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Appell zum Beenden des synodalen Weges

2. Dezember 2019 in Kommentar, 31 Lesermeinungen
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Der Montagskick von Peter Winnemöller - Ein Antwortschreiben an Kardinal Marx und Thomas Sternberg


Linz (kath.net)
Dieser Montagskick stellt eine Ausnahme dar. Es ist ein Ausnahmetag. Es ist der Tag zwei des synodalen Weges von DBK und ZdK, in den diese beiden Gremien die gesamte Kirche in Deutschland verwickeln wollen. Es ist ein Ansinnen, das natürlich abzulehnen ist.

In einem gemeinsamen Brief hatten der Vorsitzende der DBK, Reinhard Kardinal Marx, und der Präsident des ZdK, Prof. Dr. Thomas Sternberg, die Katholiken zur Teilnahme am synodalen Weg aufgerufen.

Es ist ein Brief, der eine Antwort verlangt. Es ist ein Ansinnen, welchem unbedingt eine klare Erwiderung gebührt. Die Einladung am synodalen Weg teilzunehmen, müssen Katholiken natürlich empört zurückweisen, denn es geht darum, die Lehrtradition der Kirche dem Zeitgeist anzupassen. Es geht darum, zeitgeistige kirchenpolitische Ziele auf dem Rücken der Opfer des sexuellen Missbrauchs durchzupauken. Das ist ein Skandal und darf nicht ohne Widerspruch bleiben.

Mein Widerspruch erfolgt hier in Form eines Antwortbriefes an beide Absender, der auch postalisch übersandt werden wird. Von offenen Briefen halte ich im Grunde gar nichts. Da aber die Adressaten ihr Schreiben veröffentlicht haben, ist es angemessen, auch die Antwort zu veröffentlichen.

Es ist nicht der letzte Widerspruch, sollte der synodale Weg tatsächlich starten. Auch wenn die Teilnahme an so etwas für Katholiken im Grunde untersagt sein müsste, ist kritische Begleitung in den Medien unbedingt erforderlich. Diese kritische Begleitung in katholischen Medien wird stattfinden.

Hier nun der Ausnahme - Montagskick in Briefform:


Sehr geehrter Herr Kardinal Marx,
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Sternberg, Ihren gemeinsamen Brief vom 1.12.2019 habe ich auf dem Wege der Veröffentlichung dankend erhalten und ihn am 27.11.2019 zur Kenntnis genommen. Da der Brief veröffentlicht wurde, erlaube ich mir, auch meine Antwort an geeigneter Stelle zu veröffentlichen.

Mit dem ersten Advent beginnt in diesem Jahr ein von Ihnen ausgerufener zweijähriger Synodaler Weg. Dieser Weg wurde von der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken vereinbart. Da ich als Laie selbstverständlich kein Mitglied der Deutschen Bischofskonferenz bin und zudem auch kein Mitglied im ZdK sein kann, werden Sie sicher verstehen, dass ich mich von dem geplanten Weg dieser beiden Gremien nicht angesprochen fühlen kann.


Nun ist es leider der Fall, dass einige, darunter auch Bischöfe, uns Katholiken diesen Weg als einen Weg der Kirche verkaufen wollen. Dies ist nicht der Fall. Mithin lege ich Wert auf die Feststellung, dass die Kirche, die unsere Lehrerin und Mutter ist, sehr viel größer ist als DBK und ZdK. Da die Kirche universal ist, kann es auch kein Weg einer „deutschen Kirche“ sein, die es logischerweise gar nicht geben kann. Auch diese Variante ist zuweilen leider zu hören. Durch die Bischöfe, die Mitglied in der DBK sind, sind die Teilkirchen, die auf deutschem Staatsgebiet liegen, dennoch am synodalen Weg beteiligt.

Ob die Bischöfe allerdings für eine angemessene Partizipation der gewöhnlichen Katholiken sorgen werden, bezweifele ich aus Erfahrung sehr stark. Gehört werden wird - wieder einmal - nur die Stimme der Funktionäre.

Im Vorfeld hatte es aus der römischen Kurie erhebliche Bedenken gegen den synodalen Weg gegeben. Diese werden in gewohnter Weise vom deutschen Episkopat, der DBK, sowie von der Vertretung der deutschen Laienfunktionäre, dem ZdK, rundweg ignoriert. Auch dem Wunsch des Papstes, den er in seinem Brief an die Katholiken in Deutschland geäußert hat, die Evangelisation in den Mittelpunkt der Synode zu stellen, wurde nicht entsprochen.

Sowohl ZdK als auch DBK haben in ihren Sitzungen dieses Anliegen mehrheitlich zurückgewiesen. So ist der synodale Weg in der Tat ein Prozess „sui generis“, da er beispiellos ist und hoffentlich weltweit ein Einzelfall bleiben wird. Dass er ausgerechnet in unserem Land stattfindet, damit müssen wir - als Katholiken in Deutschland - nun leider leben. Wir werden dies nicht ohne Protest tun.
Der Protest wird sich in den kommenden zwei Jahren allerdings vor allem außerhalb des synodalen Weges ereignen. Man wird die Stimmen der Katholiken, die sich in der Lehrtradition der Kirche verstehen, aus dem synodalen Weg ausschließen. Dies war schon beim sogenannten Gesprächsprozess der Fall. Der Protest innerhalb der Kirche wird vielleicht zeigen, ob auch der synodale Weg am Ende noch im Binnenraum der Kirche stehen wird. Schon jetzt geht ein tiefer Riss durch die Reihen derer, die sich aus unterschiedlichsten Gründen der Kirche zugehörig fühlen. Gläubige in Gemeinden und Gemeinschaften trennen nicht selten Welten von den Laienfunktionären.

Es ist nicht zu erwarten, das Gegenteil würde mich gleichermaßen überraschen und erfreuen, diesen Riss durch diese Art synodalen Weges heilen zu können.
Die von Ihnen ausgewählten Foren zeigen doch nur zu deutlich, wohin der Weg gehen soll. Schon heute kann jeder sagen, was in etwa am Ende des synodalen Weges stehen wird. Doch auch dies ist gewiss: Änderungen der Lehre hinsichtlich des Glaubens und der Sitten wird es nicht geben können. Diese sind zum Teil verbindlich und nicht änderbar oder von weltkirchlicher Relevanz und nicht von deutschen Bischöfen zu entscheiden. So kann man auch die Enttäuschung schon jetzt vorhersehen. Keine Frage, dass diese dann zu massenhaften Austritten aus der Kirche führen werden. Schon jetzt, vor dem synodalen Weg, lassen zahlreiche Katholiken, die sich der Lehrtradition der Kirche verbunden wissen, erkennen, dass bei ihnen zunehmend die Bereitschaft schwindet, solcherlei Dekonstruktion des Glaubens mit ihrer Steuer zu unterstützen. Diese Austrittswellen werden verheerend sein. Auch das sollte bedacht sein.

Sie, als die beiden Präsidenten des synodalen Weges, haben die Katholiken zur Teilnahme aufgerufen. Dazu kann man auf einer Internetseite sein Bild hochladen und Fragen beantworten. Ob und in welcher Weise diese Antworten berücksichtigt finden, kann sich jeder ausrechnen, der die jüngsten Vorfälle um das das Forum „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ noch in Erinnerung hat.

Dennoch werden Sie meine Stellungnahme in Kürze erhalten und auch diese werde ich veröffentlichen. Mein Foto werde ich nicht hochladen, da ich den synodalen Weg ablehne und mit meinem Gesicht nicht dafür einstehen werde. Ebenso wie ich den Weg ablehne, lehne ich es ab, dass Gegner des Weges pathologisiert werden, indem man ihnen, wie am 1. Advent geschehen, unterschwellig in einer Fürbitte „Angst vor Veränderungen“ vorwirft. Solcherart Pathologisierungen von Gegnern kannte man bisher nur aus totalitären Systemen.

Bleibt am Ende nur die Bitte, den synodalen Weg unverzüglich zu beenden und eine missionarische Initiative für unser Land auszurufen. Die in der Vergangenheit von Klerikern begangenen Straftaten und die kriminelle Vertuschung selbiger durch Bischöfe und andere Kleriker als Anlass zur Dekonstruktion der Kirche und des Glaubens zu nehmen, ist schlicht ein Hohn. Alle Priester und Bischöfe, die schwere Schuld auf sich geladen haben, mögen bitte prüfen, ob sie ihre Ämter künftig in Demut und Bescheidenheit weiter ausüben können oder ob es angezeigt ist, dem Oberen den Rücktritt anzubieten und ein Leben als Büßer in einem Kloster zu führen. Dies wäre die einzig angemessene Reaktion auf den Skandal des sexuellen Missbrauchs in der Kirche. Dass die Laienfunktionäre des ZdK diesen Skandal nutzen, um ihre verheerenden kirchenpolitischen Ziele umzusetzen, lässt die Akzeptanz des ZdK in Kreisen gläubiger Laien geradezu ins bodenlose sinken.

Da wir alle als gläubige Katholiken wissen, dass der Heilige Geist die Kirche leitet, vertraue ich darauf, dass der Herr uns in seiner Kirche zum Heil führen wird, wenn wir tun, was er uns im Missionsbefehl aufgetragen hat. Es ist Aufgabe der Nachfolger der Apostel zu lehren und zu taufen. Es ist Aufgabe der Gläubigen, Zeugnis zu geben. Wäre die Synode darauf ausgerichtet, könnte jeder Katholik freudig mitwirken. So verbleibt nur die Hoffnung auf Umkehr.

In dieser Hoffnung wünsche ich Ihnen einen gesegneten Advent.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Winnemöller


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Lesermeinungen

 bücherwurm 4. Dezember 2019 

@julifix: Ich kann Sie verstehen.

Bedenken Sie aber zweierlei, bevor Sie austreten:

- Erstens findet sich nirgends eine Gemeinschaft (weder kirchlich noch weltlich), die in diesen Bereichen nicht schwerste Schuld auf sich geladen hat. Sie finden höchstens eine Gemeinschaft, die bisher noch erfolgreich vertuschen konnte und damit Opfern keine Gerechtigkeit zukommen lässt.

- Zweitens: wer sich bei seiner Berufung zur Jesus-Nachfolge verweigert hätte, weil da ein Judas im engsten Kreis befand... der hätte sich der Nachfolge Jesu verweigert. Das gilt heute genauso wie damals.

Vorschlag: arbeiten Sie lieber daran mit, dass unsere Kirche und unsere gesamte Christenheit sich von diesen entsetzlichen Vorgängen wieder säubern kann.


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 winthir 3. Dezember 2019 

ja, Klimakos, ich weiß.

in einer dieser Bibeln durfte ich selbst mal (ohne diese weissen Stoffhandschuhe, die man bei solchen Gelegenheiten im Fernsehen oftmals im Fernsehen sehen kann), blättern. und lesen auch.


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 bücherwurm 3. Dezember 2019 

(@Hadrianus Antonius:

Versuchen Sie es nochmal mit einer anderen Überschrift, bitte. Sie wissen schon… Sprachstil und so... ich lese sowas nicht so gern...)


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 Klimakos 3. Dezember 2019 

@Winthir
"An hundert Stellen ist der Sinn des Originals nicht getroffen.... über 3000 Stellen bedürfen der Berechtigung"
so berichten seine Zeitgenossen über seiner Übersetzung der Bibel.
Übrigens vor Luther gab es schon 14 vollständige deutsche Bibelausgaben.

Auf jedem Fall, ich habe keinen so gute Meinung über ihn und seine Kirche, dafür fehlt jeder objektive Grundlage.
Ohne theologischen Abschwächung seiner Schriften, meistens durch mäßigen Melanchthon, wäre das Ganze sowieso schnell vorbei gewesen.


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 winthir 3. Dezember 2019 

Der "synodale Weg", ist wie der Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln.

(stammt nicht von mir - ist (c) by Dr. Werner Kleine, Pastoralreferent im Erzbistum Köln).

ich interessiere mich gern für Hintergründe, und sehe auch gern Tatsachen ins Auge.

1) Wie entstand diese Idee, vom "Synodalen Weg"? Als Reaktion(!) auf die Aufdeckung der Mißbrauchsskandale in der Kirche.

"Mir müsseden da amoal dringend etzerd endlich wos mach! die Leud treten uns haufenweis aus der Kirch aus!"

So funktioniert kein Aufbruch zu neuen Ufern.

2) Der "synodale Weg" ist, kirchenrechtlich gesehen, ein "nullum". Den gibt's nämlich gar nicht.Ja, ich weiß - das war der (vergebliche? Versuch, die kirchenrechtlichen Bestimmungen bezüglich der Abhaltung von Synoden(!) zu umgehen, zu umschiffen oder auszuhebeln.

3) ich sehe mir das Ganze mit heiterer Gelassenheit (eine bessere Übersetzung für "hilaritas" fällt mir nicht ein) an.

4) ich begleite den "synodalen Weg" mit meinem Gebet.

winthir.


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 winthir 3. Dezember 2019 

Man muß die Bibel nicht umschreiben, Klimakos.

Selbst Martin Luther hat die Bibel (fast!) nicht umgeschrieben, nur an einer Stelle im Römerbrief - die allerdings entscheidend für die lutherische Theologie wurde.

"So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, _allein_ durch den Glauben." (Röm. 3,28, aktuelle (!) Luther-Übersetzung.)

das "ALLEIN" ist nicht von Paulus, das ist eine "Ergänzung" der Hl. Schrift durch Martin Luther. DAS STEHT SO NICHT DRIN! (tschuldigung, für mein "schreien").

Damit kann man auch das Prinzip "sola scriptura" in die Tonne kloppen. Wenn Martin Luther schon meinte, die Bibel ergänzen zu müssen. Natürlich wollte er damit seine Glaubenserfahrung verdeutlichen - dann hätte er ja einfach eine Flugschrift verfassen können, wie er es gerne machte.

Warum interessiert mich das so sehr? ich bin Konvertit; meine ursprüngliche Heimat, die ich nie verleugnen werde und hoch achte, ist die Lutherische Kirche.

winthir.


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 lesa 3. Dezember 2019 

Die einende Quelle

@Federico R.: Vielen Dank! Die Sakramentalität der Kirche "verteidigen" bzw. wiederentdecken".
Die Arbeit ist im Gang. Es gibt hoffnungsvolle Beweise und Bemühungen. Der synodale Weg kann unter Umständen eine Chance sein, dass durch die Begleitungsarbeit durch rechtgläubige (der Ausdruck ist bewusst gewählt!)Hirten, Theologen und Publizisten die Wahrheit, Christus, wieder erkannt wird.
@syntyche: Ja, der Rosenkranz! Die Mutter Gottes ist die Überwinderin der Häresien. Ihre Fürsprache weckt Glaube, Hoffnung und Liebe. Sie befähigt und fördert das Leben des Glaubens in den Seelen, den Heiligen Geist. Unsere Liebe Frau von der Wunderbaren Medaille, Unsere Liebe Frau von La Salette, Unsere Liebe Frau von Lourdes ... bitte für uns!


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 Rosenzweig 3. Dezember 2019 

Ja - werter Martinus Theophilus - Ihrer herzl. Einladg zum Gottesdt. im Kölner Dom..

-
OHNE „synodale Stimmung“- kann ich nur ZU-stimmen!
Und dies aus meinen fast tägl. (live/EWTN) Mitfeiern der HL.Messen:

Werktg. 8 Uhr i.der Dom-Marienkapelle, mit oft kurzem Wort z.Tages Evagl.
sowie
Sonntag im Dom- die 10 Uhr Hl.Messen - wie auch die Pontifikal-Messen mit Kard. Woelki!
Immer ehrfürchtige Feiern- am Werktag, wie am Sonntag-
u.da meist in Konzelebrt. mit Dom-Priestern o. W-Bischöfen.

Was besd. beeindruckt:
Immer begleitet von 8 + mehr
Ministranten(!!)im Jugendl. Alter, in ehrfürchtiger Haltung u. fester Ordnung! Mit Weihrauchdienst,
wie auch besond. ehrfurchtweisend zur Hl. Wandlung immer 8-10 Kerzentragd. Ministranten(!)- auf den Stufen VOR dem Altar- KNIEEND!
-
Ich kann es nur so erfreul. weitergeben, u. bin zu tiefst dankbar für diese live- Übertragungen, die ich, krank-/alters bedingt- so real innerl. MIT!feiern kann!
Im Herzen auch DANK, Vorgg.Kard.Meissner für sein segenrch. Wirken an diesem
Hl. Ort!
-
In diesem DANK- dem Kölner Dom verbunden..


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 Federico R. 2. Dezember 2019 
 

@lesa: Ein Fanal

Die brennende „Notre Dame de Paris“, eine der bedeutungsvollsten Kathedralen des Abendlandes, war ganz sicher ein Zeichen der Zeit, man kann sogar von einem Fanal sprechen.

Der Erzbischof von Paris, Michel Aupetit, hatte kürzlich in einer wunderbaren Predigt von einem Mann berichtet, der ihm vor rund einem Jahr gesagt habe, dass in sechs Monaten die Kathedrale brennen werde.

Der Erzbischof erinnerte in seiner Predigt mit Bezug auf die Brandkatastrophe die Zuhörer an Folgendes: „Der Tempel Gottes – das sind wir, die den Leib des Herrn empfangen, den, der in uns wohnt. Seine Gegenwart ist in uns. Dazu genügt es, dass wir den Herrn lieben: ,Wenn jemand mich liebt, werden mein Vater und ich zu ihm kommen und wir werden bei ihm wohnen‘ (Joh.14,23).“ – Aupetits Appell an die Gläubigen: „Der Tempel Gottes, das seid ihr! Und diese Präsenz Gottes müsst ihr zum Ausdruck bringen, wo immer ihr seid."
In der Tat, @lesa: Die Sakramentalität der Kirche Jesu Christi gilt es JETZT zu verteidigen.


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 Diadochus 2. Dezember 2019 
 

Kick ins Aus

Herr Winnemöller kickt den Synodalen Weg galant ins Aus, raus aus dem Spielfeld. Die Synode ist eine Synode der Taufscheinchristen, Funktionäre und abtrünnigen Bischöfen. Die Konservativen gehen den Weg nicht mit. Sie gehen mit der Gottesmutter Maria und ihrem Sohn.


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 matthieu 2. Dezember 2019 
 

Nicht ergebnisoffen

Leider war ich auch gestern von Kardinal Marx enttäuscht. In einem Bericht zum s.W. sagte er, dass der Prozess ergebnisoffen sein soll. Dann gab es noch seine Aussage, dass sich alle bewegen müssten, das sei so auf einem Weg. Heißt dann allerdings, dass es eben nicht ergebisoffen ist, weil das Ergebnis "Es bleibt, wie es ist" nicht sein darf (die lehramtstreuen sollen sich schließlich bewegen). Ich bin jedenfalls nicht dabei, wenn wir evangelisch werden sollen :)


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 lesa 2. Dezember 2019 

@Martinus Theophilus: Danke, dass Sie @Ginsterbusch ermutigt haben!


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 nazareth 2. Dezember 2019 
 

God save us!

Warum erkennt man in der jew. Zeit eine Irrlehre nie? Jeder von uns muss aufpassen, nicht irre zu werden. Das steht fest, niemand ist gefeit.In einem Land wie Deutschland, müsste doch jeder auf Alarmstufe rot sein, wenn er hört"Schisma","Teilung","totalitär", Alleingang, usw. die ganze Welt ist Habtacht, wenn Deutschland wieder "etwas besser weiß"als der Rest der Welt. Und doch, schon wieder gehen einige einen Weg der Kirche zerstört und trennt.Es ist unglaublich,dass man glauben kann,dass etwas,das eh schon in der evangelischen Kirche voll bemüht von allen die gemeint haben,dass Veränderung notwendig ist,umgesetzt hat,jetzt in der katholischen Kirche umgesetzt werden muss,-Wille Gottes? Wer fragt danach noch??Obwohl lehramtlich abgelehnt und empirisch gescheitert!! Fassungslos stehe ich hier! Unglaublich! Aber: Wer auf die Gottesmutter vertraut und an die Sakramente hält, der wird im Weinstock verwurzelt,am Wasser bleiben.Diese Irrlehre wird vergehen, wie alle vorher.God save us!


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 Pilgrim_Pilger 2. Dezember 2019 
 

Kirchen im Ausverkauf - Der Irrweg der Reformen

Und am Ende des synodalen Weg steht das

Kirchen im Ausverkauf - Was wird aus den Gotteshäusern?

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_reportage/Kirchen-im-Ausverkauf-Was-wird-aus-den-Gotteshaeusern,diereportage1436.html

Ach ja die Laien waren in dieser Kirchengemeinde sehr aktiv allerdings war die Kirche bei dem letzten feierliche Gottesdienst auch nicht vollbesetzt. Pfarrverbünde mit Pfarrteams sowie das der synodale Weg vorzeichnet sind der Untergang der Gemeinde Vorort. Verweltlichte Laien können keinerlei Bindekraft an die Gemeinde entfalten. Der etwas hilflose Weihbischof ist ein Zeichen für die verirrte Kirche dieser Zeit. Der synodale Weg löst kein Problem schafft aber neue. Aber Herr Marx lebt eben in seiner Welt, in der er den Menschen der Welt gefallen möchte und Ihnen auf dem synodalen Weg nach dem Mund redet. Die Kirche im Ausverkauf eben.


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 Martinus Theophilus 2. Dezember 2019 
 

@Ginsterbusch

An welchen Dom denken Sie?
Seien Sie versichert, daß Sie bei uns im Kölner Dom jederzeit herzlich willkommen sind. Hier herrscht keine "synodale Stimmung".
Das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria wird in diesem Jahr wegen der Terminkollision mit dem 2. Adventssonntag übrigens erst am Montag, 09.12., gefeiert. So steht es im offiziellen "Directorium" für das Erzbistum Köln - und so sollte es nach den liturgischen Regeln der Kirche auch in allen anderen Diözesen Deutschlands sein.
Mit herzlichem Gruß

Martinus Theophilus


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 Oelberg 2. Dezember 2019 
 

Sollte der Synodale Wege ohne Ergebnis beendet werden oder erst garnicht richtig begonnen werden, gibt es nur noch einen Aufruf:"Der Letzte macht das Licht aus!"


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 SalvatoreMio 2. Dezember 2019 
 

Tausend Dank - Herr Winnemöller,

wenngleich auch ich vermute, dass jeder Appell vergeblich ist, aber jeder ist erstmal für sich selbst vor dem Herrn verantwortlich und dann auch für die anderen, egal, was sie machen.
Ich bin auch am Herumbrüten, was ich machen sollte ...


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 SalvatoreMio 2. Dezember 2019 
 

Krampf mit der Weltkirche???

Wenn es nicht noch die anderen gäbe, sondern nur Deutschland, Schweiz und Österreich, dann könnten wir bald "einpacken" - meine ich!


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 Johann Martin 2. Dezember 2019 
 

Die vielen Taufscheinkatholiken, die sich innerlich von der Kirche schon losgesagt haben und daran denken, die Kirche demnächst zu verlassen, werden den "Synodalen Weg" begrüßen. Die Minderheit aber, die im Innern noch katholisch denkt und fühlt, wird diesen Irrweg ablehnen. Auf welcher Seite wird die Mehrheit der Bischöfe in Zukunft stehen?


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 lesa 2. Dezember 2019 

Warum könnt ihr die Zeichen der Zeit nicht erkennen? (Jesus)

Danke, Herr Winnemöller!

Die Notre Dame hat gebrannt, und ein Priester, der dabei sein Leben riskierte, rettete die Eucharistie.
Das war am Montag in der Karwoche, wo Bischöfe in aller Welt die Heiligen Öle weihen.

Kann der Himmel noch eindringlicher darauf aufmerksam machen, dass die Sakramentalität der Kirche geschützt werden muss - dass die Kirche brennt?


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 girsberg74 2. Dezember 2019 
 

Es kann immer etwas herauskommen,

nur keine ganze Sache, es sei denn ein Schisma.

Von der Anlage her ist es interessant, dass zwei unterschiedliche Elemente, gemeinsame Sache machen wollen.

Nur, was für Kartoffelbrei gilt,kann in strikt philosophischer Sicht bei den beiden Ausgangspunkten nicht gehen; bei Kartoffelbrei ergeben zwei halbe Portionen eine ganze.


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 Eremitin 2. Dezember 2019 
 

ich bin längst in die innere Migration gegangen

zu den altrituellen Gemeinschaften und treugläubigen Gemeinden. Danke Herr Winnemöller für Ihren Mut und ihre Haltung, das macht uns einfachen Gläubigen Mut. Wir sind nicht allein


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 Aegidius 2. Dezember 2019 
 

Dieser Weg ...

wird kein leichter sein. Dieser Weg wird steinig (wie ein Mühlstein um den Hals) und schwer (wie S.Em.).

Das Kontrastprogramm zum Synodalen Holzweg derer., die sich selbst für weise und klug halten, liefert der Herr selbst (Mt 11,25-29): "In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht."


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 syntyche 2. Dezember 2019 
 

Kassandra

Die treu katholischen Menschen in
Deutschland sind Kassandra. Die Judas-
Iskariots schleppen unbeirrt das
trojaniche Pferd in die hl. kath.
Kirche.
Doch der Himmel wird der geschlagenen
hl. kath. Kirche ihren Ostermorgen be-
reiten. Beten wir beharrlich den
Rosenkranz ! Shalom !


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 Adamo 2. Dezember 2019 
 

Beenden des synodalen Weges ist auch der Wille des heutigen Papstes.

Ihr offener Brief sehr geehrter Peter Winnemöller ist genau richtig.

Die hartgesottenen Teilnehmer des synodalen Weges werden nur hochmütig grinsen. Sie befinden sich genau auf dem Kurs der evangelischen Kirche, deren Praxis jeder jetzt in den aktuellen Medien verfolgen kann.

Der Heilige Papst Johannes Paul II. sagte: "Geh´mir weg mit den Deutschen (Bischöfen)", womit er den Nagel auf den Kopf traf!


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 Lilia 2. Dezember 2019 
 

@Ginsterbusch

Nur zur Info: Das Hochfest der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau und Gottesmutter Maria wird dieses Jahr am 9. Dezember gefeiert, da der 8.Dezember auf einen Sonntag fällt und deshalb vom Herrentag verdrängt wird.

Wir alle haben Grund zur Besorgnis: Mit dem Synodalen Weg schaffen es unsere sog. "Hirten" auch noch die letzten Gläubigen vom rechten Weg abzubringen.


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 winthir 2. Dezember 2019 

danke Dir, Peter.

hast Du schon vielleicht eine Idee für eine missionarische Initative für unser Land?

(all helpful hints are welcome).
das ist verdolmetscht mit: Ideen willkommen.

danke,
sagt winthir.


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 Willigis 2. Dezember 2019 
 

Schimären...

Man sollte sich nichts vormachen: Dieser Appell wird verhallen.

Die Laienfunktionäre und die Reformpartei im Episkopat weiß, dass die Mehrheit der Katholiken in D für die Änderungen sind, die von der (immer kleiner werdenden) konservativen Partei unter Verweis auf die unabänderliche Lehre der Kirche abgelehnt wird.

Daraus schöpfen sie ihre Legitimation, die paar Gegner (wenn auch lautstark) brauchen sie nicht zu kümmern.

Ist natürlich traurig und desillusionierend, aber es ist doch immer besser, einen klaren Blick für die Realitäten zu behalten.


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 Ginsterbusch 2. Dezember 2019 

Gestern war ich nicht im Dom,

habe meine Sonntagsmesse woanders gefeiert und bin todunglücklich.
Kommenden Sonntag ist der 08. Dezember. Ein ungeschriebener Gesetz in meiner Familie: an Hochfesten der Gottesmutter geht mein 30jähriger Sohn mit mir zur Hl. Messe in unseren Dom.
Ich habe jetzt schon Panik. Die Stimmung dort ist „synodal“!!! Sie werden unseren Kindern den Glauben stehlen.
Gott, steh uns bei!


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 julifix 2. Dezember 2019 

Ich hoffe und bete...

...die diese bezahlten Mietlinge, die sich als Hirten ausgeben, endlich aus dem Amt geworfen werden. Man ziehe Ihnen das Schaffell aus und drunter...Wolf in Reinstform.


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 Smaragdos 2. Dezember 2019 
 

Mein K(r)ampf - mit der Weltkirche

So könnte man diesen "Synodalen Weg" betiteln.


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