30 Oktober 2019, 12:44
Das Christentum gelangt nach Europa.
 
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Franziskus: die Ankunft des Christentums in Europa und der Beginn eines Prozesses der Inkulturation, der bis heute fortdauert. Das Besondere der weiblichen Gastfreundschaft. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Dort hatte Paulus in der Nacht eine Vision. Ein Mazedonier stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! Auf diese Vision hin wollten wir sofort nach Mazedonien abfahren; denn wir kamen zu dem Schluss, dass uns Gott dazu berufen hatte, dort das Evangelium zu verkünden“ (Apg 16,9-10). ).

In der heutigen Katechese zur 34. Generalaudienz des Jahres 2019 setzte Papst Franziskus seine Reihe der Betrachtungen über die Apostelgeschichte fort. Vor den Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz widmete er die vierzehnte Katechese dem Thema: „Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! – Der christliche Glaube gelangt nach Europa“.

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Die Apostelgeschichte erzähle, wie Paulus sich auf seinen Missionsreisen ganz der Führung des Heiligen Geistes überlasse, so der Papst. Auf eine nächtliche Vision hin breche er sofort nach Mazedonien auf, um dort das Evangelium zu verkünden. Unterwegs treffe er auch auf die Purpurhändlerin Lydia. „Der Herr öffnete ihr das Herz“ (Apg 16, 14), so dass sie Christus in ihr Leben aufnehme und alle, die zu Christus gehören.

Sie gewähre Paulus und seinem Begleiter Silas Gastfreundschaft. Damit ereigne sich die Ankunft des Christentums in Europa und der Beginn eines Prozesses der Inkulturation, der bis heute fortdauere.

Diese typisch weibliche Gastfreundschaft, von der im Neuen Testament wiederholt die Rede sei, sei ein entscheidendes Merkmal der Hauskirchen, „in denen die ersten Christen zusammenkamen, um das Evangelium miteinander zu teilen und weiterzugeben“.

Doch schon kurze Zeit später fänden sich Paulus und sein Begleiter in den wenig gastlichen Mauern des Gefängnisses wieder. Sie klagten dennoch nicht, „sondern preisen den Herrn“. Dieses Gotteslob setze eine ungeheure Energie frei, die im wahrsten Sinne des Wortes ihre Ketten sprenge und schließlich sogar dazu führe, dass auch der Gefängniswärter zum Glauben komme, sich und die Seinen taufen lasse und die Freiheit der Kinder Gottes und die Freude des Glaubens selbst erleben dürfe.

„Bitten wir den Heiligen Geist auch heute um ein offenes Herz“, so Franziskus abschließend, der betonte, dass der Heilige Geist der Protagonist der Mission sei, „das für Gott empfänglich und für seine Brüder und Schwestern wie das von Lydia gastfreundlich ist, und um einen kühnen Glauben wie den von Paulus und Silas, der in der Lage ist, unsere Ketten und jene der uns nahe Stehenden zu brechen vermag“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ein herzliches Willkommen den Pilgern deutscher Sprache, insbesondere der Gruppe aus der Pfarrei Sankt Martin Deggendorf in Begleitung von Weihbischof Josef Graf. Bitten wir den Heiligen Geist um ein offenes Herz, das empfänglich für Gott und gastfreundlich gegenüber den Brüdern und Schwestern ist. Bitten wir auch um einen mutigen Glauben, der uns wirklich frei macht.



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