04 Dezember 2019, 06:00
Wegen Franziskus die Kirche verlassen? Niemals!
 
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Wenn wir den Verheißungen Christi glauben, dann glauben wir auch, dass die Kirche bis zum Jüngsten Tag nicht scheitern wird, schreibt der Priester und Blogger John Zuhlsdorf.

Madison (kath.net/lifesitenews/jg)
Der bekannte katholische Priester und populäre Blogger John Zuhlsdorf hat einem seiner Leser mit deutlichen Worten davon abgeraten, sich von der katholischen Kirche abzuwenden. Dies könne zu seiner ewigen Verdammnis führen, schreibt er auf Fr. Z’s Blog.

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Der Leser sieht in Papst Franziskus einen „falschen Propheten des Teufels“, für den er während der Messe nicht beten könne. Er überlege daher, zu einer orthodoxen Kirche zu wechseln oder sich einer konservativen evangelikalen Gemeinde anzuschließen. Zuhlsdorf hält davon nichts.

Es wäre Feigheit, die katholische Kirche zu verlassen, nur weil er mit einem Papst nicht einverstanden sei, gibt Zuhlsdorf dem Leser zu bedenken. „Faste. Gib Almosen. Bete. Aber sei kein Feigling“, schreibt er wörtlich.

Päpste würden kommen und gehen, die Kirche bleibe aber makellos, erinnert er. Wenn wir an die Verheißungen Christi glauben, dann glauben wir auch daran, dass die Kirche bis zum Jüngsten Tag nicht scheitern werde.

So notwendig das Papsttum auch sei, der Papst bleibe der Stellvertreter Christi, nicht Christus selbst. Man solle einem Papst daher nicht zu viel Bedeutung beimessen, findet Zuhlsdorf.

Er zitiert die dogmatische Konstitution Lumen gentium des Zweiten Vatikanischen Konzils, in welcher die Heilsnotwendigkeit der Kirche bekräftigt wird: „Christus allein ist Mittler und Weg zum Heil, der in seinem Leib, der Kirche, uns gegenwärtig wird; indem er aber selbst mit ausdrücklichen Worten die Notwendigkeit des Glaubens und der Taufe betont hat (vgl. Mk 16,16; Joh 3,5), hat er zugleich die Notwendigkeit der Kirche, in die die Menschen durch die Taufe wie durch eine Türe eintreten, bekräftigt. Darum könnten jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollten.“ (LG 14)

In seiner Antwort zeigt Zuhlsdorf auch Verständnis für die Situation seines Lesers. Die Zeiten seien schwer, verwirrend, gefährlich, räumt er ein. Aber dies sei die Zeit, in die Gott uns gestellt habe. Das bedeute auch, dass er uns die Gnade geben werde, in dieser Zeit unsere Berufung gut zu leben. „Gott hat uns nicht zufällig geschaffen, sondern mit einem Plan und einer Aufgabe für jeden von uns. Er hat Dich, mein Freund, in dieses Leben hier und jetzt gestellt, nicht an eine andere Zeit oder einen anderen Ort. Das sind die Umstände unseres Lebens. Wir sind die Soldaten der kämpfenden Kirche die Gott jetzt braucht“, schreibt er wörtlich.



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