Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  6. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  7. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

Im Gefängnis sprach Jesus zu mir

7. Dezember 2019 in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bekehrung eines syrischen Muslim - Doris de Boer / VISION 2000


Rom (kath.net/VISION2000)
Adeeb Jaafari war ein muslimischer Journalist. Er schrieb in Syrien auch über Politik, was durchaus Mut erforderte, vor allem weil seine Meinung sich nicht immer mit der Sichtweise der Regierung deckte. Und so landete er 2005 im Gefängnis…

An Schikanen und Leiden blieb ihm dort nicht viel erspart, sein Zimmer war fast wie ein Grab: immer dunkel und winzig: Ihm standen nur 1,5 Meter zur Verfügung.

Allerdings macht er im Gefängnis einmal eine ganz besondere Erfahrung: „Ich hörte eine Stimme, jemand redete mit mir. Erst dachte ich: Ich werde verrückt! Ich hatte Angst. Aber was ich hörte, war einfach unglaublich schön. Ich kann es nicht beschreiben. Ich wollte bald immer nur mit diesem Menschen reden, mit ihm diskutieren, über das Leben und die Welt sprechen. Ich konnte ihn weder sehen, noch wusste ich, ob es Tag oder Nacht ist oder wie viel Zeit unsere Begegnung schon gedauert hat. Es war alles dunkel, aber in meinem Herzen ging ein neues Licht auf!“
Nach fünf Jahren kam er endlich wieder frei. Zu Fuß, ohne Schuhe und in alter Kleidung lief er 14 Stunden lang heim und klingelte zu Hause an der Tür. Seine beiden Kinder erkannten ihn nach der langen Zeit gar nicht mehr, seine Frau wollte ihn erst nicht hereinlassen, weil sie von der Polizei vor Jahren mitgeteilt bekommen hatte, dass ihr Mann gestorben sei. Und seine Mutter war nach dieser Nachricht gestorben.


So bekam er nach seiner Entlassung bald selbst Depressionen und wollte eine Zeit lang mit niemand sprechen. Durch Pater Paulo, der in der Nähe von Damaskus in einem alten Kloster wohnte und alle Menschen, egal ob Muslim, Christ oder Atheist, einlud, dort auf dem Bauernhof zu wohnen und zu arbeiten, kam er aus seiner Depression heraus. Als er im Kloster ankam, fand er auf seinem Tisch eine Bibel. Er öffnete sie und las die ganze Nacht darin. Er las das Neue Testament vom Anfang bis zum Ende und erkannte dabei sofort, was die Stimme im Gefängnis gesagt hatte.

Sofort verstand er: Jesus hatte im Gefängnis zu ihm gesprochen. Er fühlte sich wie neugeboren. Am nächsten Morgen hatte er ein langes Gespräch mit dem Pater. Als ehemaliger Muslim, der zum Atheisen geworden war, hatte er viele Fragen über den Glauben, über Gott, Jesus und die Welt. Am Ende weinten beide.

Als 2011 der Krieg in Syrien begann, entschied sich Adeeb zur Flucht, denn er wollte auf keinen Fall kämpfen. Er versorgte die Menschen seiner Umgebung heimlich mit Nahrungsmitteln und flüchtete in den Libanon. Dort konnte er aber nicht bleiben. In einem Traum hörte er die Worte: „Geh nach Europa!“ Er wusste, dass die Reise dorthin etwa 5.000 Euro kostet, hatte aber selbst nicht das nötige Geld.

Zumindest etwas Geld konnte er leihen und kam in die Türkei. Da er selbst ein Boot steuern konnte, kam er weiter nach Griechenland und bekam sogar noch Geld für seinen Fährdienst.

Von Griechenland nahm ihn jemand unentgeltlich nach Deutschland mit. Über einen deutschen Freund kam er zu einem charismatischen Einkehrtag, bekam zur Segnung die Hände aufgelegt und hatte ein besonderes Erlebnis: „Ich habe Jesus gesehen. Ich wusste, dass Er es war. Dieses Bild kann ich mein Leben lang nicht vergessen.“ Ich wollte getauft werden und kam zu „Elijah21“, wo er alles über den christlichen Glauben erfuhr und getauft wurde. Heute kann er sagen: „Ich habe in Jesus meinen Platz und mein Ziel in dieser Welt gefunden!“
Nunmehr engagiert sich der syrische Christ auch in dem Projekt „Elijah21“. Darin werden Menschen in Flüchtlingsheimen gezielt eingeladen, um nach einem gemeinsamen Essen einen Jesusfilm anzuschauen. Dies ist immer in mehreren Sprachen möglich. Am Ende des Filmes geben die ehrenamtlichen Mitarbeiter Zeugnis von ihrem Glauben an Jesus und laden zu Gesprächen und Diskussionen über den Film und den christlichen Glauben ein.

„Viele weinen nach dem Film auch. Gerade das Sehen der Passion Christi macht etwas mit den Leuten. Viele möchten hinterher spontan mit uns beten. Nach dem Film sehen meist alle das Chris­tentum mit ganz neuen Augen.“

Über die Nacharbeit in den Gemeinden, die mit „Elijah21“ zusammenarbeiten, sollen die Menschen auch über den Abend hinaus begleitet werden. Die Bekehrung selbst und der eigentliche Anstoß kann aber nur von Gott her kommen. Adeeb Jaafari weiß es aus eigener Erfahrung: „Auch heute noch zeigt sich Jesus Muslimen in Träumen. Wie mir gibt er so vielen ein wunderbares Zeichen. Wenn Gott es will, kann auch Syrien wieder ein christliches Land werden. Gott kann alles! Er wirkt noch heute täglich Wunder!“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Zeugnis

  1. Patrick Schwarzenegger: Ich bete jeden Tag mit meiner Frau
  2. Früheres Playboy-Model Jenny McCarthy: Habe mich ganz Jesus überlassen
  3. Bayer-Manager Anderson über den Glauben: ‚Ich wäre sonst nicht hier‘
  4. US-Moderator Jesse Waters: Beziehung zu Jesus hat sich seit Charlie Kirks Tod vertieft
  5. Pilgerwege durch Österreich führen einen britischen Richter in die katholische Kirche
  6. ‚Zuerst möchte ich Gott die Ehre geben’
  7. 1.167 Beichten in 65 Stunden
  8. Sonnenblumengelb – Ein Mädchen namens Tulsa
  9. Disney-Star Joshua Bassett ließ sich taufen
  10. ‚Der Hass wird nicht gewinnen’







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  4. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  5. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  6. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  7. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt
  8. Damit die nächste Saat aufgehen kann
  9. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  10. Grußwort von Wilmer verfehlt das Thema
  11. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  12. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  15. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz