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Gamaliël und die Kriterien der Unterscheidung

18. September 2019 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Franziskus: nicht wie Kämpfer gegen Gott dastehen! Die Unterscheidung – eine Kunst, eine Übung der geistlichen Intelligenz der Kinder Gottes, die lernen, die Spuren der Gegenwart des Vaters in der Geschichte zu sehen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Da erhob sich im Hohen Rat ein Pharisäer namens Gamaliël, ein beim ganzen Volk angesehener Gesetzeslehrer; er befahl, die Apostel für kurze Zeit hinausführen. Dann sagte er: Israeliten, überlegt euch gut, was ihr mit diesen Leuten tun wollt! Darum rate ich euch jetzt: Lasst von diesen Männern ab und gebt sie frei; denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen stammt, wird es zerstört werden; stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten; sonst werdet ihr noch als Kämpfer gegen Gott dastehen“ (Apg 5,34-35.38-39).

In der heutigen Katechese zur 28. Generalaudienz des Jahres 2019 setzte Papst Franziskus seine Reihe der Betrachtungen über die Apostelgeschichte fort. Vor rund 15.000 Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz widmete er die siebte Katechese dem Thema: „Die Kriterien der Unterscheidung der Geister“.

Vom Heiligen Geist gestärkt ließen sich die Apostel durch nichts und niemanden von der Verkündigung des Evangeliums abhalten – auch nicht von den jüdischen Autoritäten, die sie zum Tode verurteilten, so Franziskus.


Da aber melde sich der Pharisäer Gamaliël im Hohen Rat zu Wort und gebe uns ein gutes Beispiel für die Kunst der Unterscheidung angesichts von Situationen, die die gewohnten Denkmuster überstiegen.

Anhand einiger Beispiele führe er uns vor Augen, dass alles, was Menschen ersinnten und verwirklichten, nur für eine relativ kurze Zeit existiere und schon bald wieder von alleine vergehe, während das, was von Gott komme, bleibend gültig sei und dauerhaft Bestand habe.

Mit prophetischer Weisheit warne er vor der Versuchung vorschneller Urteile und lade ein abzuwarten. Denn Gott „spricht und zeigt sich auch durch die Zeit, die nach und nach sichtbar macht, was von Dauer ist und was nicht, was von Gott kommt und was nur Menschenwerk ist“.

Die von Gamaliël verwirklichte Unterscheidung sei auch für uns, die kirchliche Gemeinschaft des dritten Jahrtausends, eine kostbare Kunst, „weil sie uns einlädt, vorausschauend und kontemplativ die Ereignisse zu betrachten, keine voreiligen Urteile zu fällen und die Dynamik eines Prozesses innerhalb einer bestimmten, breiteren Zeitspanne zu erfassen.

Er lade uns ein zu verstehen, dass Unterscheidung keine Standardlösungen biete, weil sie eine Kunst sei, eine Übung der geistlichen Intelligenz der Kinder Gottes, die lernten, die Spuren der Gegenwart des Vaters in der Geschichte zu sehen.

„Bitten wir den Heiligen Geist“, so der Papst abschließend, „in uns zu wirken, damit wir persönlich und als Gemeinschaft den ‚Habitus’ der Unterscheidung erlangen können. Bitten wir ihn, die Einheit der Heilsgeschichte in unserer Zeit und auf den Gesichtern unserer Mitmenschen immer durch die Zeichen des Vorübergangs Gottes sehen zu können, damit wir lernen, dass die Zeit und die menschlichen Gesichter Botschafter des lebendigen Gottes sind“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ein herzliches Willkommen den Pilgern deutscher Sprache. Ich grüße die verschiedenen Schülergruppen, insbesondere die Cäcilienschule Wilhelmshafen und die Gerhardinger Realschule Cham sowie die Gemeinschaft des interdiözesanen Priesterseminars Leopoldinum Heiligenkreuz. Bitten wir den Heiligen Geist um die Gabe der Unterscheidung, die uns die Zeichen der Gegenwart Gottes in der Welt von heute erkennen lässt.




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Lesermeinungen

 stephanus2 19. September 2019 
 

Sorry..

was ich vom Papst höre/lese, gefällt mir zu 90% einfach nicht. Zu viele Füllworte, oft mangelt es an Substanz, wird drum rum geredet, verdreht..als ob er nicht aus ehrlichem Herzen und klarer Vernunft spräche. Hm...


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 Karlmaria 18. September 2019 

In meiner Diözese ist dieses Wort von Gamaliel sehr verbreitet

Wenn es von Gott ist kann es sowieso keiner hindern. Und wenn es nicht von Gott ist wird es sowieso wieder verschwinden.

Ein Beispiel ist die Kirche selbst. Weil die Kirche von Gott gegründet und geleitet wird deshalb hat die Kirche schon so lange Bestand.

Und der Irrtum kommt durch die Zeit automatisch zum Vorschein. Ich bin ja jetzt etwas älter und kann das sehen dass das stimmt. Junge Leute sind da natürlich ungeduldiger.

Zum Beispiel wenn ich mal wieder eine ganz tolle Frau kennen lerne. Da spielt die Zeit eben auch eine Rolle um zu erkennen ob diese Frau wirklich zu mir passt. Alte Leute raten immer in dieser Art. Lass dir bloß Zeit und mach da nicht zu schnell.

Und die Irrlehren in der Kirche sind ja meistens auch schnell wieder verschwunden. Das mit dem synodalen Weg hat ja nun wirklich nicht lange gedauert.

Gott wird von uns am meisten geehrt wenn wir auf Ihn und Seine Führung vertrauen. Wenn wir darauf vertrauen dass uns Alles zum Besten dienen muss. Römer 8,28!


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 Montfort 18. September 2019 

Nein, Gamaliël lädt nicht dazu ein, KEINE Urteile zu fällen,

sondern dazu, KEINE GEWALT gegen die Apostel anzuwenden.

"Die von Gamaliël verwirklichte Unterscheidung sei auch für uns, die kirchliche Gemeinschaft des dritten Jahrtausends, eine kostbare Kunst, „weil sie uns einlädt, vorausschauend und kontemplativ die Ereignisse zu betrachten, keine voreiligen Urteile zu fällen und die Dynamik eines Prozesses innerhalb einer bestimmten, breiteren Zeitspanne zu erfassen.

Er lade uns ein zu verstehen, dass Unterscheidung keine Standardlösungen biete, weil sie eine Kunst sei, eine Übung der geistlichen Intelligenz der Kinder Gottes, die lernten, die Spuren der Gegenwart des Vaters in der Geschichte zu sehen."

Der ERSTE KLÄRUNGSSCHRITT jeder geistlichen Unterscheidung ist es, zu klären, was fas Ziel ist und ob etwas mit den GEBOTEN GOTTES übereinstimmt.


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