02 Oktober 2019, 11:48
Philippus und der ‚Lauf’ des Evangeliums auf neuen Straßen
 
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Franziskus: Da tat Philippus seinen Mund auf und ausgehend von diesem Schriftwort verkündete er ihm das Evangelium von Jesus. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Philippus aber kam in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündete dort Christus. Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die Zeichen, die er tat. Denn aus vielen Besessenen fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus; auch viele Lahme und Verkrüppelte wurden geheilt. So herrschte große Freude in jener Stadt“ (Apg 8,5-8).

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In der heutigen Katechese zur 30. Generalaudienz des Jahres 2019 setzte Papst Franziskus seine Reihe der Betrachtungen über die Apostelgeschichte fort. Vor den Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz widmete er die achte Katechese dem Thema: „ Philippus und der ‚Lauf’ des Evangeliums auf neuen Straßen“.

Die Apostelgeschichte berichte, dass nach dem Martyrium des Diakons Stephanus die Christen in Jerusalem von einer Verfolgung heimgesucht und an andere Orte Judäas und nach Samaria verstreut worden seien. Dies „löschte aber das Feuer der Evangelisierung nicht aus, sondern verstärkte es noch“.

So sei Philippus, ein weiterer Diakon, auf der Wüstenstraße nach Gaza einem Kämmerer der Königin von Äthiopien begegnet, der auf dem Rückweg von einer Wallfahrt nach Jerusalem gewesen sei. Dieser habe gerade den Propheten Jesaja gelesen. Philippus habe dem Äthiopier geholfen, den Text zu verstehen: „Ausgehend von dem Prophetenwort verkündete er das Evangelium von Jesus“.

Das Wort Gottes wirklich aufzunehmen vermöge nur jener, der seine eigenen Grenzen überwinde und sich aufmache, Gott im Nächsten zu begegnen und Christus ähnlich zu werden, der das lebendige Wort des Vaters sei.

Auch der unfruchtbare Kämmerer, ein Eunuch, habe schließlich geistlich Frucht bringen können. Denn Philippus „führte ihn zur Begegnung mit dem Auferstandenen, zur Taufe und zur geistlichen Neugeburt“. Danach „wurde Philippus vom Heiligen Geist entrückt, hinterließ aber bei dem Neugetauften ein inneres Feuer und eine tiefe Freude“.

„Möge der Geist die Getauften zu Männern und Frauen machen“, so der Papst abschließend, „die das Evangelium verkünden, nicht um andere für sich selbst, sondern für Christus zu gewinnen, Menschen, die wissen, wie sie Platz für Gottes Handeln schaffen können, und die wissen, wie sie andere vor dem Herrn frei und verantwortlich machen können“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Einen lieben Gruß richte ich an die Pilger und Besucher deutscher Sprache, insbesondere die Schüler des Cusanus-Gymnasiums in Koblenz und die Schützen aus Werl. Der Hauch des Heiligen Geistes mache uns fähig, dem Handeln Gottes in uns Raum zu verschaffen, indem wir den geringsten und schwächsten Brüdern und Schwestern beístehen. Der Herr segne euch und eure Familien!


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