Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Wozu brauchen wir die Kirche überhaupt?
  2. Erzbischof meint: Sie werden sonst in der Hölle landen!
  3. Das II. Vatikanische Konzil: Probleme der Interpretation
  4. Diözese Linz: Gay-Fahne auf katholischer Kirche
  5. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  6. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  7. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  8. R.I.P. Georg Ratzinger
  9. China-Dissident behauptet: China hat Vatikan-Schweigen gekauft
  10. Vatikanberaterin bringt "Kardinalskollegium mit Frauen" ins Spiel
  11. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  12. Fridays For Future Weimar: „Die Polizei diskriminiert, mordet, prügelt, hehlt“
  13. Dümmer geht nimmer!
  14. Die Helden von Kalifornien
  15. Prozession zur Ehre des hl. Johannes erstmals seit 14. Jahrhundert verboten!

Umfrage: Christen haben positives Image, Muslime nicht

1. Oktober 2019 in Österreich, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Aktuelle Umfrage: Mehrheit der Bevölkerung in Österreich besonders kritisch gegenüber dem Islam - Studienautor: Religiosität schützt tendenziell vor Vorurteilen


Salzburg (kath.net/KAP) Die Mehrheit der Bevölkerung ist überwiegend positiv oder neutral zu Christen, Buddhisten und Atheisten eingestellt; Juden und Hindus werden kritisch betrachtet, auf besonders viel Ablehnung stoßen Muslime. Zu diesem Ergebnis kommt die 2018 durchgeführte "Soziale Survey Österreich"-Umfrage der Universitäten Wien, Graz, Linz und Salzburg (SSÖ), an der 1.200 Menschen teilnahmen. So gehört für die Mehrheit der Befragten der Islam nicht zu Österreich, 45 Prozent wollen, dass die Rechte von Muslimen eingeschränkt werden. Deutlich wurde auch, dass Geschlecht und Religiosität islamkritische Einstellungen beeinflussen: Frauen sind demnach islamkritischer eingestellt als Männer, wohingegen tief religiöse Menschen eine tolerantere Sichtweise vertreten als "Abergläubische".

"Religiosität scheint sogar vor Vorurteilen zu schützen", sagte Studienautor Wolfgang Aschauer von der Universität Salzburg wörtlich im Ö1-"Morgenjournal" am Donnerstag. "Abergläubischen" Menschen attestierte er eine größere Anfälligkeit für Verschwörungstheorien. Er sehe keinen Konflikt zwischen Religionen, sondern Spannungen zwischen Kulturen.


Während 38 Prozent der Befragten positiv gegenüber Atheisten oder Menschen ohne religiöses Bekenntnis eingestellt sind, sind es nur 31 Prozent gegenüber Juden und 33 Prozent bei (in Österreich marginal vertretenen) Hindus. Gegenüber Muslimen haben nur 25 Prozent eine positive Sichtweise, viel häufiger sind negative Bewertungen. Starke Unterschiede zeigen sich dabei nach Altersgruppen, Bildung und Einkommen: Personen über 75 Jahre, Lehrabsolventen und Personen in niedrigen Einkommenskategorien sehen den Islam am kritischsten, so die Studienautoren.

Vorurteile gegenüber Islam am stärksten

Eine Mehrheit der Befragten (70 Prozent) denkt, dass der Islam nicht in die westliche Welt passt; etwa zwei Drittel sehen das Tragen eines Kopftuchs als Symbol der Unterdrückung muslimischer Frauen und finden, dass dies in Schulen verboten werden sollte. Laut Aschauer sind negative Urteile gegenüber Muslimen somit im Vergleich zu anderen religiösen oder zugewanderten Gruppen am stärksten. Den Grund der verbreiteten islamkritischen Einstellungen sieht Aschauer - wie er sagte - im politischen und medialen Diskurs der letzten Jahre, in dem Muslime besonders kritisch betrachtet wurden.

Die Autoren des SSÖ bewerten die Ergebnisse als "Tendenzen des Ethnozentrismus", die auch mit diskriminierenden Haltungen einhergehen könnten. Damit steige jedoch die Gefahr, dass die in Österreich lange etablierte Religionsfreiheit von Muslimen Einschränkungen erfahren könnte.

Das Umfrageprojekt der Partneruniversitäten Wien, Graz, Linz und Salzburg verwendete zur näheren Betrachtung der Einstellungen gegenüber Muslimen elf Indikatoren. Die Zielsetzung der verwendeten Skala war, Ängste vor Terrorismus zu erheben und auf Wahrnehmungen einer kulturellen Bedrohung Bezug zu nehmen. Sätze wie "Muslime müssen sich in Österreich an unsere Kultur anpassen", "Der Staat soll islamische Gemeinschaften beobachten" und "Muslime stellen keine kulturelle Bereicherung dar" erhielten dabei die höchste Zustimmung von den Befragten.

Kirchenbezogene Spiritualität verliert an Bedeutung

Die "SSÖ" befragte ihre Teilnehmer auch zur Häufigkeit des Gottesdienstbesuches oder persönlichen Erfahrungen mit "alternativen Spiritualitäten". So haben laut Umfrage nur 20 Prozent Teil der Befragten Vertrauen in die Kirche und auch kirchenbezogene Religiosität verliert an Bedeutung. Fast die Hälfte findet, dass die Kirche in Österreich zu viel Macht hat. Zwei Drittel der 1.200 Befragten gaben trotzdem an, dass die Religion in "schwierigen Lebensphasen und persönlichen Krisensituationen" nützlich sein kann.

Immer mehr Verbreitung finden hingegen "alternative Körper- und Bewusstseinsübungen" wie Yoga und Tai Chi. So gaben etwa 15 Prozent an derartige Praktiken in den letzten zwölf Monaten ausgeübt zu haben; mit Esoterik wie Wahrsagerei oder Astronomie kommen hingegen deutlich weniger Menschen in direkten Kontakt.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Albertus Magnus 1. Oktober 2019 
 

Liebe Redation

" ... Esoterik wie Wahrsagerei oder Astronomie .. "??

Ich halte Astronomie für eine seriöse Wissenschaft, was ich von Astrologie nicht behaupten kann. Daher kann ich mir nicht vostellen, dass die Befragten bei dieser Umfrage wirklich "Astronomie" genannt haben.


2

0
 
 Chris2 1. Oktober 2019 
 

Vorurteile sind überlebenswichtig.

Ein Vorteil beruht in aller Regel auf eigenen oder kollektiven Erfahrungen und kann im Alltag sogar lebensrettend sein (etwa: Ein scheinbar kleines Auto ist noch weit entfernt, ich kann also die Straße gefahrlos uberqueren - fatal bei einem mit 120 durch die Stadt rasenden Mini). Es kann sogar für ganze Gesellschaften zukunftsentscheidend sein. Etwa der Merksatz "Fast kein Moslem ist Terrorist, aber fast jeder Terrorist ist Moslem". Wer aus ideologischer Verblendung trotzdem völlig unkontrolliert hunderttausende (Millionen?) junge Männer aus islam(ist)ischen Ländern ins Land lässt, braucht sich über z.B. Anschläge wie 2016 (allein in D mindestens Würzburg, Ansbach, Essen, Berlin) nicht zu wundern. Dass mit Kriminellen und Islamisten auch die männliche Jugend ganzer Landstriche in Afrika zu uns abwandert, ohne hier gute Perspektiven zu haben, wird sich für uns wie die zurückgelassenen Frauen, Kinder und Alten noch verheerend auswirken.


8

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Sex vor Ehe - Islamische Auspeitschung mit Mundschutz in Indonesien
  2. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  3. Deutliche Mehrheit der Deutschen lehnt öffentliche Muezzin-Rufe ab
  4. Hessen beendet Religionsunterricht in Kooperation mit der DITIB
  5. Der Muezzinruf ist „eine Negativaussage bzgl. anderen Religionen“
  6. Frankreich will ab 2024 keine ausländischen Imame mehr ins Land lassen
  7. „Die meiste Angst vor islamischem Fundamentalismus haben Muslime“
  8. Neuer Augsburger Bischof: CSU soll sich für Muslime öffnen
  9. Ägypten: Strafe für sunnitischen Prediger
  10. Wenn sich der Islam radikalisiert








Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Georg Ratzinger
  2. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  3. Diözese Linz: Gay-Fahne auf katholischer Kirche
  4. Das II. Vatikanische Konzil: Probleme der Interpretation
  5. Erzbischof meint: Sie werden sonst in der Hölle landen!
  6. Wozu brauchen wir die Kirche überhaupt?
  7. Keine Veranlassung etwas zu ändern!
  8. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  9. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  10. Die Sprache der Engel
  11. Die Helden von Kalifornien
  12. China-Dissident behauptet: China hat Vatikan-Schweigen gekauft
  13. Washington DC.: Priester angegriffen und verletzt
  14. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  15. „In dieser Stunde der Trauer…“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz