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Gott sieht nicht auf die Person!16. Oktober 2019 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Franziskus: der Prozess der Solidarisierung Gottes. Als missionarische Jünger sind wir gerufen, das schöpferische Wirken Gottes nicht zu behindern, sondern die Begegnung der Menschen mit dem Herrn zu fördern. Von Armin Schwibach
Rom (kath.net/as) Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. Er hat das Wort den Israeliten gesandt, indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus: Dieser ist der Herr aller! (Apg 10,34-36). In der heutigen Katechese zur 32. Generalaudienz des Jahres 2019 setzte Papst Franziskus seine Reihe der Betrachtungen über die Apostelgeschichte fort. Vor den Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz widmete er die zwölfte Katechese dem Thema: Gott sieht nicht auf die Person. In der Apostelgeschichte sei zu sehen, wie Gott die Verbreitung des Evangeliums schöpferisch begleite. Gott will, dass seine Kinder offen werden für die Universalität des Heils, dass nämlich alle Menschen zum Heil gerufen sind. 
Zeuge dieses Prozesses der Solidarisierung sei der heilige Petrus. In einer Vision zeige ihm der Herr, dass nicht die Kategorien "rein" und "unrein" zählten, sondern der Mensch und die Absicht seines Herzens. Dies sei eine entscheidende Wende im Leben des Apostels und mache ihn fähig, dem Auftrag Gottes Folge zu leisten: Petrus sucht den Heiden Cornelius in seinem Haus auf undenkbar für einen gläubigen Juden und bringt ihm die Botschaft des Heils in Christus. Der Heilige Geist komme auf Cornelius herab, und Petrus taufe ihn und sein ganzes Haus. Die Gemeinde in Jerusalem mache ihm deswegen zunächst Vorhaltungen, Petrus aber erfahre durch die Begegnung mit Cornelius eine tiefere Gemeinschaft mit Gott und den anderen. Er habe begriffen, dass Israel durch seine Auserwählung Vermittler des Segens Gottes unter den Völkern sein solle: Als missionarische Jünger sind wir gerufen, das schöpferische Wirken Gottes, der will, dass alle Menschen gerettet werden (1 Tim 2,4), nicht zu behindern, sondern die Begegnung der Menschen mit dem Herrn zu fördern. Heute bitten wir um die Gnade, so der Papst abschließend, uns von Gottes Überraschungen erstaunen zu lassen, seine Kreativität nicht zu behindern, sondern die immer neuen Wege zu erkennen und zu begünstigen, auf denen der auferstandene Christus seinen Geist in die Welt ausgießt und die Herzen anzieht, indem er sich als Herr aller zu erkennen gibt. Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:
Mit Freude heiße ich die Brüder und Schwestern deutscher Sprache willkommen. Insbesondere begrüße ich die Pilger aus Schapen, die Schützen aus Drolshagen-Schreibershof und die vielen Jugendlichen, vor allem die Gruppe der Schulen der Brede. Bitten wir den Herrn, dass er uns immer die neuen Wege erkennen lasse, die er uns öffnet, damit wir das Evangelium in Welt von heute verkünden.

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Lesermeinungen| | borromeo 17. Oktober 2019 | |  | Mich würde ganz konkret interessieren, was Papst Franziskus denn genau meint, wenn er sagt:
"...uns von Gottes Überraschungen erstaunen zu lassen, seine Kreativität nicht zu behindern, sondern die immer neuen Wege zu erkennen und zu begünstigen, auf denen der auferstandene Christus seinen Geist in die Welt ausgießt".
SEINE Kreativität nicht zu behindern – oder die "Kreativität" derer nicht zu behindern, die die Kirche "neu gestalten" wollen?
Die Worte "Kreativität" und "Überraschung" scheinen irgendwie eine Art Allzweckwaffe derer geworden zu sein, die alles vom Fuß auf den Kopf stellen wollen. Christus hat nichts von Kreativität gesagt, sondern uns den Beistand des Hl. Geistes zugesagt, der bei uns bleibt bis zum Ende der Welt.
Ja – diesen Beistand brauchen wir dringend und er ist uns zugesagt. Wir dürfen auf den Hl. Geist vertrauen, der uns führt und uns schützt. Aber ständig Kreativität und Überraschungen ausgesetzt sein? Von Menschen, die glauben, das umsetzen zu müssen? Ich habe da so meine Zweifel. |  6
| | | | | Ehrmann 16. Oktober 2019 | |  | ". .und lehret sie ALLES HALTEN,WAS ICH EUCH GEBOTEN HABE" das steht wohl ausdrücklich im Evangelium und nicht "was sie als richtig empfinden". Und Petrus wurde gesagt, er solle nicht unrein nennen, was Gott für rein erklärt - nicht alle, sondern die, die "tun, was recht ist" sind von Gott berufen - gleichgültig woher sie (von Geburt aus)kommen, Juden oder Heiden...
Ich denke, daher kommt auch, daß die Korrektur der Formulierung "für Viele" statt "für Alle" im Meßtext vor allem des deutschen Sprachraumes so konstant ignoriert wird. Aber es gibt eben die enge Pforte, durch die einzutreten wir uns mühen müssen - egal, woher wir kommen. |  10
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