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"Wir sind wahre Freunde von Papst Franziskus"

30. September 2019 in Weltkirche, 40 Lesermeinungen
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Eine Klarstellung zur Bedeutung der Treue zum Papst - Von Raymond Leo Kardinal Burke und Bischof Athanasius Schneider


Vatikan (kath.net)
Kein ehrlicher Mensch kann länger leugnen, dass eine fast allgemeine Verwirrung in der kirchlichen Lehre unserer Tage herrscht, vor allem wegen Unklarheiten über die Unauflöslichkeit der Ehe, die relativiert wird durch die Praxis der Zulassung zur heiligen Kommunion von Personen, die in irregulären Verhältnissen zusammenleben, wegen der wachsenden Akzeptanz homosexueller Handlungen, die der Natur und dem offenbarten Willen Gottes zuinnerst widersprechen, wegen der Irrtümer über die einzigartige Stellung unseres Herrn Jesus Christus und Seines Erlösungswerks, das durch irrige Erklärungen zur Vielfalt der Religionen relativiert wird, und besonders wegen der Anerkennung verschiedener Formen des Heidentums und von dessen Ritualen durch das Instrumentum Laboris für die bevorstehende Sonderversammlung der Bischofssynode für Pan-Amazonien.

Angesichts dieser Tatsachen verbietet uns das Gewissen zu schweigen. Wir als Brüder im Bischofskollegium sprechen mit Liebe und Respekt, damit der Heilige Vater die offensichtlich falschen Lehraussagen im Instrumentum Laboris für die bevorstehende Sonderversammlung der Bischofssynode für Pan-Amazonien eindeutig zurückweisen kann und der praktischen Abschaffung des priesterlichen Zölibats in der lateinischen Kirche durch die Billigung der Weihe sogenannter “viri probati” nicht zustimmt.

Mit unserer Intervention bringen wir als Hirten der Herde unsere große Liebe zu den Seelen, für die Person von Papst Franziskus selbst und für das göttliche Geschenk des Petrusamtes zum Ausdruck. Wenn wir dies unterließen, begingen wir eine große Sünde der Unterlassung und des Egoismus. Denn schwiegen wir, hätten wir ein ruhigeres Leben und empfingen vielleicht sogar Ehren und Auszeichnungen. Wenn wir jedoch schwiegen, würden wir unserem Gewissen Gewalt antun. In diesem Zusammenhang denken wir an die bekannten Worte Kardinal John Henry Newmans (seine Heiligsprechung soll am 13. Oktober 2019 erfolgen): “Ich erhebe mein Glas auf den Papst, wenn Sie möchten, aber vorher auf das Gewissen, und dann erst auf den Papst” (A Letter Addressed to the Duke of Norfolk on Occasion of Mr. Gladstone’s Recent Expostulation). Wir denken an die denkwürdigen und zutreffenden Worte Melchior Canos, eines der gelehrtesten Bischöfe während des Trienter Konzils: "Petrus braucht unsere Schmeichelei nicht. Diejenigen, die jede Entscheidung des Papstes blind und unüberlegt verteidigen, unterhöhlen am meisten die Autorität des Heiligen Stuhls: sie zerstören seine Fundamente, statt sie zu festigen”.

In letzter Zeit wurde eine Atmosphäre fast totaler Unfehlbarkeit päpstlicher Erklärungen geschaffen, also jedes Wortes aus dem Munde des Papstes, jedweder Verlautbarung und rein pastoraler Dokumente des Heiligen Stuhls. Praktisch abgeschafft ist die überlieferte Regel über die verschiedenen Ebenen der Äußerungen des Papstes und seiner Behörden mit ihren theologischen Bedeutungsgraden und der entsprechenden Zustimmungspflicht der Gläubigen.

Obwohl seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil zum Dialog und zu theologischen Debatten ermutigt wurde, scheint es in unseren Tagen unmöglich geworden zu sein, aufrichtige intellektuelle und theologische Debatten abzuhalten und Zweifel zu äußern, wenn Verlautbarungen und Praktiken sowohl das Glaubensgut als auch die Überlieferung der Apostel ernsthaft gefährden und schädigen. Eine solche Situation führt dazu, dass die Vernunft und folglich auch die Wahrheit missachtet werden.

Diejenigen, die unsere Besorgnis kritisieren, bedienen sich im Wesentlichen lediglich sentimentaler Beweisgründe oder solcher der Macht. Sie wollen anscheinend keine ernsthafte theologische Auseinandersetzung. Die Vernunft wird einfach ignoriert und Beweisgründe unterdrückt.

Ehrliche und respektvolle Äußerungen von Besorgnis wegen Angelegenheiten von hoher theologischer und seelsorglicher Bedeutung im Leben der heutigen Kirche auch an die Adresse des Papstes werden sofort unterdrückt, in ein negatives Licht gerückt und mit verleumderischen Vorwürfen überschüttet: Es würden „Zweifel gesät“, man sei „gegen den Papst“ oder gar „schismatisch”.

Das Wort Gottes leitet uns durch die Apostel an, hinsichtlich der universellen und unwandelbaren Wahrheiten unseres Glaubens sicher, fest und kompromisslos zu sein und den Glauben gegen Irrtümer zu bewahren und zu verteidigen, wie der heilige Petrus, der erste Papst, schrieb: “Seid auf eurer Hut, damit ihr euch nicht durch den Irrwahn der Toren mit fortreißen lasset und eures festen Standes verlustig gehet!” (2. Pt. 3,17). Und der hl. Paulus schrieb: “... auf dass wir nicht mehr unmündige Kinder seien, hin- und herschwankend und umhergetrieben von jedem Winde der Lehre, durch die Bosheit der Menschen, durch die Arglist, welche durch Ränke der Irrlehre zu verführen weiß, vielmehr die Wahrheit üben in Liebe, und wachsen in allen Stücken in ihm, der das Haupt ist, Christus” (Eph. 4,14-15).

Man muss sich der Tatsache bewusst sein, dass der Apostel Paulus dem ersten Papst Vorwürfe machte. Es handelte sich um Vorfälle in Antiochien, die weniger schwerwiegend waren als die Irrtümer, die in unseren Tagen in der Kirche verbreitet werden. Der hl. Paulus ermahnte den ersten Papst öffentlich wegen dessen heuchlerischen Verhaltens und der daraus resultierenden Gefahr, die darin bestand, dass die Wahrheit, nach der die Vorschriften des mosaischen Gesetzes für Christen nicht mehr bindend waren, in Zweifel gezogen wurde.

Wie würde der Apostel Paulus heute reagieren, wenn er das Dokument von Abu Dhabi lesen würde, nämlich den Satz, dass Gott in seiner Weisheit gleichermaßen die Vielfalt der Geschlechter, der Nationen und der Religionen gewollt hätte (darunter auch solche Religionen, die Götzenanbetung und Lästerungen gegen Jesus Christus praktizieren)! Eine solche Behauptung führt tatsächlich zur Relativierung der einzigartigen Bedeutung von Jesus Christus und seines Erlösungswerks! Was würden der hl. Paulus, der hl. Athanasius und die anderen großen Gestalten des Christentums sagen, wenn sie einen solchen Satz sowie die Irrtümer im Instrumentum Laboris für die bevorstehende Sonderversammlung der Bischofssynode für Pan-Amazonien lesen würden? Unmöglich zu denken, sie würden schweigen oder sich durch Vorwürfe und Anklagen, sie sprächen “gegen den Papst”, einschüchtern lassen.

Als Papst Honorius I. im siebten Jahrhundert gegenüber der Ausbreitung der monotheletistischen Häresie, die den menschlichen Willen Christi leugnete, eine zweideutige und gefährliche Haltung einnahm, entsandte der hl. Sophronius, Patriarch von Jerusalem, aus Palästina einen Bischof nach Rom, mit dem Auftrag, solange zu reden, zu beten und nicht still zu bleiben, bis der Papst die Häresie verurteilt. Wenn der hl. Sophronius heute lebte, würde er sicher angeklagt werden, “gegen den Papst zu sprechen".

Die Erklärung von Abu Dhabi über die Vielfalt der Religionen und besonders die Irrtümer im Instrumentum Laboris für die bevorstehende Sonderversammlung der Bischofssynode für Pan-Amazonien tragen dazu bei, dass die unvergleichliche Einzigartigkeit der Person Jesu Christi und die Unversehrtheit des katholischen Glaubens verraten werden. Und es geschieht vor den Augen der ganzen Kirche und der Welt. Eine ähnliche Situation bestand im vierten Jahrhundert, als unter dem Schweigen fast aller Bischöfe, die Wesensgleichheit des Gottessohnes zugunsten zweideutiger semi-arianischer Lehren verraten wurde. Kurzzeitig beteiligte sich sogar Papst Liberius an diesem Verrat. Der hl. Athanasius wurde nie müde, diese Zweideutigkeit öffentlich anzuprangern. Papst Liberius exkommunizierte ihn im Jahr 357 "pro bono pacis", d. h. “um des Friedens willen”, um des Friedens willen nämlich mit Kaiser Konstantius und den semi-arianischen Bischöfen des Ostens. Der hl. Hilarius von Poitiers berichtete darüber und tadelte Papst Liberius wegen dessen zweideutiger Haltung. Es ist bezeichnend, daß Papst Liberius, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, als erster Papst nicht im Römischen Martyrologium verzeichnet ist.

Unsere öffentliche Stellungnahme entspricht den folgenden Worten unseres heiligen Vaters Papst Franziskus: “Eine allgemeine und grundlegende Bedingung ist die folgende: Ehrlich reden. Niemand soll sagen: ‘Ich kann das nicht sagen, man wird das oder jenes von mir denken ...’. Es ist notwendig, alles, was man fühlt, mit parrhesia zu sagen. … Ein Kardinal schrieb mir: Welche Schande, dass mehrere Kardinäle nicht den Mut hatten, aus Respekt vor dem Papst bestimmte Dinge nicht auszusprechen, vielleicht weil sie dachten, der Papst könnte etwas anderes denken. Das ist nicht gut, es ist gegen das Prinzip der Synodalität, denn es ist nötig, alles, wovon man im Herrn fühlt, dass man es sagen muss, ohne höfliche Ehrerbietung, ohne Zögern zu sagen.” (Grußwort an die Synodenväter bei der ersten Generalversammlung der dritten außerordentlichen Tagung der Bischofssynode am 6. Oktober 2014).

Wir versichern im Angesicht Gottes, der über uns zu Gericht sitzen wird: Wir sind wahre Freunde von Papst Franziskus. Wir hegen eine übernatürliche Hochachtung für seine Person und für die höchste pastorale Autorität des Nachfolgers des hl. Petrus. Wir beten sehr viel für Papst Franziskus und ermutigen die Gläubigen, dies ebenfalls zu tun. Mit der Gnade Gottes sind wir bereit, unser Leben hinzugeben für die Wahrheit des katholischen Glaubens über den Primat des hl. Petrus und seiner Nachfolger, sollten Kirchenverfolger uns auffordern, diese Wahrheit zu verleugnen. Wir blicken auf die großen Vorbilder in der Treue zur katholischen Wahrheit des Primates des hl. Petrus, so auf den hl. John Fisher, Bischof und Kardinal der Kirche, auf den hl. Thomas Morus, einen Laien, und auf viele andere Heilige und Bekenner, und wir rufen ihre Fürbitte an.

Je mehr Laien, Priester und Bischöfe an der Unversehrtheit des Glaubensgutes festhalten und diese verteidigen, umso mehr unterstützen sie tatsächlich den Papst in seinem Petrusamt. Denn zuallererst in der Kirche gilt für den Papst die Mahnung der Heiligen Schrift: “Das Vorbild heilsamer Worte, welche du von mir gehört hast, bewahre im Glauben und in der Liebe, die in Christus Jesus sind. Behüte das anvertraute kostbare Gut durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt” (2. Tim. 1,13-14).


Raymond Leo Kardinal Burke
Bischof Athanasius Schneider

den 24. September 2019
Gedächtnis Mariä vom Loskauf der Gefangenen


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Lesermeinungen

 Montfort 6. Oktober 2019 

Nachsatz an @Eliah

Gegenüber der rein natürlichen, irdischen Liebe und Hochachtung ist die "übernatürliche" Liebe und Hochachtung jene, die ein Christ - von der Liebe Gottes erfüllt - seinen Mitmenschen entgegenbringt.

Sie ist nicht nur ein "Mehr" an Liebe und Hochachtung, sondern hat als Beweggrund nicht die eigenen "natürlichen" Bedürfnisse, sondern die freie und "übernatürliche", d.h. göttliche, aus der Fülle sich hinschenkende Liebe.

Sie allein bestimmt das Wesen, die Art und das konkrete Maß der christlichen Liebe.


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 Montfort 6. Oktober 2019 

Werter @Eliah, was sollten diese treuen Kardinäle denn anderes schreiben?!

"Wir versichern im Angesicht Gottes, der über uns zu Gericht sitzen wird: Wir sind wahre Freunde von Papst Franziskus. Wir hegen eine übernatürliche Hochachtung für seine Person und für die höchste pastorale Autorität des Nachfolgers des hl. Petrus."

Vor Gottes Gericht sind sie niemandes Feinde und "wahre Freunde" jedes Christen, ja jedes von Gott geliebten Menschen, um wieviel mehr dann des "servus servorum". Wahre Freunde aber sagen die unbequeme und ungeschminkte Wahrheit in Liebe.

Die "übernatürliche Hochachtung" bedeutet, dass sie ihm nicht weltliche, "natürliche Hochachtung" entgegenbringen, sondern die Mahnung des hl.Paulus leben und bezeugen, "dass ihr nichts aus Streitsucht und nichts aus Prahlerei tut. Sondern IN DEMUT SCHÄTZE EINER DEN ANDERN HÖHER EIN ALS SICH SELBST. Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen." (Phil 2,2-4)

Wüden sie Papst Franziskus als Person und in seinem Amt verachten, könnten die vor Gottes Angesicht nicht bestehen.


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 CALIFAX 3. Oktober 2019 

keine finsteren Gedanken zulassen!

Mir ihrem schönen Nickname, "@Ihr Priester lasst uns nicht allein", lasst uns gemeinsam auf die guten Priester und Gnadenorte schauen!

Gott ist weitaus mächtiger und wird sogar noch die Pläne der Finsternis zu seiner größeren Ehre beenden, nicht wahr?

Tut mir leid, wenn auch ich öfters mal zu bitter oder zynisch schreibe...


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 3. Oktober 2019 
 

Liebe Lesa,
es gibt aber noch etwas anderes:
Aus der Enzyklika Humanum genus Papst Leo XIII.:"Neben dem Reich Gottes auf Erden,der wahren Kirche Christi,gibt es noch ein anderes Reich,das des Satans,unter dessen Herrschaft alle stehen,die dem ewigen göttlichen Gesetz den Gehorsam verweigern(...).In unseren Tagen scheinen alle diejenigen,die dieser zweiten Fahne folgen,miteinander verschworen zu sein.
In einem überaus erbitterten Kampf unter der Leitung und Hilfe des Bundes der sogenannten Freimaurer."

Es gibt diese Enzyklika,in der `das Wesen´ der Freimaurerei beschrieben wird.
Es gibt "Die ständige Anweisung der Alta Vendita" (ehemals geheimes Dokument einer den Freimaurern nahestehenden Loge,welches auf Veranlassung mehrerer aufeinander folgender Päpste veröffentlicht werden musste).
Es gibt die Berichte über die `St Gallen Mafia´ (auf Kathpedia aus verschiedenen Quellen;Zuverlässigkeit im Einzelnen-?).
Es gibt die Botschaften über "die kirchliche Freimaurerei" an Don Gobbi.
...


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 CALIFAX 2. Oktober 2019 

"Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen." (Joh 14,2)

Geschätzter @hape: Es ist nicht meine Absicht PF als Person herabzusetzen, geschweige denn sein Heil zu bezweifeln. Er ist authentisch und direkt.

Nur an seiner Freundschaft oder Gesellschaft würde mir überhaupt nichts liegen. Und das würde ich übrigens allen traditionell Frommen empfehlen. Sie werden sonst nur verletzt werden... (wie Kard. Müller, der das nicht rechtzeitig gecheckt hat). Doch wird/kann PF keine Häresien feierlich verkünden, das geht nicht.

Aber genau wie Johannes XXIII. hat PF bspw. kaum Zugang zur kontemplativen sondern meist nur zur irdischen Welt mit ihren sozial-ökologischen, tagespolitischen Problemen. Nebenbei JXXIII. mochte weder P. Pio noch Fatima und wurde heiliggesprochen. Mir ist seine großväterlich, links-permissiv-taddrige Art aber ebenso unsympathisch gewesen ;-)


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 hape 2. Oktober 2019 

@CALIFAX - 3

Gestatten Sie mir noch eine letzte Bemerkung: „Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.“ (Joh 1,12) Kind Gottes zu werden ist demnach keine Schwäche, sondern Macht. Insofern ist nicht die Seele der kindlich Treuen gefährdet, sondern die der vermeintlich Starken. Was unser Thema angeht, so sehe ich nicht die Seelen von Kardinal Müller, Bf. Schneider oder Kardinal Burke in Gefahr missbraucht zu werden. Vielmehr sehe ich die Seelen von Papst Franziskus und seiner Mitstreiter in Gefahr, dass sie ihr ewiges Heil verlieren. Sofern sie tatsächlich die Gotteskindschaft jetzt schon verloren haben sollten, – es steht mir nicht zu, das zu beurteilen –, so haben aber auch sie Chance der Umkehr. Solange sie leben, können auch sie erneut Kinder Gottes werden. Ich meine, es lohnt sich, dafür mit Gebet, Sühne, Lobpreis und Fasten zu kämpfen. Auch um den Preis, vom Papst und seinen falschen Freunden hier auf Erden verachtet, verhöhnt und verspottet zu werden.

–––
Ende


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 hape 2. Oktober 2019 

@CALIFAX - 2

Wenn der Papst irrt, so gebietet es die Freundschaft und die Nächstenliebe, den Irrtum aufzuklären. Ein irrender Papst ist nicht nur eine Gefahr für die Kirche, sondern auch persönlich in großer Not sein Heil zu verspielen. Wenn der Papst tatsächlich bewusst und willentlich am Irrtum festhält, dann Gnade ihm Gott. Denn hinsichtlich der Ewigkeit kann er sich schon lange nicht mehr damit rausreden, ihm seinen die Fehler nicht aufgezeigt worden. Unterm Strich steht es uns aber nicht zu, darüber zu urteilen. Jedenfalls mir nicht. Meine Aufgabe ist es, für Papst Franziskus zu beten und, sofern es in meine Verantwortung fällt, seinen Irrtum aufzuzeigen. Ich denke, beides haben auch Bf. Schneider und Kardinal Burke getan und sie tun es noch immer.

–––
Fortsetzung


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 hape 2. Oktober 2019 

@CALIFAX - 1

Tut mir leid, aber ich muss schon wieder etwas ausholen. Ich schaffe es einfach nicht, mich kürzer zu fassen.

Werter @CALIFAX, Sie beschreiben die Historie wohl richtig, darin stimmen wir überein. Aber insgesamt meine ich, dass Sie Gefahr laufen, das Pontifikat von Franziskus auf das irdisch machbare zu reduzieren. Der Papst wurde doch nicht von irgendjemandem zum Freund erwählt, sondern vom Herrn selbst, von Jesus Christus. Das ist doch eine Marriage von der natürlichen mit der übernatürlichen Welt. Woher wollen Sie als Mensch denn wissen, dass Papst Franziskus das Freundschaftsangebot von Jesu schon ausgeschlagen hat? Woher wollen Sie wissen, ob er nicht doch noch umkehrt? Beurteilen Sie das vom Hörensagen und durch akribische Beobachtung irdischer Quellen? Oder können Sie so in das Herz des Papstes hineinschauen, wie der Herr es kann und tut?

–––
Fortsetzung


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 lesa 2. Oktober 2019 

Eph 6

Liebe @Ihr Priester..! Danke für Ihre Entgegnung! Die Fakten, die Sie da aufzählen, existieren leider. Es stimmt, dass es ihm nicht hilft, dies nicht zu benennen und beschönigen. Es ist aber,als ob er diese Seite der Pastoral, die dringende eindeutige "Verkehrsregelung", nicht sieht. Und ich gesetehe, es handelt sich um eine spezielle Anfechtung des Verwirrers im Inneren der Kirche, die nur weggebetet werden kann. Der bekannte Rauch kann bis in die Köpfe von Päpsten, Kardinälen, Bischöfen gelangen. Würden sie es erkennen, würden sie doch wohl anders handeln.
Das ist das Eine. Dass der Heilige Vater aber auf seine Weise von der Absicht her das Beste will und vielen den Eindruck vermittelt, dass auch für sie bei Gott die Tür offen ist, scheint mir wichtig. Und auch ein Papst braucht Anerkennung seiner guten Seiten. Dennoch denke ich, wie Sie, dass eindeutige Regeln ein erster Schritt wären, damit Menschen nicht "am Rande landen". Die es davor zu schützen gilt, haben auch ein Recht.


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 CALIFAX 2. Oktober 2019 

Verletzbarkeit durch Freundschaft

Doch, @hape, leider ist PF tatsächlich bevorzugt mit Links-Sozialisten & Progressisten persönlich tief verbunden und befreundet. Sie teilen offensichtlich gemeinsame Ansichten und Ziele - face it! Er war ja der auserwählte Kandidat der geheimen St. Gallen Bruderschaft, nach Ausscheiden des toxischen Martinis (Dank JPII´s heroischen Durchhaltens!).

Freundeskreise werden nicht durch "Richtiges tun" gebildet: Freundschaft ist emotional an Sympathie gebunden - im Guten wie im Schlechten.

Kard. Müller, die Dubia Kardinäle & WB Schneider sind besonders leicht zu verletzen und auszuschalten, weil sie sich selbst wie echte, loyale FREUNDE des Papstes verhalten und in ihrem kindlichen Vertrauen sich viel zu offenherzig der Feindschaft aussetzen...

Der Papst macht eigentlich nie einen Hehl daraus, wen er absolut nicht mag, sei es durch Worte oder Gesten.

(Judas Verrat war eben deshalb so tief verletzend, weil er zum Freund & Apostel erhoben war @I.Priester l.u.n.allein)


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 hape 2. Oktober 2019 

@CALIFAX

Im Schreiben von Bf. Schneider und Kardinal Burke geht es nicht um freundschaftliche Sympathie für Papst Franziskus, sondern um die Deutungshoheit dessen, was allg. als Depositum Fidei verstanden wird. Die Autoren sehen das Depositum Fidei in Gefahr und den Papst darin verstrickt. Sie versuchen, ihn und die Kirche davor zu bewahren, sich am Willen Gottes zu versündigen.

Statt darin einen Dienst der mitbrüderlichen Nächstenliebe zu erkennen, sehen sie sich dem Vorwurf ausgesetzt, Schismatiker und Feinde des Papstes zu sein. Der Vorwurf wird von Leuten erhoben, die sich zwar des Wohlwollens des Papstes erfreuen, die aber deswegen noch lange nicht seine Freunde sind. Lassen wir mal unbeachtet, dass der Papst sich seine Leute selbst aussucht und insofern für dieses Desaster verantwortlich ist. Demgegenüber stellen die Autoren klar, unter Berufung auf ihr Gewissen, das nur die Treue zum Depositum Fidei erkennen lässt, wer wahrer Freund des Papstes und wahrer Freund der Kirche ist.


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 2. Oktober 2019 
 

"Freund,dazu bist du gekommen?"

Dieser Satz ist so traurig und gleichzeitig so schön.

Er nennt ihn "Freund" und eigentlich müsste Judas angesichts dieser Liebe voller Reue in Tränen ausbrechen und seinen bösen Plan aufgeben.
Er nennt ihn "Freund",bietet ihm noch einmal Seine Freundschaft an,das Leben-,aber Judas lehnt es ab und verliert alles.
Er nennt ihn "Freund" und wie sehr muss das Heiligste Herz Jesus bei diesen Worten gelitten haben,weil einer derjenigen,denen Er die innigste Liebe, Freundschaft und Vereinigung schenken wollte,Ihn der Folter und dem Tod ausliefert.
Er nennt ihn "Freund",obwohl Er weiß,dass Judas Ihn ausliefern wird.

Judas hat die Freundschaft nicht angenommen.Aus freiem Willen hat er nicht "getan,was der Herr ihm aufgetragen hatte". Es lag nicht an Jesus.
Die Folge waren für Judas Verzweiflung und Tod.

Und an diesen Zusammenhängen hat sich bis heute nichts geändert.Jeder muss sich entscheiden-für Jesus und das Leben oder gegen Jesus und damit für den Tod.


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 CALIFAX 1. Oktober 2019 

(Feindes-)Liebe und Freundschaft

Werter @hape, Sie haben eigentlich selbst bereits die Antwort geschrieben: "Ihr seid meine Freunde, WENN ihr tut, was ich euch auftrage." Die Freundschaft Jesu ist somit NICHT völlig bedingungslos. Seine Liebe hingegen schon (ja, Feindesliebe braucht weder Sympathie noch Zuneigung).

Jesu kannte besondere Zuneigung: zu Lazarus, Marta & Maria oder eben dem Lieblingsjünger Johannes.

Ich muss jeden, auch meinem Feind Gedanken und Taten der Liebe erweisen, aber ich brauch nicht aller Freund sein zu wollen. Freundschaft beruht auf Erwählung, Sympathie und Zuneigung.

Mit diesem Mindset ist es einfacher alle Menschen zu lieben & ertragen, ohne in pseudochristlicher Agape-Liebe sich selbst untreu zu werden :-)


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 hape 1. Oktober 2019 

beten lohnt sich! 2

Vielleicht täte uns allen etwas mehr Glaube, Hoffnung und Liebe gut: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht, denen, die gemäß seinem Ratschluss berufen sind;“ (Röm 8,28) „Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten, weder Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Röm 8,38)

Hl. Erzengel Michael, ihr Hl. Schutzengel, bittet für uns!

O Maria, ohne Sünde empfangen. Bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen!

–––
Ende

Im Gebet verbunden, hape


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 hape 1. Oktober 2019 

Beten lohnt sich! 1

Freilich wird nicht jedes Gebet erhört. „Wenn ich auch schrie und flehte, er versperrte den Weg meinem Gebet. Ein Gelächter war ich all meinem Volk, ihr Spottlied den ganzen Tag. Ich sprach: Dahin ist mein Glanz und mein Vertrauen auf den HERRN.“ – Aber dann kommt’s: „An meine Not und Unrast denken ist Wermut und Gift. Immer denkt meine Seele daran und ist betrübt in mir. Das will ich mir zu Herzen nehmen, darauf darf ich harren: Die Huld des HERRN ist nicht erschöpft, sein Erbarmen ist nicht zu Ende. Neu ist es an jedem Morgen; groß ist deine Treue. Gut ist der HERR zu dem, der auf ihn hofft, zur Seele, die ihn sucht.“ (Klg 8,3 8-27)

–––
Fortsetzung


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 Federico R. 1. Oktober 2019 
 

Der mutmaßliche Hauptadressat ...

... dieses neuerlichen Brandschreibens kompetenter Kirchenmänner residiert im vatikanischen Gästehaus. Auch diesmal wird er sich unbeeindruckt zeigen, obwohl er die Hauptverantwortung trägt für die sich zuspitzende desaströse Situation. Wahrscheinlich wird er sich sogar ins Fäustchen lachen.

Nebenadressaten sind jene, die nach jahrelangen Vorarbeiten – z.B. im Schweizer St. Gallen – die eigentlich Schuldigen sind und dafür ebenfalls Rechenschaft werden ablegen müssen. Zu denken wäre da vor allem an einen deutschen Kurienkardinal, der sich eines besonders guten Drahts zum Pontifex rühmen darf, dessen Wahl er geschickt mit vorbereitet hatte und der seitdem als Domus-Marta-Theologe kräftig mitmischt. Die Verbindung Amazonas-Rhein-Tiber ist unübersehbar.

Glaubensfeste Katholiken können derzeit nur noch beten - und rätseln, was dieses Desaster wohl bedeuten mag. Ist‘s vielleicht die letzte und schwerste Prüfung des Gottesvolkes vor dem Finale? Beginn der Trennung von Schafen und Böcken?


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 lesa 1. Oktober 2019 

Das Ganze sehen

@MSM: Papst Franziskus vermittelt den Menschen, dass Gott für alle da ist und jeden liebt, und das ist in dieser verlorenen Welt Gold wert. Er ringt mit aller Kraft darum, ihnen das Vertrauen in seine Liebe zu vermitteln, wie Jesus es der Hl. Faustyna aufgetragen hat. Das ist meine Wahrnehmung, zu der ich stehe.
Dass es der Umkehr bedarf, um die Barmherzigkeit zu empfangen, kommt in seiner Verkündigung allerdings etwas zu kurz. Und dass Wahrheit und Barmherzigkeit eins sind, und deswegen Treue zur lebendigen Überlieferung unabdingbar ist, um die Kirche nicht der Spaltung auszuliefern - möchte es ihm in dieser entscheidenden Stunde klar werden. Gott befreie ihn und die Kirche von Zweideutigkeiten und Zaudern, wenn die Lecks im Kirchenschiff geschlossen werden müssen.
Es wurden ja durch Rom in letzter Zeit Schritte gesetzt in die gute Richtung. Beten wir intensiv weiter, dass Papst Franziskus in dieser brandgefährlichen Situation schnellstens Nägel mit Köpfen macht!


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 padre14.9. 1. Oktober 2019 

Jorge Mario Bergoglio wurde Papst Franziskus

auserwählt und erwählt. Damit ist er für uns alle der Papst. Papst Benedikt XVI.em
hat die Wahl auch anerkannt. Ich verstehe wirklich nicht warum manche dauernd auf unseren Papst, ja schon feindselig, herumhacken.
Machen wir es doch wie Kardinal Sarah in seinem neuen Buch schreibt. Treu zum Papst. Treu zur Hl. Katholischen Kirche. Und damit treu und vollkommen ergeben zu Jesus Christus und der Hl. Dreifaltigkeit.
Einen anderen Weg gibt es nicht.


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 MSM 1. Oktober 2019 
 

@lesa

Woran machen Sie fest, dass seine Sorge "groß und echt" ist? Es heißt:"An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen." Von diesen "Früchten" möchte ich keine essen!
Doch wenn Sie von seinen "Bemühungen" und seiner "Sorge" sprechen, die Sie als "groß und echt" deklarieren, muss wohl zuerst beleuchtet werden, um welche "Bemühungen" und "Sorge" es sich bei ihm offensichtlich handelt. Wenn es darum geht, die Kirche des Herrn in eine Katastrophe zu steuern, will ich Ihnen nicht widersprechen.


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 lesa 1. Oktober 2019 

Was braucht die Kirche heute am dringendsten?

"Was braucht die Kirche heute am dringendsten? Unsere Antwort soll euch nicht erstaunen, nicht einfältig oder geradezu unrealistisch vorkommen: Eines der größten Bedürfnisse der Kirche ist die Abwehr jenes Bösen, den wir den Teufel nennen. Wir Christen brauchen als allererstes das Gebet zum Heiligen Geist und zur Mutter Gottes, die uns zu ihm führt, genauso, wie sie uns zu Christus trägt. Er ist der Lebensspender, der Heiligmacher. Er ist der Friede und die Freude, ist Unterpfand und Anfang des ewigen, seligen Lebens. (Paul VI.)
Gerade für den Papst um diese Befreiung beten. Seit 2012 ist sichtbar geworden, wie sehr Päpste geradezu hautnah vom Widersacher umschlichen sein können. Wenn Judas nicht erkannt wird, ist es am gefährlichsten.


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 MSM 1. Oktober 2019 
 

Werter @Eliah,

genau so ist es!
Meinen herzlichsten Dank für Ihre stichhaltigen Kommentare!


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 lesa 1. Oktober 2019 

Unterscheiden

@Eliah: Diese Anrede gilt wohl dem Papst als Träger des Amtes als Stellvertreter Christi. Aber auch menschlich gesprochen: Wenn ich auch wünschte, dass der Papst die Lecks schließt, die das Schifflein Petri gefährden, z.B Amoris Laetitia, dass er "Ja oder Nein" sagt und nicht die verblendeten, liberalen Relativierer, Verräter und Kirchenzerstörer seine Berater sein lässt, sondern kirchentreue und intelligente:Seine Bemühungen, seine Sorge sind groß und echt. Dabei bleibe ich. Die Strömungen, in die die ganze Kirche und auch zum Teil Papst Franziskus durch die Ideologisierung und Beeinflussung und Vernebelung geraten sind, sind gefährlich. Sie erfordern klare Worte und einen intensiven Gebetskampf inklusive ständige Klärung und Wachsamkeit. Aber sie sind nicht eins zu eins zu setzen mit seiner Person.
@Elija Paul: Sie dürften recht haben.
Es ist ein entscheidender Moment...
Veni sancte Spiritus!


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 Zeitzeuge 1. Oktober 2019 
 

Werter Eliah!

Ich bin mir nicht sicher, ob das Originaldokument der beiden hohen
Verfasser auf deutsch abgefaßt wurde,
dann wäre der Originaltext zu prüfen.

Von dem ganz sicher unwürdigen Papst
Alexander VI. (1430-1503) ist k e i n e
theologische Fehlentscheidung bekannt.
Der Überlieferung nach soll er sogar den uns so vertrauten Schlußsatz dem
"Gegrüßet seist du, Maria" beigefügt haben.
Ich vermag aber für die Person dieses unwürdigen
Borgia-Papst keine "übernatürliche Hochachtung" zu empfinden, wohl aber
natürlich gegenüber seinem einzigartigen Amt.

Es ist m.E. auch eine Pflicht, für Papst Franziskus täglich zu beten,
das würde ich auch tun, wenn er nicht
ständig und jeden darum bitten würde!

Ich sagte bereits hier, daß eine
uralte Fürbitte lautet:

"Daß DU den apostolischen Oberhirten
und alle geistlichen Stände in der
heiligen Religion erhalten wollest."

Das spricht sicher für einen gesunden
Realismus unserer Vorfahren; in diesem
Sinn sollte auch unser Gebet für Papst
und Kirche sein!


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 Eliah 1. Oktober 2019 
 

Zwei Fragen, @Marianus und @lesa

@ Marianus: Bedeutet es etwa die Wahrheit zu bekennen, wenn Kardinal Burke und Bischof Schneider den Eindruck erwecken, dass nicht Franziskus in der Kirche den Kurs in Richtung Häresie bestimmt? Wer die Ergebenheitsadresse der beiden liest, könnte auf die Idee kommen, dass ein ahnungsloser weißgekleideter Mensch von verschlagenen hinterhältigen Prälaten an der Nase herumgeführt wird, ohne es zu merken.
@lesa: Kardinal Burke und Bischof Schneider schreiben über Franziskus „Wir hegen eine übernatürliche Hochachtung für seine Person“. Ist das wirklich der Ton, der gegenüber ihm angebracht ist angesichts seines Kurses und obwohl er beispielsweise auch nach drei Jahren auf die auch von Kardinal Burke geäußerten Dubia die Antwort verweigert? Ist das nicht eher eine Art Heiligsprechung zu Lebzeiten? Bedeutet „übernatürlich“ (ausdrücklich auf seine Person bezogen) etwa nicht „über das natürliche Maß hinausgehend und mit dem Verstand nicht zu erklären?


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 Fatima 1713 30. September 2019 
 

@Elija-Paul - "vielleicht bald"

Ja, vielleicht ist die Zeit bald gekommen, da könnten Sie schon recht haben. Der richtige Zeitpunkt ist eben oft entscheidend.


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 Elija-Paul 30. September 2019 
 

Die Zeit des indirekten Redens

@ Fatima 1713
geht aus meiner Sicht zu Ende, vielleicht sogar sehr schnell. Ich verstehe Ihre Sicht und habe jahrelang so gehandelt und tue es auch heute noch. Doch wird die Kraft der Täuschung derart stark, sogar unter den Gläubigen, daß es Zeit wird es klar zu sagen wie es wirkliich ist.
Natürlich ist es wichtig dies im Geist des Herrn zu tun und ich stehe hinter den treuen Hirten. Aber, wie gesagt: Es wird vielleicht bald nicht mehr ausreichen es so zu sagen, sondern Roß und Reiter zu benennen, sonst denken die Menschen, daß die Rettung von P. Franziskus kommt. Das sieht leider gar nicht so aus. Es bräuchte dazu ein öffentliches Bekenntnis, daß er einen falschen Kurs eingeschlagen hat und eine eindeutige Korrektur. Gewiß, bei Gott ist alles möglich. Der Jetztzustand ist allerdings mehr als gefährlich.


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 Diadochus 30. September 2019 
 

Loyalitätsbekundung

Einen besseren Gefallen hätten Kardinal Burke und Bischof Schneider Papst Franziskus mit dieser Loyalitätsbekundung nicht erweisen können. Papst Franziskus braucht nun endgültig keine brüderliche Zurechtweisung mehr zu fürchten. Er kann ohne Widerstände seinen Umbau der katholischen Kirche fortsetzen. Nach Amoris laetitia und der Abu Dhabi-Erklärung kann er sich nun in aller Ruhe der Amazonas-Synode widmen und den nächsten Schritt gehen. Es ist zwar schön, wenn sich Kardinal Burke und Bischof Schneider zur Lehre der Kirche bekennen. Mutig ist das nicht. Das gehört schlicht zum Hirtenamt. Es muss mehr kommen. Die Irrtümer und Häresien sind längst da. Diese bloß zu benennen, ist zu wenig. Sie müssen bekämpft werden. Das wäre dann Mut. Das geschieht nicht.


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 CALIFAX 30. September 2019 

@hape

Selbst Jesus hat nicht alle Menschen seine Freunde genannt, nur die Jünger inkl. Judas (obwohl er natürlich alle Menschen liebt)!

Papst Franziskus möchte ich persönlich nicht in meinem Freundeskreis, ich finde ihn höchst unsympathisch, und seine Freunde sowieso (Scalfari, Fernandez, Fidel Castro, Boff und all die anderen Kommunisten...)

Nichtsdestotrotz sind wir natürlich religiös an ihn wegen seines hierachischen Amtes gebunden, wie die Juden damals an die Hohenpriester, mehr aber auch nicht!

Ich "harre" auf ein besseres Pontifikat, vom Kaliber eines Kard. Sarah, wenn Gott es uns schenken würde. Er wäre mehr als ein wahrer Freund, ein echter heiliger Vater im Glauben!


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 lesa 30. September 2019 

Echte Freunde Christi und des Papstes

"Es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt." (Hl. Paulus) Die Zeit ist da und die Verkehrtheit feiert fröhliche Urständ. Das Wahre wird als falsch betitelt, das böse als gut. Der lange "Verzicht auf die Wahrheit", der Relativismus hat vernünftiges Denken und überhaupt das Denkvermögen vielfach geschwächt und ein Gewirr subjektiver Behauptungen, die auf keinen grünen Zweig kommen lässt, herrscht oft vor. Wer die Wahrheit gelegen oder ungelegen äußert, und sei es noch so sachlich, wird nicht selten für verrückt erklärt. Umso dankenswerter und dringender sind die Stellungnahmen dieser Hirten.
@Tonika: Es sind charakterfeste, mutige, treue Hirten, die für Christus und für die Anvertrauten einstehen mit aller Kraft, die aber ihr Anliegen in dem Ton vorbringen, der gegenüber dem Papst angebracht ist. Wie kann man das unterwürfig nennen!
Beten wir, dass der Heilige Vater Licht bekommt und die richtigen Entscheidungen trifft in diesem großen geistigen Kampf!


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 Marianus 30. September 2019 

Dieser wichtigen Erklärung kann ich Wort für Wort zustimmen

- aus voller Überzeugung & tiefstem Herzen.
Die beiden Autoren machen sich hiermit zum Instrument des Heiligen Geistes und verleihen dem Kirchenvolk eine klare unüberhörbare Stimme.
Mögen weitere Bischöfe diesen Mut finden & in Klarheit die Wahrheit bekunden und ihre Verteidigung einfordern.
Gott segne Kardinal Burk und Bischof Schneider.
Gottes Segen in gleichem Maße für Papst Franziskus! Möge er sich fortan vom Heiligen Geist leiten lassen und für die Einheit in der Wahrheit des Glaubens streiten, anstatt für Desorientierung zu sorgen bzw. sie zuzulassen.


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 Fatima 1713 30. September 2019 
 

@Elija-Paul

Ich finde man kann aus diesem Schreiben durchaus heraus lesen, dass die beiden glaubenstreuen Hirten dem Papst einen Anteil an der Verwirrung zuschreiben und auch ihn zumindest indirekt vor dem Abgleiten in Häresien warnen. Wozu sonst die ganzen Hinweise auf frühere Päpste, die zweideutig oder sogar häretisch gehandelt haben? Außerdem wurden die Dokumente, die sie ktitisieren, vom Papst abgesegnet und damit kritisieren sie indirekt auch ihn.


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 Fatima 1713 30. September 2019 
 

@hape @bernhard_k

Ich stimme Ihnen zu. Die beiden Bidchöfe erklären ja auch sehr gut u.a. anhand von historischen Beispielen, worin wahre Papsttreue besteht und dass sie niemals getrennt werden darf von der Treue zum überlieferten Glauben.


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 Elija-Paul 30. September 2019 
 

Dank für die mutigen Hirten!

Es ist den wahren Hirten Burke und Schneider, sowie Brandmüller und wenige andere nicht genug zu danken, daß sie in dieser Zeit der großen Verdunkelung der gl. Kirche ihre Stimme erheben. Gott und die Gläubigen werden es ihnen zu danken wissen, daß sie als Leuchten wirken und so den Glauben authentisch bekennen.
Ich denke jedoch, daß es noch einen klaren Schritt weitergehen muß. Bei aller Hochachtung für das Petrusamt und für die Person des Papstes muß man doch klar sagen, daß P. Franziskus selbst große Verantwortung für den Zustand der Verwirrung trägt. Es ist der Kurs des Pontifikates, der in vielen Punkten in der Irre führt. Es wirkt ein anderer Geist in diesem Pontifikat für den P. Franziskus die Türe weit aufgemacht hat und in dem er selbst auch nicht selten handelt. Man sollte für ihn beten und seine Person nie beleidigen, aber klar erkennen und auch benennen wo es nötig ist, wer diese Konfusion fördert. Alles andere ist Augenwischerei.


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 bernhard_k 30. September 2019 
 

Ja, Kard. Burke und Bf. Schneider sind wahre Freunde ...

... denn beide wollen das Beste für Papst Franziskus und die hl. kath. Kirche! Wahre Freunde wollen nicht, dass jemand in eine Gletscherspalte stürzt, sie warnen deshalb! Wahre Freunde tun das, sonst wären sie keine ...

Und dabei spielt es keine Rolle, ob Papst Franziskus sie nun als Freunde sieht oder nicht!

Beten wir also ebenfalls, wie Freunde es eben tun ...


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 hape 30. September 2019 

@Eliah und @CALIFAX

„Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? … Tun das nicht auch die Heiden? (vgl. Mt 5,43–48) –

Bf. Schneider und Kardinal Burke beziehen sich auf Papst Franziskus’ Aufforderung zur Parrhesia, also zur Redefreiheit. In Wirklichkeit ist die aber nicht erwünscht. Sie gilt (a) nur insofern, als dass selbst die skurrilste Privatmeinung des Papstes noch als Weiterentwicklung des Lehramtes verkauft wird und (b) zur Erkennung von Andersdenkenden, um sie kaltzustellen. Zugleich lässt man den Kaiser im Glauben, er habe neue Kleider an. In Wirklichkeit ist er splitternackt. Erbärmlich! Die Claqueure und Profiteure sagen ihm das nicht, denn sie profitieren davon. Nur seine Kritiker sagen das dem Kaiser und reichen ihm ein Kleidungsstück, damit er sein Gesicht wahren und sich bedecken kann. Deshalb sind die Kritiker des Kaisers seine wahren Freunde. –

Ich stehe jedenfalls voll hinter Bf. Schneider und Kardinal Burke.


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 Diadochus 30. September 2019 
 

Kinder

Kardinal Burke und Bischof Schneider sind nicht nur "wahre Freunde" von Papst Franziskus, mehr noch, sie sind für Papst Franziskus arglose naive Kinder, so wie er jüngst Kardinal Müller als "Kind" bezeichnete. So gesehen könnte er auch sagen: Spielt weiter mit euren Bauklötzchen!


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 Tonika 30. September 2019 
 

Nun ja, seine Freunde sucht sich der Papst selbst aus. Schneider, Burke sieht er nicht als Freunde.

Es wird offensichtlich, dass die konservativen Bischöfen nicht wahrhaben möchten, dass Franziskus auf ihre Freundschaft, Ansichten oder berechtige, konstruktive Kritik keinen gesteigerten Wert legt. Seine Freunde, Berater sind ultra-liberale und dubiöse Gestalten, Befreiungstheologen, die eine andere Kirche wollen. Die konservativen Bischöfe, die den Papst stets vor direkter Kritik in Schutz nehmen und ihm die bedingungslose Loyalität schwören, müssen sich der Tatsache stellen, dass leider Gottes für den Papst glaubenstreue Hirten oder Laien ein unliebsames und lästiges Gesindel darstellen, die der "Kirche im Aufbruch" oder der "Erneuerung" im Wege stehen. Die Beteuerung der Hochachtung, Loyalität, des Gehorsams seitens der konservativen Bischöfe gegenüber Franziskus prallen auf Desinteresse, taube Ohren, findet keine Resonanz.

Kardinal Müller, Schneider, Burke oder Sarah müssen daher einsehen, dass der Papst sie aufgrund ihrer Unterwürfigkeit nicht ernst nimmt.


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 Eliah 30. September 2019 
 

Bin ich seit 2013 im falschen Film?

Habe ich in den letzten sechs Jahren nicht dieselbe Serie von Attacken auf den wahren Glauben miterlebt wie Kardinal Burke und Bischof Schneider? Die beiden kündigen an, dass sie ihr Leben hingeben würden, sollten Kirchenfeinde sie auffordern, den Vorrang der Glaubenswahrheit über den Primat des Bischofs von Rom zu verleugnen. Sie rügen auch, dass die Erklärung von Abu Dhabi Religionen, die Götzenanbetung und Lästerungen gegen Jesus Christus praktizieren, als gottgewollt bezeichnet. Aber wer hat denn diese Erklärung unterzeichnet und verteidigt sie nach wie vor? Wer ist es denn, der den Vorrang der Glaubenswahrheit über seine persönlichen Ziele verleugnet? Doch genau der, dem Kardinal Burke und Bischof Schneider „übernatürliche Hochachtung für seine Person“ entgegenbringen. Behütet der das anvertraute kostbare Gut, wie der Apostel Paulus es forderte? Kommen die Angriffe nicht von der Spitze der Hierarchie der Kirche? Oder bin ich im falschen Film?


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 Semper_idem 30. September 2019 
 

Johannes 21,17 Jesus : "Simon, Sohn von Johannes,LIEBST DU MICH?"

Denn zuallererst in der Kirche gilt für den Papst die Mahnung der Heiligen Schrift: "Das VORBILD heilsamer Worte, welche du von mir gehört hast, bewahre im Glauben und in der Liebe, die Christus Jesus sind. Behüte das ANVERTRAUTE Gut durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt"(2.Tim.1,13-14).


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 CALIFAX 30. September 2019 

Freundschaft & Sympathie...

...gehören für mich zusammen.


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