22 November 2019, 07:30
Zukunftsgewandte Bischöfe für eine Kirche ohne Angst
 
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Franziskus: die Dynamik der Jüngerschaft, der Bekehrung und Verkündigung; von ihrem Herrn gereinigt. Zeugin aus Berufung. Eine Kirche auf dem Weg, ohne Angst

Rom (kath.net) Zukunftsgewandte Bischöfe: bei der Begegnung mit den katholischen Bischöfen Thailands und Mitgliedern der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen warnte der Papst die Bischöfe angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen vor Rückwärtsgewandtheit und ermutigte sie zu Offenheit für Neues. Die Kirche müsse sich von altem Ballast befreien, der ihr Vorankommen erschwere. Auch kirchliche Strukturen und Mentalitäten könnten die Glaubensverkündigung beeinträchtigen, sagte der Papst.

Bei dem Treffen im Heiligtum des seligen Nicholas Boonkerd Kitbamrung, eines thailändischen Priesters, der 1944 nach vielen Jahren der Inhaftierung starb und 2000 seliggesprochen wurde, erinnerte Franziskus an die "Spannungen", mit denen die Bischöfe konfrontiert seien. Er nannte die kulturelle und religiöse Vielfalt des asiatischen Kontinents, Gegensätze von Wohlstand und Armut, technologischem Fortschritt und eine wachsenden Konsumhaltung vor allem bei jungen Menschen, außerdem die "Geißel des Droen- und Menschenhandels", die hohe Zahl von Migranten und Flüchtlingen sowie die Ausbeutung von Arbeitskräften.

Der Papst forderte die Bischöfe zu Vertrauen auf die Führung des Heiligen Geistes auf. Auch frühere Missionare seien offen gegenüber neuen Realitäten gewesen und hätten sich Randgruppen zugewandt. Das Evangelium müsse "an alle Sünder von gestern wie von heute" weitergegeben werden. Ein Schaf sei erst dann verloren, "wenn der Hirte es aufgegeben hat, nicht vorher", so Franziskus.

Für eine Kirche ohne Angst

Der Auftrag zur Verkündigung des Evangeliums schließe auch ein, sich selbst von ihm verwandeln zu lassen. Der Papst plädierte für "eine Kirche auf dem Weg, ohne Angst, auf die Straße zu gehen und sich dem Leben der ihr anvertrauten Menschen zu stellen". Dabei fand er aber auch Lob für Asiens Bischöfe: "Wie viel wir doch von euch lernen müssen, die ihr in vielen eurer Länder oder Regionen Minderheiten seid und euch dabei nicht von Minderwertigkeitskomplexen oder Geltungsbedürfnis mitreißen oder vergiften lasst."

Von den rund 69 Millionen Einwohnern im buddhistisch dominierten Thailand sind laut jüngsten Kirchenstatistiken nur 388.000 katholisch. In dem südostasiatischen Königreich gibt es heute elf Diözesen mit mehr als 400 Pfarrgemeinden. Die katholische Bischofskonferenz in Thailand zählt 14 Bischöfe. Vorsitzender ist der Erzbischof von Bangkok, Kardinal Francis Xavier Kriengsak Kovithavanij (70).

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An dem Treffen mit dem Papst nahmen darüber hinaus Vertreter der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen mit ihre Präsidenten, dem birmanischen Kardinal Charles Bo, teil. In der Organisation mit Sitz in Hongkong sind 19 Bischofskonferenzen und andere Organe zusammengeschlossen.

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kath.net veröffentlicht die Ansprache von Papst Franziskus bei der Begegnung mit den Bischöfen Thailands und der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen (FABC) im Heiligtum des sel. Nicholas Bunkerd Kitbamrung:

Ich danke Seiner Eminenz Kardinal Francis Xavier Kriengsak Kovithavanij für seine freundlichen Worte zur Einführung und Begrüßung. Ich freue mich, mit euch zusammen zu sein und, wenn auch nur kurz, die Freuden und Hoffnungen, eure Initiativen und Träume und auch die Herausforderungen, denen ihr als Hirten des heiligen und treuen Volkes Gottes gegenübersteht, zu teilen. Ich danke euch für euren brüderlichen Empfang.

Unser heutiges Treffen findet im Heiligtum des seligen Nicholas Bunkerd Kitbamrung statt, der sein Leben der Evangelisierung und Katechese widmete und hauptsächlich hier in Thailand, aber auch in Teilen Vietnams und an der Grenze zu Laos Jünger des Herrn heranbildete und sein Zeugnis für Christus mit dem Martyrium krönte. Stellen wir diese Begegnung in seine Gegenwart, auf dass sein Vorbild in uns einen großen Eifer zur Evangelisierung in allen Ortskirchen Asiens erwecke und wir mehr und mehr missionarische Jünger des Herrn werden; so kann seine Frohe Botschaft wie Balsam und Duft auf diesem schönen großen Kontinent ausgegossen werden.

Ich weiß, dass ihr für 2020 anlässlich des fünfzigsten Jahrestages ihrer Gründung eine Generalversammlung der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen plant. Dies ist eine gute Gelegenheit, die „Heiligtümer“ wieder aufzusuchen, in denen die missionarischen Wurzeln besonders präsent sind, die diese Länder prägten, und sich vom Heiligen Geist auf den Spuren der ersten Liebe leiten zu lassen. Und damit wird man auch in der Lage sein, sich mutig und freimütig einer Zukunft zu öffnen, die hervorzubringen und zu gestalten ihr berufen seid, damit sowohl die Kirche als auch die Gesellschaft in Asien von einem einmütig geteilten und erneuten Impuls durch das Evangelium profitieren können. Dazu muss man in Christus verliebt sein und fähig, andere verliebt zu machen und diese Liebe weiterzugeben.

Ihr lebt auf einem multikulturellen und multireligiösen Kontinent von großer Schönheit und beachtlichem Wohlstand, der auf verschiedenen Ebenen zugleich aber auch von weit verbreiteter Armut und Ausbeutung gezeichnet ist. Der rasante technologische Fortschritt kann immense Möglichkeiten eröffnen, die das Leben erleichtern, er kann aber auch zu einem wachsendem Konsumismus und Materialismus führen, insbesondere bei jungen Menschen. Auf euren Schultern tragt ihr die Sorgen eurer Völker, wie etwa die Geißel des Drogen- und Menschenhandels, die Notwendigkeit der Betreuung einer großen Zahl von Migranten und Flüchtlingen, die schlechten Arbeitsbedingungen, die von vielen Arbeitskräften erlittene Ausbeutung und die wirtschaftliche und soziale Ungleichheit zwischen Arm und Reich.

Inmitten dieser Spannungen kämpft und engagiert sich der Hirte mit seinem Volk und für sein Volk; deshalb glaube ich, dass wir durch die Erinnerung an die ersten Missionare, die uns mit Mut, mit Freude und mit einem einzigartigen Durchhaltevermögen vorangegangen sind, unsere Gegenwart und unsere Sendung aus einer viel weiteren und innovativeren Perspektive ermessen und bewerten können. Diese Erinnerung befreit uns in erster Linie von dem Glauben, dass die vergangenen Zeiten für die Verkündigung immer günstiger oder besser waren, und sie hilft uns, nicht in sterile Gedanken und Diskussionen zu flüchten, die am Ende dazu führen, dass wir uns selbstbezogen in uns einschließen und in unserem Handeln gelähmt sind. »Lernen wir indessen von den Heiligen, die uns vorangegangen sind und die die jeweiligen Schwierigkeiten ihrer Zeit angepackt haben« (Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 263), und entledigen wir uns all der Dinge, die im Laufe unseres Weges an uns „haftengeblieben“ sind und die ein Vorankommen schwermachen. Wir sind uns bewusst, dass es kirchliche Strukturen und Mentalitäten gibt, »die eine Dynamik der Evangelisierung beeinträchtigen können; gleicherweise können gute Strukturen nützlich sein, wenn ein Leben da ist, das sie beseelt, sie unterstützt und sie beurteilt. Ohne neues Leben und echten, vom Evangelium inspirierten Geist, ohne „Treue der Kirche gegenüber ihrer eigenen Berufung“ wird jegliche neue Struktur in kurzer Zeit verderben« (ebd., 26), und womöglich den wichtigen Dienst des Gebetes und der Fürbitte, der in unseren Herzen stattfinden muss, behindern. Dies kann uns angesichts einer leichtfertigen Begeisterung für scheinbar erfolgversprechende, aber wenig nachhaltige Methoden helfen, den rechten Weg einzuschlagen.

Wenn man den missionarischen Weg in diesen Ländern beobachtet, lernt man in erster Linie das Vertrauen darauf, dass es gerade der Heilige Geist ist, der als Erster vorangeht und ruft. Der Heilige Geist geht der Kirche voraus und lädt sie ein, all jene Knotenpunkte zu erreichen, »wo die neuen Geschichten und Paradigmen entstehen, und mit dem Wort Jesu den innersten Kern der Seele der Städte« (ebd., 74) und Kulturen zu erreichen. Vergessen wir nicht, dass der Heilige Geist vor dem Missionar ankommt und bei ihm bleibt. Der Impuls des Heiligen Geistes unterstützte und motivierte die Apostel und so viele Missionare darin, kein Land, kein Volk, keine Kultur und keine Situation zu vernachlässigen. Sie suchten nicht den garantierten Erfolg, im Gegenteil, ihre „Garantie“ bestand in der Gewissheit, dass kein Mensch und keine Kultur a priori unfähig ist, den Samen des Lebens, des Glücks und vor allem der Freundschaft, die der Herr ihnen schenken will, aufzunehmen. Sie erwarteten nicht, dass eine Kultur dem Evangelium affin oder mit diesem leicht in Einklang zu bringen sei. Im Gegenteil, sie tauchten in diese neuen Realitäten ein, überzeugt von der Schönheit, deren Boten sie waren. Alles Leben ist in den Augen des Meisters gut. Sie waren kühn und mutig, weil sie vor allem wussten, dass das Evangelium ein Geschenk ist, das an alle und für alle, an alle Menschen weitergegeben werden muss: Gesetzeslehrer, Sünder, Zöllner und Prostituierte – an alle Sünder von gestern wie von heute. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Mission noch vor allen durchzuführenden Aktivitäten oder Projekten einen Blick und einen Spürsinn erfordert; eine väterliche und mütterliche Sorge, denn das Schaf ist erst verloren, wenn der Hirte es aufgegeben hat, nicht vorher. Vor drei Monaten empfing ich einen französischen Missionar, der seit fast 40 Jahren im Norden Thailands unter den dort ansässigen Stämmen wirkt. Er kam mit einer Gruppe von 20 bis 25 Personen, alles Familienväter und -mütter, junge Leute, nicht älter als 25 Jahre. Er selbst hatte sie getauft, die erste Generation, und nun taufte er ihre Kinder. Nun könnte man denken: Du hast dein Leben für 50, 100 Leute vertan. Das war seine Saat und Gott schenkt ihm die Freude, dass er ihn nun die Kinder derer taufen lässt, die er damals getauft hatte. Er hat die Eingeborenen im Norden Thailands schlichtweg als einen Reichtum für die Evangelisierung erlebt. Er hat dieses Schaf nicht aufgegeben, er hat sich seiner angenommen.

Einer der schönsten Aspekte der Evangelisierung ist es, zu erkennen, dass die der Kirche anvertraute Sendung nicht nur in der Verkündigung des Evangeliums besteht, sondern auch darin, zu lernen, an das Evangelium zu glauben. Wie viele verkündigen –zuweilen auch wir selbst – das Evangelium in Momenten der Anfechtung und glauben dabei nicht an das Evangelium! Lernen, an das Evangelium zu glauben, um sich von ihm verwandeln zu lassen. Das geschieht dadurch, dass wir im Licht des Wortes, das wir verkündigen müssen, leben und wandeln. Es wird uns guttun, uns an den großen Paul VI. zu erinnern: »Die Kirche, Trägerin der Evangelisierung, beginnt damit, sich selbst zu evangelisieren. Als Gemeinschaft von Gläubigen, als Gemeinschaft gelebter und gepredigter Hoffnung, als Gemeinschaft brüderlicher Liebe muss die Kirche unablässig selbst vernehmen, was sie glauben muss, welches die Gründe ihrer Hoffnung sind und was das neue Gebot der Liebe ist« (Apostolisches Schreiben Evangelii nuntiandi, 15). So tritt die Kirche ein in die Dynamik der Jüngerschaft, der Bekehrung und Verkündigung; von ihrem Herrn gereinigt, wird sie zur Zeugin aus Berufung. Eine Kirche auf dem Weg, ohne Angst, auf die Straße zu gehen und sich dem Leben der ihr anvertrauten Menschen zu stellen, ist in der Lage, sich demütig dem Herrn zu öffnen und mit dem Herrn das staunenswerte, wunderbare Abenteuer der Mission zu erleben, ohne das bewusste oder unbewusste Bedürfnis, selbst groß herauszukommen und Gott weiß welche Vorrangstellung zu besetzen oder zu beanspruchen. Wie viel wir doch von euch lernen müssen, die ihr in vielen eurer Länder oder Regionen Minderheiten seid – Minderheiten, die manchmal unbeachtet, von anderen behindert oder verfolgt werden – und euch dabei nicht von Minderwertigkeitskomplexen oder Geltungsbedürfnis mitreißen oder vergiften lasst. Macht weiter so: verkündet, sät aus, betet und wartet. Und verliert nicht die Freude!

Brüder, »mit Jesus vereint, suchen wir, was er sucht, lieben wir, was er liebt« (Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 267). Lasst uns keine Angst davor haben, seine Prioritäten zu unseren Prioritäten zu machen. Ihr wisst sehr gut, was es bedeutet eine Kirche zu sein, die klein an Personen und Ressourcen, aber glühend darauf bedacht ist, ein lebendiges Werkzeug der Verheißung des Herrn für alle Menschen in euren Dörfern und Städten zu sein (vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen Gentium, 1). Euer Einsatz für die fruchtbare Ausbreitung des Evangeliums durch die Verkündigung des Kerygmas in Wort und Tat an den verschiedenen Orten, wo es Christen gibt, ist ein starkes Zeugnis.

Eine missionarische Kirche weiß, dass ihr Reden dann von Bedeutung ist, wenn sie sich durch das Wort des Lebens verwandeln lässt und den Dienst zu ihrem unverwechselbaren Merkmal macht. Nicht wir sind das Entscheidende an der Mission, geschweige denn unsere Strategien. Der Geist ist der wahre Protagonist, der uns Sünder, die wir Gottes Vergebung erfahren haben, antreibt und sendet, um diesen Schatz in zerbrechlichen Gefäßen weiterzugeben (vgl. 2 Kor 4,7); wir werden vom Geist verwandelt, um jeden Winkel zu verwandeln, wo immer wir gerade sind. Das Martyrium der täglichen und oft stillen Hingabe wird die Früchte bringen, die eure Völker brauchen.

Dies ermutigt uns, eine ganz besondere Spiritualität zu entwickeln. Der Hirte ist vor allem ein Mensch, der sein Volk leidenschaftlich liebt, der seine Eigenheiten, seine Schwächen und Stärken kennt. Mission ist sicherlich Liebe zu Jesus Christus, aber gleichzeitig ist sie Leidenschaft für sein Volk. Wenn wir vor dem gekreuzigten Jesus verweilen, erkennen wir diese völlige Liebe, die uns unsere Würde zurückgibt und uns trägt, und eben dort beginnen wir, wenn wir nicht blind sind, wahrzunehmen, dass dieser Blick Jesu sich weitet und sich voller Zuneigung und Leidenschaft auf sein ganzes Volk richtet (vgl. Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 268).

Denken wir immer daran, dass auch wir Teil dieses Volkes sind; wir sind nicht die Herren, wir sind Teil des Volkes; wir wurden als Diener auserwählt, nicht als Besitzer oder Herren. Das bedeutet, dass wir denjenigen, denen wir dienen, mit Geduld und Freundlichkeit beistehen müssen, indem wir ihnen zuhören, ihre Würde respektieren und ihre apostolischen Initiativen beständig fördern und wertschätzen. Wir wollen nicht vergessen, dass viele eurer Länder von Laien missioniert wurden. Klerikalisieren wir bitte nicht die Mission; und klerikalisieren wir erst recht nicht die Laien. Diese Laien hatten die Möglichkeit, den Dialekt ihres Volkes zu sprechen, eine einfache und direkte Form der Inkulturation, weder theoretisch noch ideologisch, sondern eine Frucht leidenschaftlicher christlicher Verkündigung. Das heilige und gläubige Volk Gottes besitzt die Salbung des Heiligen, zu dessen Anerkennung, Wertschätzung und Verbreitung wir berufen sind. Verlieren wir nicht diese Gnade, Gott inmitten seines Volkes handeln zu sehen, wie er es früher getan hat, wie er es jetzt tut und auch weiterhin tun wird. Da kommt mir spontan ein Bild in den Sinn: der kleine Samuel, der nachts aufwachte. Gott hat den alten Priester, der eine schwache Persönlichkeit war, respektiert, er ließ ihn machen, aber er sprach nicht zu ihm. Er hat zu einem Jungen gesprochen, zu einem aus dem Volk.

In besonderer Weise lade ich euch ein, immer eine offene Tür für eure Priester zu haben. Die Tür und das Herz offen zu haben. Vergessen wir nicht, dass die Priester dem Bischof am allernächsten stehen. Seid ihnen nahe, hört ihnen zu, versucht ihnen Halt zu geben in allen Situationen, mit denen sie konfrontiert sind, besonders, wenn ihr seht, dass sie mutlos oder gleichgültig sind, was die schlimmste Versuchung des Teufels ist. Die Apathie, die Mutlosigkeit. Begegnet ihnen dann nicht als Richter, sondern als Väter, nicht als Geschäftsführer, die über sie verfügen, sondern als echte ältere Brüder. Schafft ein vertrauensvolles Klima, das einen aufrichtigen Dialog, einen offenen Dialog begünstigt, indem ihr euch bemüht und um die Gnade bittet, die gleiche Geduld zu haben, die der Herr mit einem jedem von uns hat, und das ist wirklich sehr viel, ja sehr viel!

Liebe Brüder, ich weiß, dass es viele offene Fragen gibt, mit denen ihr in euren Gemeinschaften konfrontiert seid und die sowohl den Alltag als auch die Zukunft betreffen. Übersehen wir dabei nie, dass in dieser oft so unsicheren und zweifelhaften Zukunft, wirklich der Herr selbst kraft seiner Auferstehung jedes Übel und jede Wunde in eine Quelle des Lebens verwandelt. Schauen wir mit dieser Gewissheit in die Zukunft, dass wir nicht alleine sind, dass wir nicht alleine unterwegs sind, nicht alleine gehen, er erwartet uns und lädt uns ein, ihn vor allem im Brotbrechen wiederzuerkennen.

Bitten wir um die Fürsprache des seligen Nicholas und der vielen heiligen Missionare, dass unsere Völker durch dieselbe Salbung erneuert werden.

Da heute viele Bischöfe Asiens hier sind, nutze ich diese Gelegenheit, meinen Segen von Herzen auf alle eure Gemeinschaften auszudehnen, insbesondere auch auf die Kranken und alle, die schwierige Zeiten durchmachen. Der Herr segne euch, er beschütze euch und begleite euch immerdar. Und er nehme euch bei der Hand; und ihr mögt euch von der Hand des Herrn führen lassen und nicht andere Hände suchen.

Und vergesst bitte nicht für mich zu beten und für mich beten zu lassen, denn alles, was ich zu euch gesagt habe, muss ich auch zu mir selber sagen.

Vielen Dank.

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