Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Die Umkehr des Zachäus

3. November 2019 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die Liebe, die das Böse überwindet und zu neuem Leben führt. Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist“: Angelus am einunddreißigsten Sonntag im Jahreskreis.. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet konzentrierte sich Papst Franziskus auf das Tagesevangelium nach Lukas (Lk 19,1-10).

Dieses versetze uns in die Spur Jesu, der auf seinem Weg nach Jerusalem in Jericho Halt mache. Es gebe so viele Leute, die ihn begrüßten, darunter ein Mann namens Zachäus, der oberste Zollpächter. Er sei nicht wegen des ehrlichen Verdienstes reich gewesen, sondern weil er um ein Bestechungsgeld gebeten habe. Zachäus „versuchte zu sehen, wer Jesus war“. Er habe ihn nicht treffen wollen, aber er sei neugierig gewesen. Da er von geringer Statur gewesen sei, „klettert er auf einen Baum“. Als Jesus in der Nähe ankomme, schaue er auf und sehe ihn.


Dies sei wichtig: der erste Blick ist nicht der von Zachäus, sondern jener von Jesus, der unter den vielen Gesichtern, die ihn eng umgäben, genau das suche. Der barmherzige Blick des Herrn erreiche uns, bevor wir erkennten, „dass wir ihn brauchen, um errettet zu werden“. Mit diesem Blick des göttlichen Meisters beginne das Wunder der Bekehrung des Sünders von Jericho. Tatsächlich rufe Jesus ihn und nennt ihn beim Namen: „Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben“ (V. 5). Er mache ihm keine Vorwürfe oder halte ihm eine Predigt. Er sage ihm, dass er zu ihm gehen müsse, weil es der Wille des Vaters sei.

Dieses Verhalten Jesu hätte auch uns empört, doch die Verachtung und die Verschlossenheit gegenüber dem Sünder bewirkten nichts anderes als ihn zu isolieren und ihn im Bösen zu verhärten, das er gegen sich selbst und gegen die Gemeinschaft tue. Stattdessen verurteile Gott die Sünde, versuche aber, den Sünder zu retten. Er suche danach, ihn wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Wer sich noch nie von Gottes Barmherzigkeit gesucht gefühlt habe, könne die außerordentliche Größe der Gesten und Worte, mit denen Jesus sich Zachäus nähere, nur schwer fassen.

Jesu Akzeptanz und Aufmerksamkeit für ihn brächten diesen Mann zu einem klaren Umdenken. In einem Augenblick werde ihm klar, wie kleinlich ein Leben sei, in dem es um das Geld gehe. Als er den Herrn bei sich zu Hause habe, sehe er alles mit anderen Augen, auch mit ein wenig Zärtlichkeit, mit der Jesus ihn angesehen habe. Auch seine Sichtweise und sein Umgang mit Geld änderten sich: die Geste des Ansichreißens werde durch die des Gebens ersetzt.

Tatsächlich beschließe er, den Armen die Hälfte von dem zu geben, was er habe, und viermal das zurückzugeben, was er zu viel gefordert habe. Zachäus entdecke von Jesus, dass es möglich sei, unentgeltlich zu lieben. Als er die Liebe treffe und entdecke, dass er trotz seiner Sünden geliebt werde, werde er in der Lage, andere zu lieben, und er mache so das Geld zu einem Zeichen der Solidarität und Gemeinschaft.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. Fatima-Tag in Berlin
  4. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  5. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  6. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  7. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  10. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  11. Im Licht der Liebe
  12. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  13. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  14. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  15. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz