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Im Dienen besteht Christi Herrschaft

26. November 2019 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
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Regensburger Bischof Voderholzer in Bärnau: Viele Unterschiede zwischen weltlichem König und Christkönig


Bärnau (kath.net/pbr/red) Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer besuchte an Christkönig die Pfarrei St. Nikolaus in Bärnau. In seiner Predigt ging der Oberhirte auf den Festtag "Christkönig" und dessen Aspekte ein. Seit dem Zweiten Vatikanum bilde das Christkönigsfest den Abschluss des Kirchenjahres. Früher galt dieses Fest als Jugendbekenntnissonntag - vor allem in den 30er Jahren lag die Betonung auf der Orientierung an Jesus als geistlichen Führer. "Der Blick auf Christus ist bei vielen anderen Götzen heute" in der jetzigen Zeit ebenso wichtig, mahnte der Bischof. "Christus" bedeute "Der Gesalbte", speziell bei Jesus "Der mit dem Heiligen Geist Gesalbte". Detailliert erläuterte Bischof Voderholzer die Unterschiede zwischen weltlichen Königen und Christkönig: kostbare Krone - Dornenkrone; Schloss als Residenzort - Krippe, Stall bzw. kein bekannter Wohnort; noble Autos oder Kutschen - Esel; viele Diener - Jesus wäscht beim letzten Abendmahl seinen Jüngern die Füße; Könige lassen andere für sich sterben - Jesus stirbt für uns Menschen. "Jesus ist ein ganz besonderer, ein anderer König, nicht nur für ein Volk. Seine Herrschaft sieht anders aus. Er ist der König der Herzen, durch seine Auferstehung der König der Könige, dessen Macht sich über die Herzen, das Wesentliche erstreckt. Das ist unser König, den wir feiern, den wir schauen und von dem wir uns Orientierung abschauen", schloss der Oberhirte aus diesen Vergleichen. "Seine Herrschaft bedeutet Dienen, da sein für andere. Uns zu dienen - dafür ist er gekommen. Im Dienst an uns besteht seine Herrschaft", konkretisierte der Bischof.


"Beherrschen" in einem anderen Sinn

Anhand des "Beherrschens" einer Fremdsprache oder eines Musikinstruments erläuterte Bischof Rudolf, dass "beherrschen" hier nicht Ausübung von Gewalt, "sondern ein Dienen in höchster Vollendung" bedeute. Das setze lange Beschäftigung mit der Materie (Mensch und Kultur, Gesetzmäßigkeiten, innere Beziehung) voraus. In diesem Sinn sei "Herrschaft" bei Jesus zu sehen. "Jesus möchte uns so beherrschen wie jemand ein Instrument oder eine Fremdsprache zum Klingen bzw. zum Verstehen bringt. Er möchte alles herausholen, was er in uns angelegt hat. Diese Anlagen kommen dann zur Entfaltung - zur Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen", fasste Bischof Voderholzer zusammen.

Der Ort Bärnau und die Pfarrgemeinde St. Nikolaus sind für das Bistum Regensburg bedeutungsvoll. Hier wurde am 13. Juli 1818 Ignatius von Senestrey geboren, der von 1858 bis 1906 Oberhirte des Bistums Regensburg und damit ein Vorgänger Bischof Voderholzers war. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Konrad Amschl und Bürgermeister Alfred Stier vor dem Pfarrhof ging es im Kirchenzug, intoniert von der Stadt- und Jugendblaskapelle Bärnau, um die Stadtpfarrkirche, wobei der Bischof auch viele Kinder segnete.

Foto: Die Zelebranten des Festgottesdienstes: Pater Klaus Kniffki SVD, Bischof Rudolf Voderholzer und Stadtpfarrer Konrad Amschl (c) Bistum Regensburg


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Lesermeinungen

 antonius25 26. November 2019 
 

Das soziale Königtum Christi: Der Friede Christi im Reich Christi

Ein Aspekt, der in den wiedergegebenen Worten des Bischofs fehlt ist die Königsherrschaft Gottes über die Welt. Christus dient und beherrscht uns, indem er uns seine Gesetze gibt und die Gnade und Kraft, sie einhalten zu dürfen. Auch der Staat muss seine Gesetze an diesem Vorbild orientieren. Das ist der Kerngedanke des Festes. Nicht umsonst wurde es in den Wkirren nach dem Ersten Weltkrieg geschaffen und war noch in den 30ern ein Tag des öffentlichen Widerspruchs gegen den Nationalsozialismus. Und in Polen ist es heute auch ein Symbol des Sieges über den Kommunismus.


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