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Vatikandiplomat: Respekt für Brexit, mehr Dialog in Europa

24. August 2019 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Päpstlicher Außenbeauftragter Gallagher: Angesichts der Frustration vieler Europäer braucht es Dialog, "wenn man nicht nationalen oder europäistischen Extremismus fördern will"


Rom (kath.net/KAP) Der vatikanische "Außenminister", der britische Erzbischof Paul Richard Gallagher, hat gemahnt, die Entscheidung der Briten für den Brexit zu respektieren. "Wir müssen dafür beten, dass es am Ende sowohl für die Briten wie für die Europäer gut ausgeht", sagte der Außenbeauftragte des Heiligen Stuhls laut einem Bericht der italienischen katholischen Nachrichtenagentur SIR (Mittwochabend) am Rande eines Katholikentreffens in Rimini.


Gleichzeitig muss laut Gallagher immer wieder daran erinnert werden, dass ein geeintes Europa einen Wert an sich darstellt. "Nach zwei Weltkriegen, einer zerstörten Wirtschaft, hat uns der Aufbau des Projektes Europa 70 Jahre Frieden und Wohlstand geschaffen", wird Gallagher zitiert. Wohlstand alleine aber genüge nicht.

Das seit einigen Jahren aufkommende europaskeptische Phänomen des Souveränismus habe die Tendenz, sich abzuschließen und auszuschließen. Wer ein starkes und einiges Europa schaffen will, muss sich nach Aussage Gallaghers öffnen, Dialog führen und zusammenarbeiten. Angesichts der Frustration vieler Europäer brauche es den Dialog, "wenn man nicht nationalen oder europäistischen Extremismus fördern will", so der Vatikandiplomat. Dazu aber müssten sich die europäischen Institutionen noch stärker den Menschen öffnen.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten



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