Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. So fühlt sich Nachhausekommen an
  8. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. Menschenrecht auf Abtreibung?
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  13. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  14. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  15. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds

Die Umkehr des Zachäus

3. November 2019 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die Liebe, die das Böse überwindet und zu neuem Leben führt. Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist“: Angelus am einunddreißigsten Sonntag im Jahreskreis.. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet konzentrierte sich Papst Franziskus auf das Tagesevangelium nach Lukas (Lk 19,1-10).

Dieses versetze uns in die Spur Jesu, der auf seinem Weg nach Jerusalem in Jericho Halt mache. Es gebe so viele Leute, die ihn begrüßten, darunter ein Mann namens Zachäus, der oberste Zollpächter. Er sei nicht wegen des ehrlichen Verdienstes reich gewesen, sondern weil er um ein Bestechungsgeld gebeten habe. Zachäus „versuchte zu sehen, wer Jesus war“. Er habe ihn nicht treffen wollen, aber er sei neugierig gewesen. Da er von geringer Statur gewesen sei, „klettert er auf einen Baum“. Als Jesus in der Nähe ankomme, schaue er auf und sehe ihn.


Dies sei wichtig: der erste Blick ist nicht der von Zachäus, sondern jener von Jesus, der unter den vielen Gesichtern, die ihn eng umgäben, genau das suche. Der barmherzige Blick des Herrn erreiche uns, bevor wir erkennten, „dass wir ihn brauchen, um errettet zu werden“. Mit diesem Blick des göttlichen Meisters beginne das Wunder der Bekehrung des Sünders von Jericho. Tatsächlich rufe Jesus ihn und nennt ihn beim Namen: „Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben“ (V. 5). Er mache ihm keine Vorwürfe oder halte ihm eine Predigt. Er sage ihm, dass er zu ihm gehen müsse, weil es der Wille des Vaters sei.

Dieses Verhalten Jesu hätte auch uns empört, doch die Verachtung und die Verschlossenheit gegenüber dem Sünder bewirkten nichts anderes als ihn zu isolieren und ihn im Bösen zu verhärten, das er gegen sich selbst und gegen die Gemeinschaft tue. Stattdessen verurteile Gott die Sünde, versuche aber, den Sünder zu retten. Er suche danach, ihn wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Wer sich noch nie von Gottes Barmherzigkeit gesucht gefühlt habe, könne die außerordentliche Größe der Gesten und Worte, mit denen Jesus sich Zachäus nähere, nur schwer fassen.

Jesu Akzeptanz und Aufmerksamkeit für ihn brächten diesen Mann zu einem klaren Umdenken. In einem Augenblick werde ihm klar, wie kleinlich ein Leben sei, in dem es um das Geld gehe. Als er den Herrn bei sich zu Hause habe, sehe er alles mit anderen Augen, auch mit ein wenig Zärtlichkeit, mit der Jesus ihn angesehen habe. Auch seine Sichtweise und sein Umgang mit Geld änderten sich: die Geste des Ansichreißens werde durch die des Gebens ersetzt.

Tatsächlich beschließe er, den Armen die Hälfte von dem zu geben, was er habe, und viermal das zurückzugeben, was er zu viel gefordert habe. Zachäus entdecke von Jesus, dass es möglich sei, unentgeltlich zu lieben. Als er die Liebe treffe und entdecke, dass er trotz seiner Sünden geliebt werde, werde er in der Lage, andere zu lieben, und er mache so das Geld zu einem Zeichen der Solidarität und Gemeinschaft.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  3. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  4. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  7. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  8. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  9. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  10. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  11. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  12. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  13. Menschenrecht auf Abtreibung?
  14. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  15. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz