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Dieter Nuhr: "Das Denken wird totalitär"

17. Oktober 2019 in Deutschland, 26 Lesermeinungen
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Der bekannte deutsche Kabarettist Dieter Nuhr verteidigt seine Kritik an Greta Thurnberg und kritisiert die Meinungsdiktatur: "Der Andersdenkende gilt heute als moralisch minderwertig und wird niedergekämpft."


München (kath.net)
"Dieses vermeintliche Kind ist momentan die wahrscheinlich mächtigste Frau der Welt, kontrolliert weite Teile der Massenmedien und spricht auf höchster Ebene mit den Staatschefs der Welt." Der bekannte deutsche Kabarettist Dieter Nuhr hat nach seiner Kritik in der ARD-Show "Nuhr im Ersten" sich in einem Interview mit dem Münchner Merkur verteidgit und gemeint, dass der Vorwurf des Angriffs gegen ein Kind einzig und allein dazu diene, Kritik zu unterbinden. Er selber begrüßte die Fridays-for-Future-Proteste, halte aber die Lösungsvorschläge für naiv und gefährlich. Er sei schon oft von Wissenschaftlern über das baldige Ende der Welt informiert worden, sodass er in der Tat nicht mehr zur Panik neige. "Das fing mit dem Waldsterben und dem Ozonloch an, ging weiter mit dem Rinderwahnsinn und endete beim Stickoxid. Jedes Mal gab es wissenschaftliche Fakten. Und trotzdem wurden die Menschen immer älter als je zuvor. Ein Jahr lang sind wir am Diesel fast gestorben, es gab kein anderes Thema, heute spricht kaum noch jemand davon"


Laut Nuhr sei die Wissenschaft die einzige Basis, die wir haben, um unsere Zukunft planen zu können. Diese sage auch eindeutig, dass es überhaupt keinen Sinn hat, über Maßnahmen nachzudenken, die nicht die Hauptverursacher wie Länder wie China, Indien, die USA und noch einige andere Länder auch ins Boot zu holen. Er kritisierte , dass in Deutschland 54 Milliarden in ein völlig sinnloses Klimapaket gesteckt werden. Es wäre effektiver, dies in ein Forschunspaket zu stecken. Dies wissen auch die Politiker, aber Demokratie gehe eben nicht ohne eine Prise Populismus. "Es ist inzwischen ärgerlich, dass bei uns Linke und Grüne jede Kritik an ihren Forderungen mit der Behauptung abfedern, man spiele damit den Rechten in die Hände.", betonte der Kabarettist. Damit könne man jedes Argument moralisch diskreditieren.

Nuhr kritisierte anschließend auch Medien, weil sich diese einige Twitter-Posts mit der öffentlichen Meinung verwechseln. "Das sind Wellen, die sich in Meinungsblasen im Netz aufschaukeln. Medien nehmen dann die Anzahl der Tweets als Grund zu berichten. So entscheiden heute Wutbürger über das, was in der Zeitung steht. Das finde ich erschreckend." Für seine Sendung, wo er sich kritisch über Greta Thurnberg geäußert habe, hab er so viele positive Rückmeldungen wie nie zuvor erhalten. Abschließend zeigte sich der Kabarettist entsetzt über die heute Intoleranz gegenüber Andersdenkende: "Der Andersdenkende gilt heute als moralisch minderwertig und wird niedergekämpft. Das macht mir genauso große Sorgen wie der Klimawandel. Das Denken wird totalitär."

Foto: (c) Von Euku - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=55283130


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