12 November 2019, 11:00
(K)eine Gay-Trauung in der Diözese Graz-Seckau?
 
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Entsprechende Fotos mit dem Familienseelsorger der Diözese Graz-Seckau sorgen für heiße Diskussionen bei Katholiken. kath.net hat die Diözese Graz-Seckau befragt.

Graz (kath.net/rn)
Hat Michael Kopp, der offizielle Familienseelsorger der Diözese Graz Seckau, vor wenigen Tagen bei zwei homosexuellen Frauen in der katholischen Pfarrkirche St. Margarethen in Wolfsberg (Kärnten) eine Trauung simuliert? Darüber wird seit Tagen im katholischen Internet diskutiert. Dazu kursieren sehr eindeutige Fotos, die zumindest diese Möglichkeit nicht ausschließen und damit für (gewollte) Verwirrung bei Katholiken sorgen. kath.net hat dazu die Diözese Graz-Seckau um eine Stellungnahme ersucht.

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Thomas Stanzer, der Pressesprecher, hat dazu gegenüber kath.net am Montag folgendes erklärt: "Die Grundfrage ist, ob sich homosexuelle Menschen in der Kirche beheimatet fühlen können. Familienseelsorger Michael Kopp hat diese Frage mit „ja“ beantwortet. Er hat in seiner Heimatpfarre St. Margareten in Wolfsberg (zuständig ist die Diözese Gurk-Klagenfurt) mit zwei standesamtlich getrauten Frauen, die beide gläubige Christinnen sind und mit Hilfe der katholischen Kirche einen Weg aus persönlichen Krisen gefunden haben, einen Dankgottesdienst gefeiert (keine sakramentale Liturgie). „Jeder Mensch soll unabhängig von seiner sexuellen Orientierung in seiner Würde geachtet und mit Respekt aufgenommen werden und es ist sorgsam zu vermeiden, ihn in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen“, heißt es im nachsynodalen apostolischen Schreiben „Amoris laetitia“ (250). Gleichzeitig ist dort festgelegt, dass die partnerschaftliche Verbindung zwischen Homosexuellen nicht mit der Ehe gleichzustellen sei (251). Beides hat Michael Kopp beherzigt."

Kopp hat bereits vor einiger Zeit seinen durchaus nicht unumstrittene "Familienbegriff" im Sonntagsblatt dargelegt. So meinte er: "Familie bedeutet für mich die Wurzel jeder persönlichen Lebensexistenz einerseits und andererseits jede Form von Beziehungen unter Menschen in den unterschiedlichsten Konstellationen gemeinsamen Lebens."

Im Katechismus der katholischen Kirche heißt es hingegen: "Ein Mann und eine Frau, die miteinander verheiratet sind, bilden mit ihren Kindern eine Familie. Diese Gemeinschaft geht jeder Anerkennung durch die öffentliche Autorität voraus; sie ist ihr vorgegeben. Man muß sie als die normale Beziehungsgrundlage betrachten, von der aus die verschiedenen Verwandtschaftsformen zu würdigen sind. Indem Gott Mann und Frau erschuf, hat er die menschliche Familie gegründet und ihr die Grundverfassung gegeben. Ihre Glieder sind Personen gleicher Würde. Zum Gemeinwohl der Familienmitglieder und der Gesellschaft gibt es in der Familie verschiedene Verantwortungen, Rechte und Pflichten." (2202 ff)

Kontakt Michael Kopp

Bischof Krautwaschl




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