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Der Schrei der Armen – der Schrei des gemeinsamen Hauses

27. Oktober 2019 in Aktuelles, 29 Lesermeinungen
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Franziskus erklärt den Sinn der soeben vergangenen Amazonassynode. Wir haben oft den Satz ‚später ist es zu spät’ gehört: das darf kein Slogan bleiben. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am dreißigsten Sonntag im Jahreskreis, Abschlusstag der außerordentlichen Versammlung der Bischofssynode zur panamazonischen Region.

Die erste Lesung aus dem Buch Jesus Sirach erinnere uns an den Ausgangspunkt des Wegs der Synode: die Anrufung der Armen: „Das Gebet eines Demütigen durchdringt die Wolken - die Bitte eines ungerecht Behandelten wird er erhören“. Der Schrei der Armen sei zusammen mit dem der Erde vom Amazonas zu uns gekommen.

Nach diesen drei Wochen könnten wir nicht so tun, als hätten wir dies nicht gehört. Die Stimmen der Armen und vieler anderer innerhalb und außerhalb der Synodenversammlung – Hirten, Jugendliche, Wissenschaftler – drängten uns, nicht gleichgültig zu bleiben: „wir haben oft den Satz ‚später ist es zu spät’ gehört: das darf kein Slogan bleiben“.


„Was war die Synode?“, fragte sich der Papst. Sie „war, wie das Wort sagt, ein gemeinsamer Weg, getröstet von dem Mut und dem Trost, die vom Herrn kommen. Wir schauten uns gegenseitig in die Augen und hörten uns aufrichtig zu, ohne die Schwierigkeiten zu verbergen. Wir erlebten die Schönheit, vereint voranzukommen, um zu dienen“.

Der Apostel Paulus rege dazu in der heutigen zweiten Lesung an (2 Tim 4,6–8.16–18). In einem dramatischen Moment, während er wisse, dass die Zeit gekommen sei, dieses Leben zu verlassen“, schreibe er: „Aber der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Völker sie hören“ (V. 17).

Hier sei der letzte Wunsch des Paulus: nicht etwas für sich selbst oder für einige seiner Leute, sondern für das Evangelium, damit es allen Völkern verkündet werde. Dies stehe an erster Stelle und zählt vor allem anderen. Jeder von uns werde sich oft gefragt haben, was er seinem Leben Gutes tun solle: „Fragen wir uns heute: ‚Was kann ich für das Evangelium tun?’“.

Wir „haben uns auf der Synode gefragt, ob wir der Verkündigung des Evangeliums neue Wege eröffnen wollen. Denn man verkündige nur, was man lebe.

Um von Jesus zu leben, um vom Evangelium zu leben, müssten wir uns selbst verlassen. So „fühlten wir uns dann ermutigt, hinauszugehen und die bequemen Ufer unserer sicheren Häfen zu verlassen, um in tiefe Wasser zu gehen: nicht in das sumpfige Wasser der Ideologien, sondern in das offene Meer, wo der Geist uns einlädt, unsere Netze auszuwerfen“.

Für den kommenden Weg „rufen wir die Jungfrau Maria an, die als Königin von Amazonien verehrt und geliebt wird. Sie wurde dies nicht durch Eroberung, sondern durch Inkulturation: mit dem bescheidenen Mut der Mutter wurde sie zur Beschützerin ihrer Kinder, zur Verteidigung der Unterdrückten. Es gibt keine reine Kultur die die anderen reinigt Es gibt das Evangelium, ,das sich inkulturiert. Ihr, die sich im armen Haus von Nazareth um Jesus gekümmert hat, vertrauen wir die ärmsten Kinder und unser gemeinsames Haus an".




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Lesermeinungen

 lesa 29. Oktober 2019 

Eine Plausibilitäts-Macher-Kirche verliert die Kraft, den Armen zu helfen

"Zufällig" schlage ich im Tagebuch von Sr. I. Vermehren auf: "Methoden der heutigen Missionare: Entwicklungshilfe first und Seelsorge je nach Gelegenheit; indirekte, immanente Verkündigung. Die Tat als das eigentliche Kerygma des Wortes? Das ist der Anfang vom Abfall, weil es die Lösung der Wahrheit vom Wort bedeutet. Wir Menschen sind keine Engel-aber wir werden immer mehr dafür gehalten.
Unsere Gefahr, alles zu verwechseln, wird immer größer, unsere Liebe zu den Menschen ist noch nicht die Liebe Christi, unser Friedenswille nicht jener aus dem Herzen Jesu, unser Opfer nicht schon sein Opfer. Damit Er wirksam werden kann, müssen wir zurücktreten, uns vernichten: gerade diese Stufe wird immer übergangen."


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 lesa 29. Oktober 2019 

Sakramentalität der Kirche und Caritas nicht auseinanderdividieren

Eine Hauptwurzel des Problems der derzeitigen Kirchenkrise zeigte z. B. eine Aussage von Kardinal Marx: "Es ging uns bei der Synode mehr um den Menschen als um die Kirche". Missverständnis! In seinem Buch zeigt Erzbischof Gänswein auf: "Die eigentliche Glaubenskrise, die wir heute erleben, liegt im weitgehenden Verblassen des biblisch-christlichen Gottes als eines in der Geschichte gegenwärtigen und handelnden Gottes." Wie handelt er? Durch die Sakramentalität der Kirche als Erlösungshandeln, als Kraft der Liebe. Gänswein zitiert Papst Benedikt XVI. "Caritas, die Sorge um den anderen, ist nicht ein zweiter Sektor des Christentums neben dem Kult. Horizontale und Vertikale sind in der Eucharistie, im Brotbrechen verbunden."
Dort ist die Quelle der Caritas. Die wird den Armen genommen, wenn man nun durch gefährliche Öffnungen den Zölibat einem Dammbruch preisgibt! Und sei es durch Fußnoten. Es scheint wirklich nicht der Zeitpunkt, an dem die Kirche weitere Ausnahmeregelungen verträgt.


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 Hadrianus Antonius 29. Oktober 2019 
 

@HeikeStir

Ihre Frage wurde schon vom hochgeehrten @Bernhard Joseph beantwortet.
Der Kanon der Bibel stand erst ende des 5. bis zum 6.Jhdt fest; da Protoevangelium des Jakobus ist schon bei Clemens v. Alexandrien und bei Origines bekannt (Ende 2. Jhdt).
Alles nicht "geheime Quelle", sondern breitbekanntes und durchlebtes Allgemeinwissen, besonders bei den Orthodoxen und Altorientalen, und natürlich auch im Mittelalter bei uns.
(cfr. Johan Huizinga).
War Elementarwissen in den 40er und 50er Jahren in guten Priesterseminarien.
Eine kleine Frage meinerseits: wäre ein Glaubenskurs und -unterricht, sei es auch per Post, nicht nützlich für Sie um das Nichtwissen bzw. den geistigen Alzheimer (cfr. PFranziskus) zu bekämpfen?


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 Aegidius 28. Oktober 2019 
 

Liebe HeikeStir, wenn Sie das Neue Testament aufmerksam studieren, wird Ihnen auffallen, daß Maria 1. die Base von Elisabeth, der Frau eines Priesters (Leviten), also aus vornehmem Hause war;
2. über Grundbesitz in Bethlehem verfügte, weswegen sie ja von Nazareth dorthin reisen mußten, um sich in die Steuerlisten einzutragen. Niedergekommen ist sie im Stall (also im unteren Teil des Hauses) nicht, weil es so schön romatisch wie im Lied ("Wer klopfet an?") in allen Hotels am Ort kein erschwingliches Zimmer mehr gab, sondern weil es "oben", in den Wohnräumen keinen Platz mehr gab.
Joseph, der immer als "Zimmermann" dargestellt wird, war eher ein Bauunternehmer mit eigener Firma in einer voll durchhellenisierten Gegend, in der Jesus - wie man aus den Gleichnissen herauslesen kann in engen Kontakt mit der griechischen Kultur und LIteratur gekommen ist. Da ist kein Platz für die romantische Armengeschichte. Sorry. Lesen Sie zum Anfang von Carsten Peter Thiede: Jesus und Tiberius


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 Bernhard Joseph 28. Oktober 2019 
 

Hochgeschätzter Hadrianus Antonius,

Sie weisen da mal wieder auf einen neuralgischen Punkt im Denken von Papst Franziskus hin: Armut bedeutet für den Papst moralische Unbeflecktheit. Im marxistischen Denken wird ja ebenfalls das Proletariat jeglicher moralischer Verpflichtung und Wertung enthoben.

Dass aber gerade auch aus dem Kreis der "Armen" (Prekariat) das Kriminelle, man kann auch sagen, das Banditentum aufsteigt, wird gerne ideologisch von den Armutsromatikern unter den Tisch fallen gelassen.

Der Charakter des Menschen hängt nicht von der ökonomischen Lebenssituation ab. Sittliche Verwahrlosung findet sich in allen Schichten.

Das marxistische Denken unterschlägt die moralische Verkommenheit seiner Revolutionsführer.

Stalin, Mao und Pol Pot standen Hitler in nichts nach, denn der Marxismus ist letztlich nichts anderes als ein verkappter Faschismus mit pseudomoralischem Anstrich.


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 HeikeStir 28. Oktober 2019 
 

Hallo Hadrianus Antonius

Woher wissen Sie denn, dass Maria die Tochter eines begüterten Viehbesitzers war und Joseph eine Mannschaft von Steinhauern und Bauarbeitern führte?
In der Bibel steht davon nichts. Vielleicht haben Sie besondere Quellen, von denen sonst niemand weiß?


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 HeikeStir 28. Oktober 2019 
 

Danke Hl. Vater für die ermutigenden Worte!


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 Hadrianus Antonius 28. Oktober 2019 
 

Setut

"Später ist es zu spät": das ist natürlich nach Papst Franziskus'eigenen worten Unsinn, weil er selbst laut ausgerufe hat: "Alle werden gerettet, alle!".
Das "zu spät" ist auch eine unzulässige Einschränkung der Allmacht Gottes.
Nebenbei gesagt: die indigene Völker, besonders in Amazonien, wurden und werden nicht von "Reichen" bedrängt, sondern weitestgehend von ungebildeten Prekariatsangehörigen, die reich werden woll(t)en und unter Inkaufnahme von eigenen und fremden Gesundheitsschädigungen und Zerstörung der Natur in diese herrliche Gebiete trotz staatlichen Verbote einwanderten.
Warum in dieser Predigt das Haus in Nazareth arm gewesen sei, wo Maria Tochter eines begüterten Viehbesitzers war und Joseph eine Mannschaft von Steinhauern und Bauarbeitern führte: das ist wohl wieder die Inspiration vom domus sta Marta.


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 Kairos 28. Oktober 2019 
 

"Irdisches" vs. "Ewiges Heil"

Hat Jesus dort irgendeinen Widerspruch gesehen? Er hat es vielmehr verknüpft - danach sind die Armen und und Unterdrückten sowieso die Erben des Himmelreiches, diejenigen, die sich gegenüber ihren Klagen taub stellen und ihnen Steine statt Brot geben wollen, sind hingegen verurteilt.
Mir scheint daher die Forderung einer Synode im Lichte des Evangeliums völlig klar zu sein: den Bewohnern Amazoniens sowohl das Brot und die Gerechtigkeit zuzugestehen, ohne das sie den irdischen Leib nicht erhalten können - und ihnen diejenigen zu schicken, die ihnen die Worte des ewigen Lebens geben.
Irgendwelche Ausreden, nicht so zu handeln, werden am Ende aller Tage wenig Bestand haben.
Nochmals: es geht (aktuell) nicht um uns - sondern um die, für die Christus besonders gekommen ist und denen seine Seligpreisungen in erster Linie galten.


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 Zeitzeuge 28. Oktober 2019 
 

Lieber Bernhard Joseph!

Danke für die ausführliche Schilderung der befreiungs"theologischen" Ideologie!

Ich hatte ergänzend dazu bereits hier
auf die im dbk-shop PDF abrufbare große
Rede von Kardinal Höffner vom 24.09.1984 "Soziallehre der Kirche oder
Theologie der Befreiung" verwiesen.

Jetzt hat das links-peronistische Gespann Fernandez/Kirchner die Präsidentenwahl in Argentinien gewonnen.

Leider scheint unser Papst dabei Wahlhelfer gespielt zu haben, siehe Link!

Nun steht wohl einem päpstl.Besuch in Argentinien nichts mehr im Wege, wenngleich u.a. zu befürchten ist,
daß die neuen Machthaber versuchen werden, die Abtreibungsgesetze in Richtung der Kultur des Todes zu ändern.

Custos quid de nocte?

www.freiewelt.net/nachricht/franziskus-unterstuetzt-zusammenarbeit-von-korrupten-linkspolitikern-argentiniens-10078723/


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 Bernhard Joseph 28. Oktober 2019 
 

Lieber Zeitzeuge! - Teil IV

Der christliche Glaube kennt genau die Verherrlichung der Gewalt nicht. Im Gegenteil, im Leiden des Heiland am Kreuz wird alle Gewalt überwunden und als Macht Satans erkannt.

Die Befreiungstheologie verweigert sich jedoch dieser grundlegenden Absage an Gewalt. In ihr waltet versteckt weiter die Faszination der Gewalt als Zukunft gestaltende Macht.

Daher haben Befreiungstheologen wie Ernesto Cardenal sich der politischen Macht=Gewalt bedingungslos verschrieben.

Diesen Charakteren eignet ein Hang zum extrem Autoritären, zu Verabsolutierung von Macht und zwar als persönliche Macht. Im Intellektuellen drückt sich dieser Hang zur Gewalt im marxistischen Denken in der radikalen Verabsolutierung der eigenen Begrifflichkeiten aus. Wo diese nicht bedingungslos akzeptiert werden, schreitet man zur brutalen Sanktion.

Jeder möge sich fragen, wo diese Charakterzüge ebenfalls ausgeprägt in unserer Kirche zu finden sind.


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 Bernhard Joseph 28. Oktober 2019 
 

Lieber Zeitzeuge! - Teil III

Damit aber wird das Böse, die Sünde, anonymisiert und von der die Sünde begehenden Person abgelöst. Der Klassenkampf kennt keine Sünde, sondern nur noch Machtverhältnisse, die je nach Gewaltpotential verschoben werden können.

Hat man sich erst mal vom konkreten Sündenbegriff gelöst, legitimiert sich die Gewalt wie von selbst. Nun kann man sie erst wirklich in allen Zügen ausleben.

Es fällt auf, wenn man auf marxistische Regime blickt, dass ihre Führer einen ausgesprochen ausgeprägten Hang zum Verbrechen haben.

Stalin war schon vor der Revolution ein Krimineller, der vor jeglicher Brutalität nicht zurückschreckte.

Che Guevara ertrug es nicht, ein Leben ohne Gewalt zu führen und schloss sich bald wieder revolutionären Kampftruppen an.

Und Fidel Castro rannte stets mit einem Revolver am Gürtel herum.

Die proklamierte Gleichheit der Menschen hebt sich im Marxismus in den konkreten Macht- sprich Gewaltverhältnissen auf.

Der christliche Glaube steht diesem Denken diametral entgegen.


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 Bernhard Joseph 28. Oktober 2019 
 

Lieber Zeitzeuge! - Teil II

Diese Faszination der Gewalt teilt die marxistische Ideologie mit dem Faschismus. Auch dort kommt der Gewalt als Zukunft gestaltende Macht eine zentrale Rolle zu. Der Faschismus kaschiert diese Faszination jedoch nicht mittels Moral, sondern ist offen brutal.

Wie sieht es aber nun mit der moralischen Legitimation aus, die die marxistische Befreiungstheologie wie ein Schutzschild nutzt, um Gewalt zu legitimieren?

Geht es wirklich um die Armen und Entrechteten oder geht es um gesellschaftliche Macht?

Schaut man auf die Lateinamerikanischen Länder, in denen die marxistische revolutionäre "Befreiung" stattgefunden hat, dann sieht man, dass die Unterdrückung nicht verschwunden ist, sie hat sich nur auf andere Gruppen verlagert, die ebenso, wenn nicht sogar noch brutaler unterdrückt werden bzw. unterdrücken - siehe Maduro etc.

Auch fällt auf, dass die marxistische Theorie ein Menschenbild konstruiert, das der Realität nicht Stand hält. Das Böse entspringt dabei Klassengegensätzen.


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 dulcedo 28. Oktober 2019 
 

Worthülsen, Barmherzigkeitsfassade!

Eine ganz andere, zerstörerische Agenda wird tatsächlich verfolgt.


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 Bernhard Joseph 28. Oktober 2019 
 

Werter Zeitzeuge!

Die Befreiungstheologie, analog dem Marxismus, übt gerade auf junge Menschen immer eine Faszination aus. Fragt man nach den Gründen, so ist da zuallererst die theoretische Hinwendung zu den "Armen" und "Entrechteten" zu nennen. Das gibt diesen ineinander eng verschränkten Ideologien eine gewisse moralische Unangreifbarkeit, denn wer wollte schon etwas dagegen sagen, den "Schrei der Armen" ernst zu nehmen. Schaut man jedoch genauer hin, so fällt auf, dass im marxistischen Denken Gewalt eine zentrale Rolle zukommt. Nicht die Bewusstwerdung der Ursachen der Armut ist in der Praxis relevant, auch nicht die Erkenntnis von Schuld, sondern die revolutionäre Tat.

Mittels brutalster Gewalt soll ein gesellschaftlicher Zustand herbeigeführt werden, in dem dann alle gleich sind. Die Legitimation der Gewalt stützt sich auf eine theoretische Moral, die nur noch den Kampf als moralisch zulässt. Der Marxismus verherrlicht daher immer Gewalt als notwendiges Mittel der Befreiung von den "Herrschenden"


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 richrose 28. Oktober 2019 
 

Was ist mit dem "Schrei" der Gläubigen, die sich gegen diesen ganzen Schnickschnack zur Wehr setz

und nicht wollen, dass ihre Kirche noch weiter zerstört und womöglich in eine NGO verwandelt wird?
Hört PF auch auf diesen (Auf)Schrei?
Wohl kaum, rechtgläubige Katholiken haben keine Lobby - nach ihrem Befinden wird nicht gefragt. Wenn das nicht diskriminierend ist!


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 Zeitzeuge 28. Oktober 2019 
 

Werter girsberg74!

Das ist natürlich die Schlüsselfrage!

Die bekannten, offenen anderen Fragen,
Dubia etc. lassen nichts Gutes ahnen.

Hoffentlich finden sich mutige Kardinäle
und Bischöfe, die gegen den "Pachamama-Karneval" protestieren- und sei es hinter
den Kulissen, wie im 14. Jh. als Papst
Johannes XXII. falsche eschatologische
Ansichten in Predigten artikulierte.
Da fanden sich Theologen, die protestierten, einer wurde sogar eingekerkert, aber der hochbetragte
Papst widerrief einen Tag vor seinem Tod
und sein Nachfolger, Benedikt XII. definierte dann die richtige Lehre.

Waren die Theologen im Mittelalter mutiger als heute?

Die theologisch einwandfreien Kardinäle
und Bischöfe müssten viel mutiger und
eindringlicher beim Papst intervenieren
und protestieren!


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 Stefan Fleischer 28. Oktober 2019 

@ girsberg74 Wo ansetzen?

Eine Stelle der Schrift lässt mich in letzter Zeit nicht in Ruhe: Joh 6,60-7,2 - die Spaltung unter den Jüngern. Der Schlüsselsatz darin scheint mir gerade auch für heute Joh 6,68 zu sein: «Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.»
Beruht die ganze Misere in unserer Kirche und Welt nicht darauf, dass wir modernen Menschen mit den «Worten des ewigen Lebens» nichts mehr anzufangen wissen? Und steht nicht gerade die Befreiungstheologie an vorderster Front im Einsatz für alle die vielen «Worte des irdischen Lebens», mit welchen all die falschen Propheten von heute die Menschen zu fangen versuchen? Aber Christus ist nicht gekommen ein heiles Reich Israel wieder aufzubauen. Er ist gekommen um sein Volk von seinen Sünden zu erlösen. Wir müssen uns also wieder bewusst machen: «Wir sind also Gesandte an Christi statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!» 2.Kor 5,20


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 girsberg74 27. Oktober 2019 
 

Wo ansetzen?

@Zeitzeuge „Liebe lakota, Stefan Fleischer u. Bernhard Joseph! …

… Das [ gemeint „Pachamama“ ] findet unter den Augen oder sogar mit Billigung der Pseudo-Missionare statt, hat denn niemand den Papst ehrlich informiert?“

Ihrem Problem liegt eine fragwürdige Annahme zugrunde, und zwar die Befindlichkeit von PF betreffend.

Meine Frage: Will er ehrlich informiert werden oder nur das hören, dem er ohnehin folgen will?


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 nazareth 27. Oktober 2019 
 

Priesterberufungen fehlen...

Bischof Kräutler hat in all den Jahren keinen Indigenen und keine Indigene getauft. Das ist eine Schocknachricht. Es gibt keine kolportierten Inhalte während der Amazonassynode über das Inkulturieren des Monotheismus,heilige Dreifaltigkeit, Christus als Erlöser und Heiland, Maria als Gnadenmutter aber Mensch, Heilige im Himmel, Sakramente, Lehre über Himmel und Hölle, Teufel, Engel und ewiges Leben. Wie sollen denn da Priesterberufungen wachsen ohne lebendige Zeugen der Gegenwart Gottes durch die hl. kath. Kirche im Amazonasgebiet?


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 CALIFAX 27. Oktober 2019 

Was ist mit dem Schrei der Ungeborenen?

Dafür gibt es keine Extra-Synode, sind ja nur jährlich 50 Mio. Kinder, die das Licht der Welt nicht erblicken dürfen...


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 Tisserant 27. Oktober 2019 

Ich brauche keinen zweiten Staatsratsvorsitzenden als Oberhaupt der kath Kirche!
Die Segnungen des sozialistischen Systems, haben wir in Deutschland und in der Welt Reben, erleiden und erdulden müssen.
Es ist gescheitert von Anfang an.

Die Prophezeiung, dass Rom der Sitz des Antichristen wird, rückt immer näher.
In Deutschland und in den Gemeinden ist dies schon in weiten Teilen der Fall.
Linksgrüne Idiotiologie anstatt Geheimnis des Glaubens.
Humanismus und Egzentrik und Narzismus ist das neue Heil in der Kirche.


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 Stefan Fleischer 27. Oktober 2019 

Der Schrei der materiell Armen

sollte uns nicht die stummen Schreie jener überhören lassen, welche Gott verloren oder noch nicht gefunden haben, und besonders jener, welche durch unseren eigenen Unglauben, unsere Zerstrittenheit, unseren mangelnden Mut etc. nicht (mehr) wissen, wo sie die Wahrheit finden können.


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 Zeitzeuge 27. Oktober 2019 
 

Liebe lakota, Stefan Fleischer u. Bernhard Joseph!

Zur grundl. Orientierung über die
sog. "Theologie der Befreiung" habe ich
im Link den gr. Vortrag von Kardinal
Höffner beigefügt, einfach im dbk-shop
PDF öffnen, darin auch mehr über die
sog. "Option für die Armen", die Armen
sind nicht automatisch vor Gott gerechtfertigt, auch für sie gilt das
sperrige Gotteswort Mark. 16.15-16!

Bzgl. "Maria, Königin von Amazonien" begeht der Papst offenbar den
Fehler, Inkulturation mit Sykretismus,
genau gesagt symbiotischem Synkretismus
zu verwechseln, ich zitiere z.B. aus
einem unkrit. Artikel:

"Natürlich hat sich das Bild der Pachamama im Laufe der Zeit aufgrund
von Kolonialisierung und Katholizisms
verändert. Niemals ist es jedoch verlorengegangen. Vielmehr wurde es mit
der Jungfrau Maria vermischt und so findet man heute vielfach Zeremonien
zu Ehren der Gottesmutter, die eigentlich an Pachamama gerichtet sind."

Das findet unter den Augen oder sogar
mit Billigung der Pseudo-Missionare
statt, hat denn niemand den Papst ehrlich informiert?

www.dbk-shop.de/de/deutsche-bischofskonferenz/der-vorsitzende-der-bischofskonferenz/soziallehre-kirche-theologie-befreiung.html


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 Chris2 27. Oktober 2019 
 

Das irdische Heil?

Wohin all die irdischen Heilsversprechen führen, haben besonders der National- und Internationalsozialismus im 20. Jhdt. mit ihren zusammen wohl über 100 Millionen Opfern eindrucksvoll belegt. Wie viele die aktuell grassierenden Sozialismen fordern werden - über Maria, Mia, Mireille und all die anderen hinaus, die jetzt bereits Opfer der "vielen Verwerfungen" wurden -, wird sich noch weißen.


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 Federico R. 27. Oktober 2019 
 

@Bernhard Joseph, das haben Sie aber glasklar ...

... auf den Punkt gebracht: Hier auf Erden das fortdauernde Glück zu finden gelingt niemandem. Auch Leid und Schmerz gehören zu unseren „treuen“ irdischen Weggefährten, und daran wird sich nie etwas ändern. Der reiche Playboy Gunter Sachs z.B., dem es an irdischen Gütern wahrlich nie mangelte und der SEIN Leben in vollen Zügen genossen hatte, fand, in die Jahre gekommen, keinen Sinn mehr in seinem Dasein und machte schließlich selbst seinem Leben ein Ende. Er fürchtete, wie berichtet, die Demenz. Krankheit und sonstiges Leid trifft Arm und Reich gleichermaßen. Deshalb sollte man, wenn gläubig, rechtzeitig fürs ewige Leben Vorsorge treffen. Dafür gibt’s aber keine beitragspflichtige Versicherung.
Aber p.Franziskus sollte mal ein wenig auf seine Gesundheit aufpassen. Bei den vielen Schreien, die ihn fast täglich erreichen, könnte es leicht zum Hörsturz mit entsprechenden Beeinträchtigungen seines Gehörs kommen.


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 lakota1 27. Oktober 2019 
 

Die Verkündigung des Evangeliums

"Hier sei der letzte Wunsch des Paulus: nicht etwas für sich selbst oder für einige seiner Leute, sondern für das Evangelium, damit es allen Völkern verkündet werde."

Wo, in all den Berichten über die Amazonas-Synode, wird das denn deutlich? Wo kann ich lesen, daß die Verkündigung des Evangeliums (so wie es Paulus verkündet hat) das Wichtigste ist? Das Evangelium von unserem Herrn Jesus Christus, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, und wir nur durch IHN zum Vater kommen können?
Wo war das in dieser Synode denn Thema?


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 Stefan Fleischer 27. Oktober 2019 

Die Verkündigung des Evangeliums

Was mir je länger je weniger klar ist, ist die Frage, welches Evangelium unsere Kirche eigentlich heute verkündet. Ist des das Evangelium unserer Erlösung und unseres ewigen Heils, oder ist es das Evangelium einer irdischen Befreiung und eines irdischen Heils?


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 Bernhard Joseph 27. Oktober 2019 
 

Die Befreiungstheologie wird scheitern

Der Papst mag noch so oft die Armut der Menschen in dieser Welt als Rechtfertigung der marxistischen Befreiungstheologie benutzen, die politische "Theologie" wird im Sumpf des neuheidnischen Irrationalismus untergehen.

Der christliche Erlösungsglaube richtet sich nicht auf das Diesseits, in dem es bis zum Ende der Zeit Leid, Ungerechtigkeit und Armut geben wird, schon weil die Menschen nicht von der Sünde lassen.

Nicht die Rettung des körperlichen Genusses ist Ziel und Auftrag der Verkündigung sondern die Rettung der Seelen. Der Mensch lebt hienieden nicht ewig, jedoch im Jenseits schon; im Himmel oder der Hölle.

Der politische Kampf steht der tieferen Glaubenswahrheit klar entgegen, denn der Christ weiss, dass alle politischen Systeme nur Windhauch sind.

Lassen wir uns als dem katholischen Glauben treue Katholiken nicht durch befreiungstheologische Verdrehungen der Wahrheit in die Irre führen!


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