Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  10. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  11. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Bis der Regen fällt!

9. Oktober 2019 in Jugend, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ich bete, bis der Regen fällt und ich juble, wenn die Ernte kommt! „…denn seine Huld währt ewig“. - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net)
Geduld und Ausdauer. Das war gestern Gottes Botschaft für mich in meinem Bibelstudium.

„…der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde, er wartet geduldig auf sie, bis Frühregen oder Spätregen fällt. Ebenso geduldig sollt auch ihr sein; macht eure Herzen stark, denn die Ankunft des Herrn steht nahe bevor. (Jakobus 7+8)

So oft bete ich für andere und bin enttäuscht, wenn ich die Frucht nicht sehe. Es ist so schwer für mich, das Leid eines Menschen zu sehen und mitzufühlen und mein Handlungsspielraum ist so klein. Ich kann Probleme nicht in Luft auflösen, für alles eine Lösung finden und immer den „perfekten“ Rat wissen, Schmerzen wegnehmen, Entscheidungen abnehmen, Krankheiten heilen oder von Lasten befreien. Das alles übersteigt mich. Das alles schreit nach Jesus. Im Grunde kann ich meist nur da sein und zuhören und mitgehen.


Das Bild mit dem Bauern und der kostbaren Frucht hat mich gestern sehr ermutigt.

Nämlich auch, weil es nicht heißt „und weil der Bauer jeden Tag alles richtig macht und das perfekte Umfeld für den Samen gegeben ist und die Saat genau im richtigen Moment mit der richtigen Technik gesät und der Bauer der frommste, heiligste Mann weit und breit ist, darum kommt die Frucht..“

Da steht einfach nur, dass der Bauer wartet, bis der Regen von oben kommt. Regen, der den Lohn bringt für seine Mühen, der die Frucht bringt zu ihrer Zeit, der belebt, was Wüste war.

Das ist kein Bild von einem Bauern in einem Gewächshaus, wo immer optimale Bedingungen herrschen. Das ist ein Bild von einem Bauern im Orient - hartes, trockenes Land. Genauso hart und trocken wie die Realität oft nun einmal ist. Es ist das Bild von einem Bauern, der in Wirklichkeit gar nichts in der Hand hat.

Keine Kontrolle, ob und wann die Frucht kommt, wie sie aussieht, was passiert. Keine Kontrolle, wann und wie Jesus in das Leben dieses Menschen kommt und eingreift. Die Versuchung ist manchmal groß, wegzulaufen und mich gar nicht mehr dieser Spannung auszusetzen.
Die Wahrheit ist, dass ich dann aber auch den kostbarsten Schatz zurücklasse.

Das will ich nicht. Also bleibe ich, einmal mehr. Ich bleibe, wo Gott mich hingestellt hat. Ich gebe mich dankbar und in Liebe hin, für das, was Gott mir anvertraut hat. Ich halte geduldig aus, auch wenn es unangenehm ist, nur zuzusehen und nur begrenzt etwas tun zu können. Ich warte in Treue.

Ich warte auf Gnaden, die von oben kommen. Gnaden, die in der Tiefe wirken. Gnaden, die ich nicht erzwingen, sondern nur erhoffen und erbitten kann.

„Ihr habt von der Ausdauer des Ijob gehört und das Ende gesehen, das der Herr herbeigeführt hat. Denn der Herr ist voll Erbarmen und Mitleid.“ (Jakobus 5,11)
Und weiter unten in Jakobus 5,16 steht auch: „Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten.“ Ich weiß, dass ich nicht vollkommen und gerecht bin, aber ich weiß, dass Jesus mich am Kreuz gerecht gemacht hat (Röm 5,19/2 Kor 5,21/Tit 3,7).

Mein Gebet ist nicht umsonst. Mein inständiges Gebet vermag viel! Es vermag viel, weil Gott mich hört, weil Gott voll Erbarmen und Mitleid ist und weil Gott ein Gott des Lebens und der Fülle ist.
Ich gebe nicht auf, weil Gott nie aufgibt. Ich mache in Geduld mein Herz stark, denn die Ankunft des Herrn ist nahe. Das glaube ich, davon bin ich überzeugt! Ich bete weiter.

Ich bete, bis der Regen fällt und ich juble, wenn die Ernte kommt!
„…denn seine Huld währt ewig“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wovor beugst du das Knie?
  2. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  3. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  4. Brennt dein Herz noch für Gott?
  5. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  6. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  7. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  8. Gnade in jedem Augenblick
  9. Die Sehnsucht Christi nach dir
  10. Gerufen, das Blut Christi zu lieben







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  3. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  4. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  5. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  8. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  11. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  12. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  13. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  14. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz