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Kind mit Down Syndrom geboren – Krankenhaus verurteilt

19. Oktober 2019 in Prolife, 4 Lesermeinungen
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Das Krankenhaus hatte das ungeborene Kind nicht auf Down Syndrom untersucht. Die Mutter habe den Test abgelehnt, sagt das Krankenhaus, sie selbst besteht darauf, dass sie ihn mehrfach verlangt habe.


London (kath.net/LifeNews/jg)
Hätte sie gewusst, dass ihr Kind Down Syndrom hat, hätte sie es abgetrieben. Weil das Krankenhaus einen pränatalen Test auf Down Syndrom nicht durchgeführt hatte, hat die Frau die Klinik auf 200.000 Pfund verklagt. Ein Gericht in Großbritannien hat nun zu ihren Gunsten entschieden, schreibt die Daily Mail.

Edyta Mordel sagte, sie habe auf dem pränatalen Test während ihrer Schwangerschaft bestanden. Hätte der Test gezeigt, dass ihr Sohn ein hohes Risiko für Down Syndrom habe, hätte sie eine Abtreibung durchführen lassen.


Sie liebe ihren mittlerweile vierjährigen Sohn, hätte aber nicht gewollt, dass er so leiden müsse, gab Mordel vor Gericht an. Sie habe sich vor der Geburt über Down Syndrom informiert und sei immer entschlossen gewesen, eine Untersuchung auf Down Syndrom machen zu lassen. Dies habe sie auch der Hebamme mitgeteilt.

Der Richter entschied, dass die Mitarbeiter des Royal Berkshire Hospital auf fahrlässige Weise die Durchführung des pränatalen Tests unterlassen hätten.

Die Anwälte des nationalen britischen Gesundheitsdienstes NHS, welcher das Krankenhaus betreibt, wiesen Mordels Darstellung zurück. Sie sagten, dass Mordel ein pränataler Test auf Down Syndrom im Rahmen der Untersuchung in der 12. Schwangerschaftswoche angeboten worden sei und sie diesen abgelehnt hätte. Sie legten die Aufzeichnungen des Krankenhauses über die Untersuchung vor, die dies bestätigten.

Der Richter stellte dazu fest, dass das Personal des Krankenhauses noch einmal hätte nachfragen müssen, da Englisch nicht Mordels Muttersprache sei und sie bereits früher den Wunsch nach dem Test geäußert hätte.

Klagen von Eltern, die behinderte Kinder haben, gegen Krankenhäuser und Ärzte, die sie vor der Geburt nicht auf mögliche Behinderungen hingewiesen haben, sind ein zunehmendes Problem in Ländern der westlichen Welt. Der britische NHS musste in den letzten fünf Jahren 70 Millionen Pfund aus diesen Gründen zahlen.


Foto: Symbolbild



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