Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  2. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  3. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  4. Schisma auf leisen Sohlen
  5. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  9. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  10. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  11. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  12. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  13. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  14. Bericht des US-Justizministeriums: Regierung Biden hat traditionelle Christen intensiv durchleuchtet
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

Der Heilige Martin - Zerstörer heidnischer Kulte

11. November 2019 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Martinus hatte nämlich die Gewohnheit, überall dort, wo er Heidentempel zerstörte, sofort Kirchen oder Klöster zu bauen - Ein Beitrag aus der Vita sancti Martini


Tours (kath.net)
Ein andermal hatte er in einem Dorf einen uralten Tempel zerstört. Er war eben im Begriff, eine Föhre, die ganz nahe beim Heiligtum stand, umzuhauen. Da widersetzen sich die dortigen Oberpriester mit der ganzen Schar der Heiden. Während der Zerstörung des Tempels hatten sie sich auf Gottes Geheiß ruhig verhalten. Den Baum wollten sie jedoch nicht auch noch fällen lassen. Martinus redete ihnen eindringlich zu, der Baum berge nichts Heiliges in sich; sie sollten sich lieber dem Gott anschließen, dem er selbst diene; der Baum müsse gefällt werden, weil er dem bösen Geist geweiht sei.

Da sprach einer aus ihrem Kreise, der verwegener war als die andern:
"Wenn du etwas Vertrauen hast zu dem Gott, den du zu verehren vorgibst, so laß uns den Baum umhauen und du mußt ihn im Sturz aufhalten. Ist dein Gott, wie du sagst, mit dir, so wirst du unverletzt bleiben". Martinus sagte das zu; denn er kannte keine Furcht und vertraute fest auf Gott. Die ganze Heidenschar war jetzt mit dieser Bedingung einverstanden; gern wollten sie ihren Baum fallen sehen, wenn sie nur durch seinen Sturz auch den Feind ihrer Heiligtümer erschlagen sähen. Die Föhre stand nach einer Seite geneigt. Es war klar, nach welcher Seite sie beim Umhauen fallen mußte. Martinus ließ sich fesseln und nach dem Willen der Heiden gerade dorthin stellen, wohin nach jedermanns Überzeugung der Baum stürzen mußte. Alsbald begannen sie in unbändiger Freude damit, die Föhre umzuhauen. Eine neugierige Schar schaute von ferne zu. Schon fing die Föhre an zu wanken und drohte umzustürzen. Die Mönche standen schreckensbleich in einiger Entfernung und waren voll Entsetzen, da die Gefahr näher kam; sie hatten alle Hoffnung und alles Vertrauen aufgegeben und warteten nur mehr auf den Tod des Martinus. Der aber harrte voll Gottvertrauen furchtlos aus.


Schon krachte die Föhre, sie neigte sich, sie sank, sie fiel schon auf ihn, da erhob Martinus seine Hand gegen sie und setzte ihr das Zeichen des Heiles entgegen. Wie von einem Wirbelsturm erfaßt, wurde sie da zurückgeworfen und stürzte nach der entgegengesetzten Richtung. Beinahe hätte sie dabei die Heiden, die sich dort sicher glaubten, zu Boden geschlagen.

Durch lautes Schreien gaben die Heiden ihrem Staunen über das Wunder Ausdruck. Die Mönche aber weinten vor Freude. Alle priesen zusammen den Namen Christi.

Es zeigte sich klar, daß dieser Tag jener Gegend Heil gebracht habe. Denn kaum einer war unter dieser großen Heidenschar, der nicht um die Handauflegung gebeten, den Irrwahn des Heidentums aufgegeben und an den Herrn Jesus geglaubt hätte. Bevor Martinus gekommen war, hatten in diesen Gegenden nur wenige, fast niemand, das Christentum angenommen.

Durch die Wundermacht und das Beispiel des Heiligen erstarkte das Christentum so sehr, daß sich jetzt dort kein Gau findet, der nicht mit vielbesuchten Kirchen oder stark bevölkerten Klöstern ganz besät wäre. Martinus hatte nämlich die Gewohnheit, überall dort, wo er Heidentempel zerstörte, sofort Kirchen oder Klöster zu bauen.
(Aus der Vita sancti Martini, 13)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heilige

  1. USA: Schülerin bemalt in Großprojekt ihre katholische Schule mit lebensgroßen Heiligenfiguren
  2. „Von den Möglichkeiten, die wir heute haben, konnten Ansgar und Bonifatius nur träumen“
  3. Episode über Carlo Acutis als TV-Debüt von Scorseses Tochter
  4. Papst Leo XIV.: „Von den Berufungen ist die Ehe eine der edelsten und höchsten“
  5. Wird die PlayStation von Carlo Acutis die erste Gaming-Reliquie in der Kirchengeschichte?
  6. Vatikan: Carlo Acutis ist glaubwürdiges Vorbild für Jugendliche
  7. "Wenn ich keine Hoffnung im Herrn hätte, was würden wir in dieser Welt tun?"
  8. 'Ihr größter Wunsch war es, zu erkennen und zu tun, was Gott gefällt'
  9. Großes Interesse an Heiligsprechung von Carlo Acutis unter jungen US-Katholiken
  10. Papst macht Weg für weitere Selig- und Heiligsprechungen frei






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  4. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  7. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  10. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  11. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. „Es war, als sähe ich Jesus wirklich“
  14. Paris: Klassische lateinische Messe bringt eine neue Generation in die katholische Kirche
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz