Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  10. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  11. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  12. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  13. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  14. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  15. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!

Im Gefängnis sprach Jesus zu mir

7. Dezember 2019 in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bekehrung eines syrischen Muslim - Doris de Boer / VISION 2000


Rom (kath.net/VISION2000)
Adeeb Jaafari war ein muslimischer Journalist. Er schrieb in Syrien auch über Politik, was durchaus Mut erforderte, vor allem weil seine Meinung sich nicht immer mit der Sichtweise der Regierung deckte. Und so landete er 2005 im Gefängnis…

An Schikanen und Leiden blieb ihm dort nicht viel erspart, sein Zimmer war fast wie ein Grab: immer dunkel und winzig: Ihm standen nur 1,5 Meter zur Verfügung.

Allerdings macht er im Gefängnis einmal eine ganz besondere Erfahrung: „Ich hörte eine Stimme, jemand redete mit mir. Erst dachte ich: Ich werde verrückt! Ich hatte Angst. Aber was ich hörte, war einfach unglaublich schön. Ich kann es nicht beschreiben. Ich wollte bald immer nur mit diesem Menschen reden, mit ihm diskutieren, über das Leben und die Welt sprechen. Ich konnte ihn weder sehen, noch wusste ich, ob es Tag oder Nacht ist oder wie viel Zeit unsere Begegnung schon gedauert hat. Es war alles dunkel, aber in meinem Herzen ging ein neues Licht auf!“
Nach fünf Jahren kam er endlich wieder frei. Zu Fuß, ohne Schuhe und in alter Kleidung lief er 14 Stunden lang heim und klingelte zu Hause an der Tür. Seine beiden Kinder erkannten ihn nach der langen Zeit gar nicht mehr, seine Frau wollte ihn erst nicht hereinlassen, weil sie von der Polizei vor Jahren mitgeteilt bekommen hatte, dass ihr Mann gestorben sei. Und seine Mutter war nach dieser Nachricht gestorben.


So bekam er nach seiner Entlassung bald selbst Depressionen und wollte eine Zeit lang mit niemand sprechen. Durch Pater Paulo, der in der Nähe von Damaskus in einem alten Kloster wohnte und alle Menschen, egal ob Muslim, Christ oder Atheist, einlud, dort auf dem Bauernhof zu wohnen und zu arbeiten, kam er aus seiner Depression heraus. Als er im Kloster ankam, fand er auf seinem Tisch eine Bibel. Er öffnete sie und las die ganze Nacht darin. Er las das Neue Testament vom Anfang bis zum Ende und erkannte dabei sofort, was die Stimme im Gefängnis gesagt hatte.

Sofort verstand er: Jesus hatte im Gefängnis zu ihm gesprochen. Er fühlte sich wie neugeboren. Am nächsten Morgen hatte er ein langes Gespräch mit dem Pater. Als ehemaliger Muslim, der zum Atheisen geworden war, hatte er viele Fragen über den Glauben, über Gott, Jesus und die Welt. Am Ende weinten beide.

Als 2011 der Krieg in Syrien begann, entschied sich Adeeb zur Flucht, denn er wollte auf keinen Fall kämpfen. Er versorgte die Menschen seiner Umgebung heimlich mit Nahrungsmitteln und flüchtete in den Libanon. Dort konnte er aber nicht bleiben. In einem Traum hörte er die Worte: „Geh nach Europa!“ Er wusste, dass die Reise dorthin etwa 5.000 Euro kostet, hatte aber selbst nicht das nötige Geld.

Zumindest etwas Geld konnte er leihen und kam in die Türkei. Da er selbst ein Boot steuern konnte, kam er weiter nach Griechenland und bekam sogar noch Geld für seinen Fährdienst.

Von Griechenland nahm ihn jemand unentgeltlich nach Deutschland mit. Über einen deutschen Freund kam er zu einem charismatischen Einkehrtag, bekam zur Segnung die Hände aufgelegt und hatte ein besonderes Erlebnis: „Ich habe Jesus gesehen. Ich wusste, dass Er es war. Dieses Bild kann ich mein Leben lang nicht vergessen.“ Ich wollte getauft werden und kam zu „Elijah21“, wo er alles über den christlichen Glauben erfuhr und getauft wurde. Heute kann er sagen: „Ich habe in Jesus meinen Platz und mein Ziel in dieser Welt gefunden!“
Nunmehr engagiert sich der syrische Christ auch in dem Projekt „Elijah21“. Darin werden Menschen in Flüchtlingsheimen gezielt eingeladen, um nach einem gemeinsamen Essen einen Jesusfilm anzuschauen. Dies ist immer in mehreren Sprachen möglich. Am Ende des Filmes geben die ehrenamtlichen Mitarbeiter Zeugnis von ihrem Glauben an Jesus und laden zu Gesprächen und Diskussionen über den Film und den christlichen Glauben ein.

„Viele weinen nach dem Film auch. Gerade das Sehen der Passion Christi macht etwas mit den Leuten. Viele möchten hinterher spontan mit uns beten. Nach dem Film sehen meist alle das Chris­tentum mit ganz neuen Augen.“

Über die Nacharbeit in den Gemeinden, die mit „Elijah21“ zusammenarbeiten, sollen die Menschen auch über den Abend hinaus begleitet werden. Die Bekehrung selbst und der eigentliche Anstoß kann aber nur von Gott her kommen. Adeeb Jaafari weiß es aus eigener Erfahrung: „Auch heute noch zeigt sich Jesus Muslimen in Träumen. Wie mir gibt er so vielen ein wunderbares Zeichen. Wenn Gott es will, kann auch Syrien wieder ein christliches Land werden. Gott kann alles! Er wirkt noch heute täglich Wunder!“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Zeugnis

  1. Patrick Schwarzenegger: Ich bete jeden Tag mit meiner Frau
  2. Früheres Playboy-Model Jenny McCarthy: Habe mich ganz Jesus überlassen
  3. Bayer-Manager Anderson über den Glauben: ‚Ich wäre sonst nicht hier‘
  4. US-Moderator Jesse Waters: Beziehung zu Jesus hat sich seit Charlie Kirks Tod vertieft
  5. Pilgerwege durch Österreich führen einen britischen Richter in die katholische Kirche
  6. ‚Zuerst möchte ich Gott die Ehre geben’
  7. 1.167 Beichten in 65 Stunden
  8. Sonnenblumengelb – Ein Mädchen namens Tulsa
  9. Disney-Star Joshua Bassett ließ sich taufen
  10. ‚Der Hass wird nicht gewinnen’







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  13. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  14. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  15. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz