Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  6. Schisma auf leisen Sohlen
  7. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  10. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  11. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  12. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  13. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  14. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  15. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl

Respekt für eine klare Entscheidung und klare Worte

23. September 2019 in Kommentar, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Klarheit bei der Frage nach Priesterweihe für Frauen mutig gegen den Mainstream zu argumentieren, verdient großen Respekt für Prof. Marianne Schlosser - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Es war dem Grunde nach keine Überraschung, wie massiv die Forderung nach Priesterweihe für Frauen in dem Forum „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ sein würde. Der Bericht der Arbeitsgruppe wurde sehr deutlich. Ein Mitglied der Gruppe war Prof. Dr. Marianne Schlosser, die wenige Tage nach Bekanntwerden des Berichtes öffentlich auf Distanz zu dieser Gruppe ging und deutliche Kritik übte.

Es sieht so aus, als sei eine weiter Mitarbeit der Professorin ausgeschlossen. Die Kritik bezog sich unter anderem auf die Kurzfristigkeit der anberaumten Sitzungen der Arbeitsgruppe. Kritisch sieht die Wissenschaftlerin zudem die "interessengeleitete Fixierung auf das Weihesakrament". Diese sei weder theologisch und geschichtlich noch pastoral und geistlich gerechtfertigt, berichten mehrere Portale und Zeitungen unter Verwendung einer kna- Meldung. Das Lehramt der katholischen Kirche, betonte Schlosser zu Recht, hat verbindlich festgelegt, dass die Kirche keine Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden.

Man muss die Entscheidung von Frau Prof. Schlosser so deutlich auf Distanz zu gehen akzeptieren. Diese Entscheidung ist persönlich und steht damit über jeder Kritik. Auch eine eventuell weiter Mitarbeit hätte man akzeptieren müssen. Lobenswert ist an dieser Stelle die mutig und klar vorgetragene Position der Kirche, wie sie in Ordination sacerdotalis verbindlich zu glauben vorgelegt wurde. Es gibt keinen Spielraum für fruchtbare Diskussionen in dieser Frage.


Die Klarheit in dieser Frage mutig gegen den Mainstream zu argumentieren, verdient großen Respekt. Die erdrückende Mehrheit der Teilnehmer an den Vorbereitungen zum „Synodalen Weg“ postuliert die Frauenweihe in der einen oder anderen Form. Selbst Bischöfe lavieren herum, indem – als sei das Verhandlungsmasse – über ein Diakonat der Frau fabuliert wird. Es braucht klare Worte. Wir brauchen kein Schwadronieren darüber, die Entscheidung sei verbindlich, aber die Diskussion nicht beendet. Der Vorsitzende der DBK und viele andere gefallen sich in solch sophistischen Wortspielen. Das verlagert das Problem aber nur in eine ungewisse Zukunft.

Irgendwann werden auch die Bischöfe, die jetzt unsinnige Hoffnungen wecken, Farbe bekennen müssen. Dann sind nicht nur die eigenen Hoffnungen der Frauen und Männer, die sich in Fragen der Priesterweihe irren, enttäuscht.

Dann sind auch die Hoffnungen enttäuscht, die diese Bischöfe geweckt haben. Das ist umso schlimmer. Jede Stimme, die in Klarheit und Wahrheit spricht, ist hier zu loben. Dazu braucht es keine unmittelbare Teilnahme am „Synodalen Weg“. Es ist aber wichtig, die Player dieser kirchlichen Show mit den harten theologischen Tatsachen zu konfrontieren. Auch die interessierte Öffentlichkeit braucht wahre Worte über das, was die Kirche lehrt. Nebelkerzen und falsche Hoffnungen schaden nur.

So lehrt einen jeden, dem die Kirche am Herzen liegt der vorliegende Fall vor allem eines: Mitwirkung am „Synodalen Weg“ heißt nicht unbedingt in den Stuhlkreisen zu sitzen. Wie Mitwirkung auch aussehen kann, hat uns Frau Prof. Schlosser gezeigt.

Offen die Wahrheit bekennen und die Fehler in den Dokumenten offenlegen. Die Teilnehmer des „Synodalen Weges“ täten gut daran, diesen externen Wortmeldungen aber auch den externen Fragen echte Aufmerksamkeit zu schenken. Denn auch dies zeigt der aktuelle Fall: Von der Arbeitsgruppe wurden die Einwände der Wissenschaftlerin komplett ignoriert. So geht es nicht.

Die Klarheit und Wahrheit in der Wortmeldung von Prof. Marianne Schlosser in der Öffentlichkeit sind ein exzellentes Beispiel, wie der „Synodale Weg“ zu begleiten ist. Es geht darum klar zu machen, dass die Funktionärsinteressen nicht unbedingt dem Glauben der Kirche entsprechen. Es geht nicht an, dass sogar Bischöfe die Menschen über den Glauben der Kirche im Unklaren lassen und sich in populistischen Wortwolken betätigen. Hier ist Widerspruch angezeigt und unbedingt nötig.

Nicht jeder von uns bekommt für seinen Protest eine kna-Meldung. Aber Leserbriefe, Blogartikel, Briefe an Bischöfe und Funktionäre, Kommentare in den sozialen Medien und viele andere Möglichkeiten gibt es in unserer Zeit. Auch wenn es derzeit nicht so aussieht, es gibt durchaus Chancen, von außen auf den „Synodalen Weg“ einzuwirken. Ein Dank nach Wien an eine mutige Frau, die gezeigt hat, wie es geht.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Geht zu denen, die Christus nicht kennen
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Panik in Magdeburg
  5. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  6. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  7. Der Tod der Theologie in Deutschland
  8. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  9. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  10. MEHR hippe Missionare in Augsburg






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  4. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  7. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  10. „Es war, als sähe ich Jesus wirklich“
  11. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. Paris: Klassische lateinische Messe bringt eine neue Generation in die katholische Kirche
  14. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland
  15. Buchneuheit: Nuntius Eterović, Stärke deine Brüder. Impulse für eine lebendige Kirche in Deutschland

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz