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US-Bischof will Vorgänger die Altersrente streichen

28. November 2019 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Bischof Brennan von Wheeling-Charleston, West Virginia, fordert, dass sein Vorgänger Bischof Bransfield fast 800.000 US-Dollar der Diözesangeldmittel zurückerstattet - Er soll keine Beerdigung auf Diözesanfriedhof erhalten


Washington D.C. (kath.net/pl) Bischof Mark Brennan von Wheeling-Charleston, West Virginia, fordert, dass der frühere Leiter dieser Diözese, Bischof Michael Bransfield (Archivfoto), fast 800.000 US-Dollar der Diözesangeldmittel zurückerstattet, die ihm ein luxuriöses Leben ermöglicht hatten. Bischof Brennan fordert weiter, dass sein Vorgänger die Altersrente und sein Recht auf Beerdigung auf einem Diözesanfriedhof verlieren soll.
Diese Strafen seien, so Brennan, eine Frage der „Wiederherstellung der Gerechtigkeit“, und es sei „auch zu seinem eigenen geistigen Wohl und seiner eigenen Heilung als Mann, der sich bereit erklärt hatte, Christus nachzufolgen“. Das berichtet Phil Lawler auf „Catholic Culture“.

Lawler berichtet weiter, dass in den letzten zwei Jahrzehnten Dutzende amerikanischer Bischöfe grob fahrlässig und / oder wegen persönlichen Fehlverhaltens für schuldig befunden wurden. Aber in jedem Fall seien die betreffenden Prälaten zwar in Ungnade gefallen, dennoch aber von seinen Kollegen und insbesondere von seinen Nachfolgern mit ausführlicher Höflichkeit behandelt worden.

Als Beispiele führte Lawler auf:
- Mußte Erzbischof Rembert Weakland die 450.000 Dollar, die er in Schweigegeld gezahlt hatte, an einen ehemaligen Liebhaber zurückzahlen? Nein.
- Wurde Bischof Robert Lynch gebeten, der Diözese zu helfen, 100.000 US-Dollar an einen Mitarbeiter zu zahlen, der sich über sexuelle Belästigung beklagte? Nein.
- Wurden die Bischöfe Anthony O'Connell, Lawrence Welsh, Daniel Ryan, Thomas Dupre, Joseph Ferrario und Louis Gelineau angewiesen, sich öffentlich zu entschuldigen, oder wurden ihnen die Pensionsleistungen entzogen oder sie wurden von Diözesanfriedhöfen ausgeschlossen? Rate mal.
- Wurde erwartet, dass Bischöfe die Rechnung für die Tausenden von Dollar an Anwaltskosten begleichen, die sie für die Verteidigung gegen Zivil- und Strafanzeigen erhoben hatten? Nein.

Einmal, im Jahr 2013, habe er sich gefreut, kommentierte Lawler, als Erzbischof José Gomez von Los Angeles verkündete, dass er, nachdem er Berichte darüber gelesen hatte, wie sein Vorgänger mit Missbrauchsbeschwerden umgegangen war, „Kardinal Mahony informiert hat, dass er keine administrativen oder öffentlichen Aufgaben mehr haben wird“. Damals schrieb Lawler, wie er sich selbst zitiert: „Jetzt endlich – ein Jahrzehnt überfällig, aber besser spät als nie – haben wir das erste eindeutige öffentliche Beispiel für brüderliche Korrektur. Ein Prälat hat einen anderen zur Rechenschaft gezogen.“ Doch habe er sich zu früh gefreut, denn „Kardinal Mahony suchte und erhielt offenbar Hilfe von Freunden in Rom, um die Entscheidung von Erzbischof Gomez aufzuheben. Obwohl keine öffentliche Bekanntmachung veröffentlicht wurde, übte Kardinal Mahony sein öffentliches Amt weiter aus. Letztes Jahr war er Ehrenvertreter des Papstes bei den Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Diözese Scranton.“

Lawler schreibt abschließend: „Aber jetzt hat Bischof Brennan über seinen Vorgänger entschieden. Wichtiger ist vielleicht, dass er dies mit Erlaubnis des Vatikans getan hat. Am wichtigsten ist jedoch, dass er sowohl für den Bischof als auch für seine Opfer Sorge des Pastors zeigt – eine Anerkennung, die der Bischof für sein skandalöses Verhalten, für das Wohlergehen der Kirche und die Errettung seiner Seele büßen muss. Für diesen Durchbruch – für das klare Bekenntnis eines Bischofs, dass er öffentliche Abscheu vor dem Verhalten seines Vorgängers ausdrücken muss, für die Demonstration eines Bischofs, dass er über den Verrat eines Kollegen verärgert ist und verärgert sein sollte – danke ich.“

Gegen Bransfield liegen erhebliche Verdachtsmomente vor, dass er während seiner Zeit als Bischof von Wheeling-Charleston Priesteramtskandidaten, Priester und nichtklerikale Erwachsene sexuell belästigt und unter Druck gesetzt habe. Außerdem habe er hochrangigen kirchlichen Leitungspersonen unter Verwendung von Diözesangeldern große Geldgeschenke gemacht, kath.net hat berichtet. Mitte Juli hat der Vatikan deshalb strenge Sanktionen gegen den emeritierten Bischof verhängt.


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Lesermeinungen

 Ehrmann 30. November 2019 

cui bono? (Die Diözese ist sehr reich)


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 Marianus 29. November 2019 

Teile der RKK erwecken gegenwärtig den Eindruck eines Augiasstalls.

Da erscheint es ebenso dringlich wie erfreulich, dass sich hier ein Bischof anschickt, zumindest in seinem Zuständigkeitsbereich aufzuräumen.
Wünschen wir ihm auch dafür Gottes Segen und Stehvermögen!
Möge sein Beispiel Schule machen, auf dass weitere Hirten ihm nacheifern.
Amen


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 Chris2 28. November 2019 
 

Da läuft schon was in den Seminaren schief.

Wenn es stimmt, dass ganze Priesterseminare von Homo-Seilschaften dominiert werden, wundert einen nichts mehr. Es ist ein gewaltiges (auch geistliches) Ärgernis, dass man im "neuen Rom" nicht mit aller Konsequenz durchgreift. Hirten sollen die Herde führen, nicht verführen - oder sie gar geistlich oder körperlich vergewaltigen...


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 girsberg74 28. November 2019 
 

Vorbildlich der Versuch zur Einführung neuer Sitten!

Onne konkret zu werden,- und nicht nur auf sexuellen Missbrauch beschränkt -, kann ich mir solches auch für den deutschsprachigen Raum vorstellen.

Es gibt genug Kleriker, die sich bisher nie rechtfertigen mussten.

Meine Hochachtung für den Mut von Bischof Brennan!


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 SpatzInDerHand 28. November 2019 

Endlich!!!!!!!!!!!!!

Aber wie verlassen vom Vatikan muss sich doch ein Bischof fühlen, wenn er sowas alleine durchziehen muss. Sein Vorgänger gehört schlicht laisiert - doch das ist Sache des Vatikans!


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