Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  11. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer

Die Umkehr des Zachäus

3. November 2019 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die Liebe, die das Böse überwindet und zu neuem Leben führt. Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist“: Angelus am einunddreißigsten Sonntag im Jahreskreis.. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet konzentrierte sich Papst Franziskus auf das Tagesevangelium nach Lukas (Lk 19,1-10).

Dieses versetze uns in die Spur Jesu, der auf seinem Weg nach Jerusalem in Jericho Halt mache. Es gebe so viele Leute, die ihn begrüßten, darunter ein Mann namens Zachäus, der oberste Zollpächter. Er sei nicht wegen des ehrlichen Verdienstes reich gewesen, sondern weil er um ein Bestechungsgeld gebeten habe. Zachäus „versuchte zu sehen, wer Jesus war“. Er habe ihn nicht treffen wollen, aber er sei neugierig gewesen. Da er von geringer Statur gewesen sei, „klettert er auf einen Baum“. Als Jesus in der Nähe ankomme, schaue er auf und sehe ihn.


Dies sei wichtig: der erste Blick ist nicht der von Zachäus, sondern jener von Jesus, der unter den vielen Gesichtern, die ihn eng umgäben, genau das suche. Der barmherzige Blick des Herrn erreiche uns, bevor wir erkennten, „dass wir ihn brauchen, um errettet zu werden“. Mit diesem Blick des göttlichen Meisters beginne das Wunder der Bekehrung des Sünders von Jericho. Tatsächlich rufe Jesus ihn und nennt ihn beim Namen: „Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben“ (V. 5). Er mache ihm keine Vorwürfe oder halte ihm eine Predigt. Er sage ihm, dass er zu ihm gehen müsse, weil es der Wille des Vaters sei.

Dieses Verhalten Jesu hätte auch uns empört, doch die Verachtung und die Verschlossenheit gegenüber dem Sünder bewirkten nichts anderes als ihn zu isolieren und ihn im Bösen zu verhärten, das er gegen sich selbst und gegen die Gemeinschaft tue. Stattdessen verurteile Gott die Sünde, versuche aber, den Sünder zu retten. Er suche danach, ihn wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Wer sich noch nie von Gottes Barmherzigkeit gesucht gefühlt habe, könne die außerordentliche Größe der Gesten und Worte, mit denen Jesus sich Zachäus nähere, nur schwer fassen.

Jesu Akzeptanz und Aufmerksamkeit für ihn brächten diesen Mann zu einem klaren Umdenken. In einem Augenblick werde ihm klar, wie kleinlich ein Leben sei, in dem es um das Geld gehe. Als er den Herrn bei sich zu Hause habe, sehe er alles mit anderen Augen, auch mit ein wenig Zärtlichkeit, mit der Jesus ihn angesehen habe. Auch seine Sichtweise und sein Umgang mit Geld änderten sich: die Geste des Ansichreißens werde durch die des Gebens ersetzt.

Tatsächlich beschließe er, den Armen die Hälfte von dem zu geben, was er habe, und viermal das zurückzugeben, was er zu viel gefordert habe. Zachäus entdecke von Jesus, dass es möglich sei, unentgeltlich zu lieben. Als er die Liebe treffe und entdecke, dass er trotz seiner Sünden geliebt werde, werde er in der Lage, andere zu lieben, und er mache so das Geld zu einem Zeichen der Solidarität und Gemeinschaft.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz