22 November 2019, 10:30
Diskriminierung von Christen und Hassverbrechen nehmen europaweit zu
 
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Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians (OIDAC): Jahresbericht für 2019 dokumentiert 325 Fälle physischer Gewalt und rechtlicher Einschränkungen er Religionsfreiheit in 14 europäischen Staaten.

Wien (kath.net/OIDAC) Diskriminierung von Christen und Hassverbrechen nehmen europaweit zu. Der Jahresbericht des OIDAC (Observatory on Intolerance and Discrimination Against Christians) für 2019 dokumentiert 325 Fälle physischer Gewalt und rechtlicher Einschränkungen der Religionsfreiheit in 14 europäischen Staaten. (Wien, 18. November 2019)

Anlässlich des International Day for Tolerance hat das Observatory heute in Wien seinen Jahresbericht 2019 veröffentlicht. Darin werden alleine für 2018 325 Fälle von Vandalismus gegen Kirchen bzw. konkrete Diskriminierung gegen Christen dokumentiert. Die Tendenz ist steigend.

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Zur Präsentation des 60seitigen Berichts sagte die Leiterin der Beobachtungsstelle, Ellen Fantini: „Die hier beschriebenen Vorfälle illustrieren die Reichweite und Charakteristik von Feindseligkeiten, die Christen im alltäglichen Leben erfahren: Von Problemen mit der Religions-, Rede- und Gewissensfreiheit oder Elternrechten – wir verwenden dafür das Wort „squeeze“ – bishin zu zunehmender physischer Gewalt, z.B. Vandalismus in Kirchen – dafür verwenden wir das Wort „smash“. Und wie in den vergangenen Jahren sehen wir, dass christliche Asylwerber in Europa speziellen Hürden ausgesetzt sind.“
Rund um den Brand in Notre-Dame haben in diesem Jahr Berichte über einen zunehmenden Vandalismus in französischen Kirchen und Friedhöfen weltweit Beachtung gefunden. Wie das „Observatory“ mitteilt, habe diese Tendenz jedoch schon im Jahr zuvor begonnen. Die Zahl der Brandanschläge auf Kirchen, Zerstörung religiöser Symbole und gezielter Entweihung christlicher Kultstätten sei 2018 stark gestiegen und das in mehreren europäischen Staaten.
Für den Hate Crimes Report 2018 der OSZE, der am vergangenen Freitag (15.11.) veröffentlicht wurde, dokumentierte die Beobachtungsstelle (OIDAC)
mehr als 240 solcher Hassverbrechen in 14 Staaten Europas.
„Trotzdem“, betont Fantini, „vermittelt der OSZE-Bericht kein vollständiges Bild der Situation von Christen in Europa. In Wirklichkeit sind Hassverbrechen nur ein Bestandteil des nicht dokumentierten gesellschaftlichen Drucks, dem Christen zunehmend ausgesetzt sind.

Gesellschaftlicher Druck wächst

"Wir haben gesehen, wie christlich geführte Unternehmen finanziell ruiniert, Straßenprediger verhaftet oder Christen gezwungen wurden, zwischen der Treue zu ihrem Gewissen und ihrem Beruf zu wählen. Christliche Studentengruppen und Redner wurden auf dem Campus mehrerer Universitäten zum Schweigen gebracht. Wir mussten feststellen, dass Asylanträge von christlichen Flüchtlingen willkürlich abgelehnt wurden und Elternrechte durch übermäßige staatliche Einmischung mit Füßen getreten wurden. Die Grundrechte werden auch in Europa bedeutungslos, wenn sie nicht von allen Bürgern frei ausgeübt werden können" hielt die Leiterin der Beobachtungsstelle fest.

Einige erschütternde Beispiele für die Beeinträchtigung der Rechte von Eltern stammen aus Norwegen. Die Trennung zahlreicher Kinder von ihren Familien durch die berüchtigte Wohlfahrtsagentur „Barnevernet“ wird in einem Gastbeitrag des Berichts untersucht.

In Großbritannien wurde die Freiheit, in der Öffentlichkeit zu beten, wiederholt durch Zensurzonen und Vorschriften der öffentlichen Verwaltung eingeschränkt. Und in Irland, Frankreich, Schweden und weiteren Ländern wurde medizinisches Personal de facto gezwungen, den jeweiligen Beruf aufzugeben, um nicht gegen das Gewissen zu verstoßen. Weitere Fallbeispiele aus mehreren Staaten sind unten aufgeführt.

Der Bericht ist frei zugänglich, erläutert das Ausmaß der Probleme, gibt einen detaillierten Überblick über spezifische Themen und enthält Empfehlungen der Beobachtungsstelle.

Link: Jahresbericht des OIDAC (Observatory on Intolerance and Discrimination Against Christians) für 2019

Symbolbild: Vandalismus gegen ein Kreuz




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