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Bevölkerungskonferenz tagt in Nairobi ohne Vatikan-Vertreter

13. November 2019 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei der UNO, Auza, wirft Treffen "inhaltliche Verengung" vor: Bevölkerungsentwicklung nicht auf Fragen sexueller und reproduktiver Gesundheit verengen


Nairobi (kath.net/KAP) In Nairobi hat am Dienstag eine dreitägige internationale Konferenz für Bevölkerung und Entwicklung begonnen. Auf ihr beraten Regierungsvertreter, Gesundheitsexperten und Aktivisten aus rund 160 Ländern über Maßnahmen zur Begrenzung des Bevölkerungswachstums, unter anderem durch einen besseren Zugang zu Verhütungsmitteln und sexuelle Aufklärung.

Der Vatikan nimmt an dem Treffen nicht teil. Der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen, Bernardito Auza, warf der Konferenz eine inhaltliche Verengung vor. Ein Aktionsplan zur Entwicklung der Weltbevölkerung könne nicht auf Fragen sexueller und reproduktiver Gesundheit und der entsprechenden Rechte reduziert werden, erklärte Auza am Wochenende in New York.


Der Vatikandiplomat bemängelte weiter, zu dem geplanten Statement der Konferenz von Nairobi habe es keine substanziellen Beratungen gegeben. Auch finde die Tagung außerhalb der Strukturen der Vereinten Nationen statt und erwecke fälschlich den Eindruck internationaler Übereinstimmung.

Es sei "bedauerlich", dass die Veranstalter sich auf "einige wenige kontroverse und trennende Fragen" konzentrierten, in denen es keinen internationalen Konsens gebe und die nicht den breiteren Ansatz der Weltbevölkerungskonferenz von Kairo 1994 widerspiegelten, so der Erzbischof. Diese frühere Veranstaltung nannte Auza ein "bedeutendes Ereignis" vor allem deshalb, weil sie sich gegen jede Form von Zwang in der Bevölkerungspolitik ausgesprochen habe.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Einsiedlerin 15. November 2019 
 

Die üblichen Themen auf der Konferenz

Sexuelle Aufklärung ist sehr wichtig, allerdings gehört hierzu unabdingbar auch die Wichtigkeit der Enthaltsamkeit und der Treue.
Ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass es der UNO nicht um das Wohl der Menschen geht, sondern um eine Interessensdurchsetzung sog. "global player". Wer vergisst schon die Tetanus-Impfaktion 2014 in Kenia, wo ausschließlich Frauen zwischen 14 und 49 Jahren geimpft werden sollten... Bei der Ebola-Impfung kann man Ähnliches befürchten, also, dass auch Wirkstoffe zur Unfruchtbarkeit im Impfstoff dabei sind. Wer weiß das schon.


0
 
 Kleine Maus 14. November 2019 
 

Bildung und Bewusstseinsbildung

Wo Bildung und Zukunftsperspektive ist, da ist in aller Regel auch keine unverantwortbar hohe Zahl an Nachkommen (von denen unter den oft miserablen hygienischen und medizinischen Gegebenheiten es fraglich ist, wie viele davon überhaupt das Erwachsenenalter erreichen). "Kinder sind ein Geschenk Gottes". Mit einem Geschenk wird man sorgsam umgehen. Auch in der Ehe gilt es, Rücksicht zu nehmen, insbesondere auch für den Mann gegenüber seiner Frau. Sie soll ja nicht durch zu viele, kurz aufeinander folgende Schwangerschaften geschwächt werden. Und die Kinder sind angemessen zu versorgen. Für diese Dinge ein Gespür zu bekommen ist eine Sache der Bildung und der Bewusstseinsbildung.


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