Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  7. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  10. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  11. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  12. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  13. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  14. Papst betont in Algier Gemeinsamkeit von Christen und Muslimen
  15. Viel Lärm um nichts?

Tiroler Jesuit beklagt Christenverfolgung in Teilen Chinas

21. Oktober 2019 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Jesuitenpater Gutheinz: Wie frei eine katholische Gemeinde in China agieren kann, hängt stark von ihrem Verhältnis zu den Regierungsbehörden und ihrem Standort ab - Katholische Kirche muss chinesische Bevölkerung auf "Weg der Freiheit" unterstütze


Wien (kath.net/KAP) Der seit rund 60 Jahren in Asien tätige Jesuit P. Aloisius Gutheinz hat die anhaltende Christenverfolgung in Teilen Chinas kritisiert. Die Katholische Kirche in dem rund 1,4 Millarden-Einwohner-Land ist gespalten in die papsttreue Untergrundkirche und die regierungstreue Seite. Ein Abkommen zwischen der chinesischen Regierung und dem Vatikan aus dem Jahr 2018 habe zwar in die richtige Richtung geführt, "leider möchte der Präsident Chinas, Xi Jinping, zurzeit aber die ganze chinesische katholische Kirche total unabhängig machen von der großen Weltkirche", sagte der Jesuitenpater in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "allewelt". Es brauche von chinesischer Seite mehr Respekt für rein religiöse Aktivitäten, "sonst kann sich nichts verändern".


Das Abkommen regle vor allem die Ernennung der Bischöfe, das restliche kirchliche Leben der chinesischen Katholiken finde dort allerdings keine Erwähnung. Wie frei eine katholische Gemeinde in China agieren könne, hänge stark von ihrem Verhältnis zu den Regierungsbehörden und ihrem Standort ab. Immer wieder höre er von Bischöfen: "Das, was in Peking passiert, ist für uns weit weg. Es betrifft uns kaum." P. Gutheinz selbst lebt in Taiwan, reist allerdings öfter nach China: "Mit meinem taiwanesischen Pass kann ich ohne große Probleme einreisen. Allerdings sage ich nicht: Ich bin Priester oder Jesuit, sondern Sozialarbeiter oder Tourist. die geheime Staatspolizei weiß ohnehin, dass ich katholischer Priester bin und verfolgt alle meine Schritte."

Die Katholische Kirche sieht er in der Pflicht, die chinesische Bevölkerung auf ihrem "Weg der Freiheit" zu unterstützten und ihnen eine "gute Wertordnung" mitzugeben. "Ich darf auch Früchte unseres Einsatzes sehen. Die chinesische Regierung hat in den letzten Jahren viel investiert, um unsere Lepra-Dörfer zu modernisieren und den Betroffenen mehr Recht zu geben. Das stimmt mich zuversichtlich."

Pater Gutheinz wirkt seit 1961 vor allem in Taiwan. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung 2005 lehrte der Tiroler Systematische Theologie an der Fujen-Universität in Taipeh. Seine Aufgabe als Brückenbauer zwischen dem christlichen Glauben und der chinesischen Kultur kommt in zahlreichen wissenschaftlichen Werken zum Ausdruck. Neben seiner Lehrtätigkeit hat sich P. Gutheinz auf Taiwan und später auch in Festland-China intensiv um Leprakranke gekümmert. "allewelt" ist das Magazin der Päpstlichen Missionswerke (Missio) in Österreich.

Gutheinz war auch einer der Referenten beim diesjährigen Ordenstag der Kärntner Ordensgemeinschaften im Kloster Wernberg. Das Thema der Veranstaltung, die gemeinsam mit dem "Forum für Integration und Menschenrechte" durchgeführt wurde, lautete "Friedenspotential in Buddhismus, Islam und Christentum", wie die heimischen Ordensgemeinschaften berichteten.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

China

  1. Bistum Hongkong im Aufbruch: Erneut rund 2.500 Taufen zu Ostern 2026, davon 1.600 Erwachsene
  2. "Ein tragisches Unrecht"
  3. Chinas Bevölkerung wird nächstes Jahr um 3,2 Millionen schrumpfen
  4. China schränkt Aktivitäten ausländischer Christen weiter ein
  5. Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet
  6. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  7. China reagiert auf Grußtelegramm von Papst Franziskus
  8. China steuert auf Bevölkerungskrise zu
  9. Peking düpiert Vatikan mit Bischofsernennung
  10. Vatikan kritisiert unerlaubte Bischofsernennung in China







Top-15

meist-gelesen

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  6. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. "Derselbe Polarstern"
  9. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  10. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  11. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  12. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  13. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  14. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  15. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz