Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  5. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  6. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  9. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  10. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  11. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  12. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  13. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Voodoo-inspirierte Installationen in Kirchen? „Wie konnte das Erzbistum Paris so etwas genehmigen?“

"Kirche in Not" fordert Ende der Sanktionen gegen Syrien

3. Oktober 2019 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Der einzige Effekt ist, dass die Bevölkerung hungern muss"


Rom (kath.net/KAP) Ein sofortiges Ende der Wirtschaftssanktionen für Syrien fordert die internationale Stiftung Kirche in Not (ACS). Die Sanktionen verhinderten einen Wiederaufbau des Landes, sagte ACS-Italien-Leiter Alessandro Monteduro. "Auch wenn der Krieg heute fast in ganz Syrien beendet scheint, verursachen die Folgen der Sanktionen weiterhin Leid, auch wenn keine Bomben geworfen werden", sagte Monteduro bei einer Pressekonferenz am Sitz von "Aid to the Church in Need" in Rom.

Die Wirtschaftssanktionen sollten umgehend beendet werden, weil sie "nicht hinnehmbare Kollateralschäden" verursachten. "Der einzige Effekt ist, dass die Bevölkerung hungern muss", so der Leiter von ACS Italien. Er hatte Syrien in der Vorwoche gemeinsam mit dem Mailänder Erzbischof Mario Delpini besucht. Das Land sei komplett zerstört, berichtete Monteduro. Laut Kirche in Not verloren 12 Millionen Syrer ihre Häuser; 11,8 Millionen Menschen wurden vertrieben, 6,7 Millionen zu Binnenflüchtlinge. Für mehr als 15 Millionen Menschen im Land sei Wassermangel ein Problem.


Christen sind laut Monteduro besonders betroffen. Als religiöse Minderheit litten sie nicht nur unter den Kriegsfolgen, sondern zusätzlich unter Diskriminierung. Prekär sei vor allem die Lage der Kinder, denen Bildungsmöglichkeiten fehlten, sowie vieler alter Menschen, die allein seien.

Kirche in Not hat seit 2011 laut eigenen Angaben in Syrien 813 Hilfsprojekte durchgeführt und stellte dafür gut 36 Millionen Euro bereit. Aktuell laufen 75 Projekte im Gesamtumfang von 4,2 Millionen Euro. Derzeit baue die Stiftung 290 Häuser von Christen in Homs wieder auf. Sie versorgt zudem Familien in Damaskus, Aleppo und Latakia mit medizinischer Hilfe, Essen und Unterkünften. Weitere Projekte unterstützen Schulkinder sowie den Bau von Seniorenheimen in Syrien.

Vergangene Woche hatte bereits der vatikanische Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, neue diplomatische Wege im Syrien-Krieg zu finden. "Nach acht schmerzhaften Jahren des Konflikts ist es notwendig, ja dringend erforderlich, die politische Stagnation zu überwinden und den Mut zu haben, neue Wege des Dialogs und neue Lösungen zu suchen, mit einem Geist des Realismus und der Sorge um die Beteiligten", sagte Parolin in einer Rede bei der UN-Generalversammlung in New York.

Vor den versammelten Staatenvertretern sprach sich die "Nummer zwei" des Vatikans für ein Ende der gegen Syrien aus, da laut Hilfsorganisationen besonders die Zivilbevölkerung darunter leide. Parolin forderte die internationale Gemeinschaft auch dazu auf, die freiwillige und sichere Rückkehr von Flüchtlingen zu unterstützen und die Sicherheit von Christen und Angehörigen anderer religiöser Gemeinschaften zu gewährleisten.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Syrien

  1. Syrien: katholische Melkiten sagen aus Sicherheitsgründen alle Kar- und Osterliturgien ab
  2. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  3. „Syrien darf nicht islamistisch werden“ – Missio-Nationaldirektor Wallner im Krisenland
  4. Syrien: Evangelikaler Pastor mit gesamter Familie ermordet
  5. Massaker in Syrien: Dramatischer Appell der Kirchenführer
  6. Vatikan fordert wichtige Rolle für Christen in Syrien
  7. Syriens neuer Machthaber äußert Hochachtung für Papst Franziskus
  8. Syrien: Neuer Machthaber macht Christen Zusicherungen
  9. Neuer Bischof von Aleppo ernannt - 2014 von Milizen entführt
  10. Syrien: „Eine knappe Minute war schlimmer als 12 Jahre Krieg“






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  3. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen
  6. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  7. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  8. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  9. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  10. Rückflug des Papstes von Teneriffa nach Rom um mehrere Stunden verzögert
  11. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  12. 'Ein Akt der Hoffnung': US-Bischöfe weihen die USA dem Heiligsten Herzen Jesu
  13. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  14. Voodoo-inspirierte Installationen in Kirchen? „Wie konnte das Erzbistum Paris so etwas genehmigen?“
  15. Fünf Mythen über den Heiligen Geist

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz