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Die Hoffnung des Christen – das Ziel der Geschichte

17. November 2019 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Franziskus: alles, was geschieht, bleibt im Herrn. Dank für den Welttag der Armen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am dreiunddreißigsten Sonntag im Jahreskreis, Welttag der Armen. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Tagesevangelium nach Lukas (Lk 21,5–19).

Das Evangelium dieses vorletzten Sonntags im Kirchenjahr unterbreite die Rede Jesu über das Ende der Zeiten. Jesus spreche vor dem Tempel von Jerusalem, einem Gebäude, das vom Volk wegen seiner Größe und Pracht bewundert werde. Aber er prophezeie: „Es werden Tage kommen, an denen von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleibt, der nicht niedergerissen wird“ (V. 6). Die Zerstörung des Tempels sei nicht so sehr eine Gestalt des Endes der Geschichte als vielmehr des Ziels der Geschichte.

Jesus verwende zwei scheinbar gegensätzliche Bilder: das erste ist eine Reihe von beängstigenden Ereignissen: Katastrophen, Kriege, Hungersnöte, Unruhen und Verfolgungen. Das andere sei beruhigend: „Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden“.


Zunächst einmal gebe es einen realistischen Blick auf die Geschichte, die von Katastrophen und auch von Gewalt geprägt ist, von Traumata, die die Schöpfung, unser gemeinsames Zuhause, aber auch die dort lebende Menschenfamilie und die christliche Gemeinschaft selbst verwundet hätten. Das zweite Bild erzähle uns die Haltung, die der Christ einnehmen muss, um diese Geschichte zu leben, die von Gewalt und Widrigkeiten geprägt sei.

Es sei dies die Haltung der Hoffnung auf Gott, die es ermögliche, sich nicht von tragischen Ereignissen überwältigen zu lassen. Die Jünger Christi könnten nicht Sklaven der Angst und Qual bleiben, sondern sie seien berufen, die Geschichte zu leben, die zerstörerische Kraft des Bösen einzudämmen, mit der Gewissheit, dass die vorausschauende und beruhigende Zärtlichkeit des Herrn immer sein Handeln des Guten begleite. Dies sei das beredte Zeichen, dass das Reich Gottes zu uns komme.

Der Herr rufe uns auf, am Aufbau der Geschichte mitzuwirken und gemeinsam mit ihm Friedensstifter und Zeugen der Hoffnung auf eine Zukunft des Heils und Auferstehung zu werden. Der Glaube lasse uns mit Jesus auf den kurvenreichen Wegen dieser Welt wandeln, in der Gewissheit, dass die Kraft seines Geistes die Kräfte des Bösen beuge und sie der Kraft der Liebe Gottes aussetze.

Die christlichen Märtyrer unserer Zeit „sind ein Beispiel für uns, die trotz Verfolgung Männer und Frauen des Friedens sind. Sie geben uns ein Erbe, um das Evangelium der Liebe und Barmherzigkeit zu behüten und nachzuahmen. Dies ist der wertvollste Schatz, der uns gegeben wurde, und das wirksamste Zeugnis, das wir unseren Zeitgenossen geben können, indem wir mit Liebe auf den Hass antworten und auf die Beleidigung mit Vergebung“.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an den heutigen Welttag der Armen: „Mein Dank gilt all denen in den Diözesen und Pfarreien auf der ganzen Welt, die Initiativen der Solidarität gefördert haben, um den Ärmsten konkrete Hoffnung zu schenken. Ich danke den Ärzten und dem Krankenpersonal, die in diesen Tagen im Medizinischen Präsidium hier auf dem Petersplatz gedient haben. Bald werde ich die Freude haben, das Mittagessen mit etwa 1.500 Menschen in Not zu teilen, um die Aufmerksamkeit zu bezeugen, die bei diesen unseren Brüdern und Schwestern nie fehlen darf“.




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