14 November 2019, 12:00
‚Grey’s Anatomy’ und Abtreibungspropaganda
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Abtreibung'
Fähige und sensible Mediziner helfen einer Frau bei ihrer Abtreibung. Diese Botschaft wird in einer der neuesten Folgen der beliebten Fernsehserie vermittelt.

Burbank/Seattle (kath.net/LifeNews/jg)
Die Fernsehserie „Grey’s Anatomy“ vermittelt in einer ihrer neuesten Folgen die Ideen der Abtreibungslobby, kritisiert Karen Townsend in einem Artikel für die Internetseite Newsbusters.

In „Papa Don’t Preach“ (dt. „Papa, predige nicht“) wird eine 25jährige in die Notaufnahme des Krankenhauses gebracht, nachdem sie auf der Kellerstiege gestürzt ist. Die Untersuchung zeigt, dass sie eine innere Blutung hat und in der achten bis zehnten Woche schwanger ist. Als sie erfährt, dass ihr Ungeborenes den Sturz überlebt hat, zeigt sich die junge Frau enttäuscht.

Werbung
Ordensfrauen


Im Lauf der Folge erfährt man, dass sie eine alleinerziehende Mutter ist, die bereits ein Kind hat. Sie muss zwei Berufe ausüben, um sich finanziell über Wasser zu halten und ist nicht krankenversichert.

Dr. Amelia Sheperd nimmt sich der jungen Frau an, obwohl sie nicht an dem Krankenhaus arbeitet. Als sie erfährt, dass die junge Frau eine Abtreibung wünscht, schlägt sie Dr. Owen Hunt, dem behandelnden Arzt, vor, ein Gynäkologe solle bei der bevorstehenden Operation gleich eine Abtreibung durchführen. Als Hunt sich weigert, macht Sheperd ihm Vorwürfe. Der Fötus sei doch erst in der achten Woche, die junge Frau habe den Wunsch nach einer Abtreibung geäußert und sei klar bei Bewusstsein.

Hunt widerspricht. Er sei Unfallchirurg und kümmere sich um die innere Blutung. Wenn das erledigt sei, könne die junge Frau entscheiden, wie es mit ihrer Schwangerschaft weitergehen solle. Er habe ihr nach dem Unfall noch Zeit geben wollen, um ihre Entscheidung zu überdenken, merkt Townsend an.

Nach der Operation nimmt Sheperd die Dinge selbst in die Hand. Sie sorgt dafür, dass die junge Frau Medikamente für die Abtreibung erhält und instruiert sie, wann diese zu nehmen sind. Hunt stellt sie danach zur Rede. Er wirft ihr vor, ihre Zuständigkeit überschritten zu haben. Sheperd rechtfertigt sich damit, dass sie nur die Hilfe geleistet habe, die er, Hunt, nicht zu leisten bereit gewesen sei. Hunt weist sie darauf hin, dass sie nicht in diesem Krankenhaus arbeite. „Nach allem was ich gehört habe, fehlen den meisten die hier arbeiten die Fähigkeiten und die Sensibilität die ich habe“, antwortet sie wörtlich und fügt hinzu: „Owen, wolltest du diese arme Mutter wirklich dazu zwingen, gegen ihren Willen ein weiteres menschliches Wesen in die Welt zu setzen?“

Sheperd halte sich für fähiger und sensibler als das medizinische Personal in Hunts Krankenhaus. Diese Haltung sei arrogant. Niemand aus dem medizinischen Personal sollte dazu gezwungen werden, gegen seine Überzeugung Abtreibungen durchführen zu müssen oder Frauen zu Abtreibungen zu überweisen, schreibt Townsend.


Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Woelki: „Demokratisierung des Glaubens wäre das Ende der Kirche“ (65)

Kurienkardinal meint: Greta Thunberg auf Linie der katholischen Lehre (42)

Polizeiaktion im Kloster der Franziskanerinnen in Langenlois (32)

Kurienkardinal Ouellet: Einer von drei Bischofskandidaten lehnt ab (25)

„Ladenhüter“ Rosenkranz - oder junger christlicher Bookshop? (19)

Was ist normal? (19)

Der Herr tröstet und bestraft mit Zärtlichkeit (19)

Vatikan: Nur mehr 10 Prozent des Peterspfennigs für soziale Projekte (18)

Weihnachtsmuffel schieben Muslime vor (15)

Abtreibungsärztin Kristina Hänel auch in Berufungsprozess schuldig (14)

„Ich habe meinen Schritt nie bereut“ (14)

Jesus, wahrer Gott und wahrer Mensch. (13)

23 Prozent der Bürger will an Weihnachten in den Gottesdienst (12)

Erzbistum Köln: Generalvikar distanziert sich von BDKJ-Kampagne (10)

Heftiger Streit nach Absage der Seligsprechung von Erzbischof Sheen (8)