28 August 2019, 12:30
Petrus – der hauptsächliche Zeuge des Auferstandenen
 
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Franziskus: ... wenn Petrus vorüberkam. Die ganze Existenz des Petrus ist durchdrungen von Christus. Das ‚Feldlazarett’ Kirche. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk. Alle kamen einmütig in der Halle Salomos zusammen. Selbst die Kranken trug man auf die Straßen hinaus und legte sie auf Betten und Liegen, damit, wenn Petrus vorüberkam, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel. Auch aus den Städten ringsum Jerusalem strömten die Leute zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte mit. Und alle wurden geheilt“ (Apg 5,12.15-16).

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In der heutigen Katechese zur 26. Generalaudienz des Jahres 2019 setzte Papst Franziskus seine Reihe der Betrachtungen über die Apostelgeschichte fort. Vor rund 15.000 Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz widmete er die siebte Katechese dem Thema: „Petrus – der hauptsächliche Zeige des Auferstandenen“.

Die Apostelgeschichte spreche von dem großen Reichtum, den der Herr seiner Kirche verliehen habe. Die Apostel „besaßen weder Silber noch Gold, ihre Kraft und Stärke ist der Herr (vgl. Apg 3,6)“. So wachse die junge Kirche und sei fruchtbar trotz aller äußeren Anfeindungen.

Lukas erwähne ausdrücklich die vielen Zeichen und Wunder, welche die Verkündigung der Apostel begleiteten, und insbesondere auch ihre Sorge um die Schwächsten. Im Kapitel 5 der Apostelgeschichte zeige sich die entstehende Kirche als „Feldlazarett“, das die schwächsten Menschen, das heißt die Kranken, aufnehme. Die Kranken seien privilegierte Empfänger der frohen Verkündigung des Reichs, „sie sind Brüder und Schwestern, in denen Christus auf besondere Weise gegenwärtig ist, um sich von uns allen suchen und finden zu lassen“.

Petrus spiele dabei eine herausragende Rolle, aber nicht die Hauptrolle. Alles, was der Apostel tue, bewirke letztlich ein anderer.

Was Petrus vollbringe, sei eigentlich das Werk seines Meisters, des auferstandenen Herrn (vgl. Joh 14,12). Die ganze Existenz des Petrus „ist durchdrungen von Christus“. Der Herr handle durch die Worte und Gesten, ja sogar durch die bloße physische Präsenz des Petrus und führe so sein Heilswerk fort.

Das gnadenreiche Wirken der Apostel findet nicht nur Beifall. Die Sadduzäer möchten sie zum Schweigen bringen. Petrus reagiere darauf mit einem Wort, das für jeden Christen als Schlüssel des christlichen Lebens bedeutsam sei: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg 5, 29): „das heißt, ohne Vorbehalte, ohne Aufschub, ohne Berechnungen auf Gott zu hören, sich an ihn halten, um fähig zu werden, mit ihm und mit dem, den wir auf unserem Weg begegnen, einen Bund zu schließen“.

„Bitten wir den Heiligen Geist“, so der Papst abschließend, „er möge auch uns in aller Bedrängnis stärken und uns die liebevolle und tröstende Gegenwart des Herrn erfahren lassen!“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Herzlich grüße ich die Pilger aus den Ländern deutscher Sprache. Vom Geist des Herrn durchdrungen, konnten die Apostel das Heilswerk Christi auf Erden weiterführen. Stellen wir uns dem Herrn ganz zur Verfügung, denn er möchte auch durch uns in der Welt wirken und den Menschen unserer Zeit seine Nähe zeigen.



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