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Papst-Attentäter schreibt im Fall Orlandi an Franziskus

6. August 2019 in Chronik, 4 Lesermeinungen
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Seit 36 Jahren vermisste Emanuela Orlandi sei laut Ali Agca am Leben und befindet sich in abgeschlossenem Kloster - Alle Ermittlungen im Fall Orlandi bisher ergebnislos


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der türkische Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca hat sich im Fall der verschwundenen Vatikanbürgerin Emanuela Orlandi an Papst Franziskus gewandt. Die seit 36 Jahren vermisste Orlandi sei am Leben und befinde sich einem streng abgeschlossenen Kloster, schrieb Agca in einem Brief, dessen Wortlaut der Nachrichtenagentur "Kathpress" vorliegt. Darin bezeichnet sich der 61-Jährige als "geistigen Bruder von Papst Johannes Paul II.". Nähere Angaben zum Ort des Klosters oder zur Ordensgemeinschaft machte er nicht.

Sämtliche Vorwürfe einer Verwicklung des Vatikan in eine Vergewaltigung und Ermordung der damals 15 Jahre alten Schülerin seien "Lügen, die das weltweite Ansehen der katholischen Kirche furchtbar beschmutzen", schrieb Agca. "Der Vatikan hat die moralische Pflicht, alles für die Rückkehr Emanuelas zu ihrer Familie im Vatikan zu tun." Auch wenn Franziskus anfangs über die "Verschwörung" um Orlandi in Unkenntnis gewesen sei, besitze er jetzt "alle Macht, um die Freilassung von Emanuela Orlandi kategorisch anzuordnen", so Agca.


Das Verschwinden Emanuela Orlandis, der Tochter eines Vatikanangestellten, im Jahr 1983 zählt zu den bekanntesten ungelösten Kriminalfällen Italiens. Einer Spekulation zufolge handelte es sich um eine Entführung mit dem Ziel, den damals wegen eines Attentats auf Johannes Paul II. inhaftierten Agca freizupressen.

Vergangenen Juli führten Gerichtsmediziner Nachforschungen auf dem Friedhof des deutschen Priesterkollegs Campo Santo Teutonico im Vatikan durch, nachdem die Familie Orlandi nach eigenen Angaben Hinweise auf den Verbleib Emanuelas erhalten hatte. Die Ermittlungen verliefen ergebnislos.

Papst-Attentäter Agca erklärte parallel zu den von großer öffentlicher Aufmerksamkeit begleiteten Gräberöffnungen auf dem Campo Santo über seinen Anwalt, Emanuela lebe; es handele sich um eine vom US-Geheimdienst CIA konzertierte internationale Verschwörung. Emanuelas Bruder Pietro Orlandi äußerte starke Zweifel an dieser Version. Agca suche lediglich mediale Aufmerksamkeit, sagte Orlandi Ende Juli.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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Lesermeinungen

  6. August 2019 
 

interessant

Interessante Meldung. Auch interessant, dass zwei hier ziemlich unbekannte Kommentarschreiber auftauchen und dementieren. Weshalb, mphc und Lo Bartolo? Wisst ihr mehr?


2
 
 Smaragdos 6. August 2019 
 

Kann man einen Exorzismus auf einem Ungetauften ausführen? Wenn ja, müsste man das dringend bei Ali Agca tun. Ich frage mich ernsthaft, von wievielen Geistern der besessen ist.


11
 
 Lo Bartolo 6. August 2019 

Arme Seele

Agca ist eine Armee Seele. Wir sollten für ihn beten und seine Äußerungen nicht zu ernst nehmen.


8
 
 mphc 6. August 2019 

Nicht einmal ignorieren -

wie man so schön in Österreich sagt.
Ali Agca ist ein Dampfplauderer erster Klasse.


9
 

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