Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  7. Die große Täuschung
  8. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  9. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  10. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  11. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  12. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  15. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition

Aber ein Notstand ist nicht der liebe Gott!

29. November 2019 in Spirituelles, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wer kann ernsthaft behaupten, ein solcher Versuch, der das Priestertum Christi zu verfälschen droht, würde auf Amazonien beschränkt bleiben? - Von Kardinal Sarah


Rom (kath.net)
Wie schon im Hinblick auf die Rolle der Frau in der Kirche, stelle ich auch hier mit Entsetzen fest, dass einige ein neues, auf menschliche Ansprüche zurückgestutztes Priestertum erfinden wollen. Ich bin sicher, dass wir den Priestermangel in Amazonien nicht dadurch lösen, verheiratete Männer,
die viri probati, zu weihen, die von Gott nicht zum Priesteramt, sondern zum Eheleben berufen sind, um das Geheimnis der Einheit Christi und der Kirche zu versinnbildlichen (Eph 5,32). Wenn jede Diözese Lateinamerikas in missionarischem Eifer bereitwillig einen Priester für Amazonien freistellen würde, müsste diese Gegend durch die Einstellung verheirateter Priester nicht so tief verachtet und gedemütigt werden: als ob Gott unfähig wäre, auch in diesem Teil der Welt großherzige junge Männer zu berufen, die sich danach sehnen, im geweihten Zölibat ihren Leib und ihr Herz, ihre ganze Liebesfähigkeit, ja ihr ganzes Sein vollständig hinzugeben.


Ich habe gehört, dass die Kirche Lateinamerikas in den 500 Jahren ihres Bestehens die Eingeborenen stets als unfähig betrachtet hat, den Zölibat zu leben. Das Ergebnis dieses Vorurteils sehen wir jetzt: Es gibt nur sehr wenige eingeborene Priester und Bischöfe, auch wenn die Dinge sich nun langsam verändern.

Wenn die Amazonas-Synode aus mangelndem Gottvertrauen und pastoraler Kurzsichtigkeit heraus entscheidet, viri probati zu weihen, Ämter für die Frauen und andere Ungeheuerlichkeiten dieser Art zu schaffen, wäre das eine schwerwiegende Angelegenheit. Wird man alldem zustimmen unter
dem Vorwand, es entspreche dem Willen der Synodenväter?

Der Geist weht zwar, wo Er will, doch Er widerspricht sich nicht, Er ruft nicht Verwirrung und Unruhe hervor. Er ist der Geist der Weisheit. Und Er hat sich schon in den Konzilien und durch die Päpste zur Frage nach dem Zölibat geäußert. Wenn die Amazonas-Synode Entscheidungen trifft, welche in die besagte Richtung gehen, würde sie damit endgültig mit der Tradition der Lateinischen Kirche brechen. Wer kann ernsthaft behaupten, ein solcher Versuch, der das Priestertum Christi zu verfälschen droht, würde auf Amazonien beschränkt bleiben?

Gewiss, man möchte der dringlichen, ernsten Situation ins Auge schauen. Aber ein Notstand ist nicht der liebe Gott! Die aktuelle Krise ist in ihrer Schwere mit dem großen Schwund in den 1970er-Jahren vergleichbar, als die Priester zu Tausenden ihr Amt niederlegten. Viele dieser Männer hatten keinen Glauben mehr. Und wir? Glauben wir
noch an die Gnade des Priestertums?

Der Beitrag ist eine Leseprobe aus dem neuen Buch "Herr bleibe bei uns"

kath.net Buchtipp
Herr, bleibe bei uns!
aus dem Französischen von Hedwig Hageböck
Von Kardinal Robert Sarah und Nicolas Diat
440 Seiten, gebunden
ISBN-13: 978-3863572426
fe-medien, Kisslegg
Preis: Euro 20,40

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

Link zum kathshop

Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus, Linz:

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Buchhandlung Provini Berther GmbH, Chur: Für Bestellungen aus der Schweiz/Liechtenstein: [email protected]

Herr bleibe bei uns - Kardinal Sarah in Deutschland





Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Theologie

  1. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  2. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  3. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  4. Zahl der Theologiestudenten in Passau in drei Jahren versiebenfacht - Von 21 auf 140 Studienanfänger
  5. US-Theologe: Es ist nicht katholisch, wenn man ständig das Lehramt kritisiere
  6. ‚Veritatis splendor – der 30. Jahrestag einer vergessenen Enzyklika’
  7. Knalleffekt am Aschermittwoch: Vier Synodale verlassen den "Deutsch-Synodalen Irrweg"
  8. Roma locuta causa finita
  9. Es reicht
  10. Liebe kann wachsen






Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  7. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  8. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  9. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  10. Die große Täuschung
  11. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  12. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  13. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  14. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  15. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz