Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertrauenskrise in der Kirche
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  5. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  8. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  11. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  12. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘
  13. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
  14. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

Frischer Wind aus den USA für die Berufungspastoral

26. August 2019 in Kommentar, 26 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In Deutschland ist die Priesterausbildung faktisch am Ende. Das weiß jeder, der die aktuellen Weihezahlen kennt. In den USA dagegen steigen die Berufungszahlen seit Jahren konsequent an - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
In Deutschland ist die Priesterausbildung faktisch am Ende. Das weiß jeder, der die aktuellen Weihezahlen kennt. In den USA dagegen steigen die Berufungszahlen seit Jahren konsequent an. Im Jahr 2000 wurde in den USA 442 junge Männer zu Priestern geweiht. Im Jahr 2018 waren es 518 Neupriester. Zum Vergleich: 1985 wurden 533 geweiht. Darüber waren die Vertreter der deutschen Berufungspastoral bei ihrer Reise in die USA beeindruckt. Regelrecht begeistert äußerte sich Bischof Timmerervers, der in der DBK für Berufungspastoral zuständig ist, im Interview mit der kna. Während man in Deutschland zuweilen den Eindruck hat, als sei der Gedanke, junge Männer für den Priesterberuf interessieren zu können in vielen Bistümern schon aufgegeben, sprudelt die Berufungspastoral in den USA geradezu vor Ideen. Die Folge sind derart signifikant steigende Berufungszahlen in den Seminaren der USA.

Aus der Krise der Kirche bilde sich da etwas ganz neues, so betonte der Bischof im Interview. Die Krise in den USA war und ist deutlich heftiger als in Deutschland. McCarrick liegt wie ein dunkler Schatten über der Kirche in den USA. Die Zahlen sind dramatisch höher und die Fälle reichen bis in die jüngste Vergangenheit. Glaubte man der häufig vertretenen These des Zusammenhanges zwischen Vertrauensverlust der Kirche und sinkenden Berufungen, so wären solchen Zahlen in den USA unmöglich. Es liegt wohl doch an anderen Faktoren, ob und wie sich junge Männer für den Priesterberuf begeistern lassen.


Adoration for Vocations ist eine der vielen Ideen aus den USA. Der Leiter des Zentrums für Berufungspastoral in Deutschland, Direktor Michael Maas, bemüht sich darum, solche und ähnliche Ideen auch nach Deutschland zu bringen. Ein eigenes Gebetbuch unter dem Titel „Beten – Anbetungsstunden, Gebete und Fürbitten um geistliche Berufungen“ hat das ZfB extra dafür herausgegeben. Eine Berufungsmonstranz wurde von einem Künstler gestaltet. Diese Monstranz hat die Gestalt einer Flamme. Die Symbolsprache ist sprechend. Ohne die Flamme des Heiligen Geistes gibt es keine Berufungen, aus der Flamme des Dornbusches, der brennt aber nicht verbrennt, spricht Gott zu Moses und schickt ihn auf den Weg. Erneuerung auch der Berufungspastoral aus der Eucharistie und der Anbetung erscheint sinnvoll.

Im Zentrum für Berufungspastoral in Freiburg ist man für Berufungsförderung und Gebet um Berufung nicht untätig. In den Diözesen und erst recht in den Gemeinden kommt davon leider kaum etwas an. Stattdessen stellte die Regentenkonferenz schon vor drei Jahren die Nulllinie der Priesterberufungen in der katholischen Kirche in Deutschland fest. Es ist diese schon fast deistisch wirkende Haltung, die Gott kein Eingreifen mehr zutraut, welche einen ratlos werden lässt.

Diözesanstellen für Berufungspastoral existieren unter „ferner liefen“. Pastorale Prozesse scheinen keine Berufungen zu benötigen. Die Strukturdebatten überlagern alles.

Man sah die Folgen am Weltgebetstag für geistliche Berufungen. Die Gebetsaktion „Werft die Netze aus“ versandete in einigen Regionen in Deutschland. Riesige Lücken klafften auf der interaktiven Landkarte der Gebetsaktion. Das sind exakt die Lücken, die insgesamt in der Berufungspastoral klaffen. In den USA hat man Jugend- und Hochschulpastoral mit der Berufungspastoral vernetzt. Dort scheint auch die Stoßrichtung der Berufungspastoral etwas klarer zu sein. In Rosemary Sullivan lernten die Besucher aus Deutschland eine kompetente Frau kennen, die in den USA die Berufungspastoral der Diözesen ist. Die Direktorin der „National Conference of Diocesan Vocation Directors“, erläuterte der Delegation aus Deutschland sowohl die strukturelle als auch die inhaltliche Ausrichtung der Berufungspastoral in den USA. Es wird sich zeigen, was das ZfB davon in Deutschland umsetzen kann, um frischen Wind in die Berufungspastoral zu bringen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  2. Geht zu denen, die Christus nicht kennen
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  5. Panik in Magdeburg
  6. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  7. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  8. Der Tod der Theologie in Deutschland
  9. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  10. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung






Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  8. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  9. 'Ich denke, dass Gott der Größte ist! Er kann alle Türen für uns öffnen'
  10. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  11. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  12. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  13. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“
  14. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  15. Unternehmer Guido Quelle: „Ich bin aus der evangelischen Kirchengemeinschaft ausgetreten“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz