Dingen zu suchen, die einen echten Wert hätten: „Gerechtigkeit, Solidarität, Aufnahme, Brüderlichkeit, Frieden, die alle die wahre Würde des Menschen ausmachen“. Es gehe darum, ein Leben anzustreben, das nicht nach dem weltlichen Stil, sondern nach dem Stil des Evangeliums verwirklicht werde: „Gott mit unserem ganzen Sein zu lieben und den Nächsten so zu lieben, wie Jesus ihn geliebt hat“. Viele Kriege dagegen begännen mit der Gier.

Liebe, die auf diese Weise verstanden und gelebt werde, sei die Quelle wahren Glücks, während die unverhältnismäßige Suche nach materiellen Gütern und Reichtümern oftmals eine Quelle von Angst, Widrigkeit, Missbrauch und Krieg sei.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an seinen Brief an die Priester der Welt, der am heutigen Sonntag veröffentlicht wurde:

„Heute vor 160 Jahren starb der heilige Pfarrer von Ars, ein Vorbild an Güte und Nächstenliebe für alle Priester. An diesem bedeutenden Jahrestag wollte ich einen Brief an die Priester der ganzen Welt senden, um sie in der Treue zur Sendung zu ermutigen, zu der der Herr sie berufen hat. Das Zeugnis dieses bescheidenen und absolut seinem Volk ergebenen Pfarrers helfe dabei, die Schönheit und Bedeutung des Weihepriestertums in der heutigen Gesellschaft wiederzuentdecken“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  4. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  5. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  6. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  7. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  8. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  9. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  10. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  11. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  12. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  13. „Öffnet eure Herzen“: Protestantin begeistert das Netz mit dem Rosenkranz
  14. 'Woke Left' ist die 'wütendste und exklusivste Spaltungsbewegung in der Geschichte'
  15. THESE: Warum die UNO weg muss!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz