Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  4. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  5. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  6. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  7. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  8. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  9. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  10. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  13. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  14. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  15. "Derselbe Polarstern"

CNN wittert in deutscher katholischer Kirche Schismagefahr

3. Dezember 2019 in Deutschland, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


CNN: „Deutsche Forderungen nach Änderungen beim Priesterzölibat „könnten zum Schisma zwischen Vatikan“ und deutschen Katholiken führen - „New York Times“: Es gebe Warnungen vor neuem Schisma in Heimat des Protestantismus. Von Petra Lorleberg


Bonn (kath.net/pl) Die deutschen Forderungen nach Änderungen bei der Frage des priesterlichen Zölibats „könnten zum Schisma zwischen Vatikan“ und deutschen Katholiken führen. Das diagnostiziert Ivana Kottasová für CNN, einen der großen US-TV-Sender mit liberaler Ausrichtung. Kottasová erklärte den „Synodalen Weg“ und wies auf die steigenden Kirchenaustrittszahlen und die fallenden Teilnehmerzahlen bei Firmungen hin. Dann schrieb die CNN-Reporterin, dass hinsichtlich der Themenkomplexe „Priesterleben, einschließlich des Zölibats; die Stellung der Frau in der Kirche; Sexualität und Sexualmoral der katholischen Kirche; sowie Macht und Machtkontrolle innerhalb der Kirche“ „die Aussicht auf eine Wiederaufnahme von Fragen, die seit Jahrhunderten geklärt sind, für den Vatikan ein beängstigender Gedanke“ sei. „Die Situation eskalierte so sehr, dass Papst Franziskus eines der mächtigsten und seltensten Werkzeuge des Papstes einsetzte und einen offenen Brief an das deutsche Volk schrieb, in dem er es aufforderte, die Einheit der Kirche zu wahren.“ Doch würden „die deutschen Katholiken darauf drängen, dass alle Entscheidungen, die während der Synodalversammlung getroffen werden, verbindlich sind“. Die Deutsche „Bischofskonferenz hofft, auf ihrer Suche Verbündete zu finden. Sie hat Vertreter der Kirche aus den Nachbarländern eingeladen. Und während die deutsche Kirche schrumpft, wird sie immer noch als mächtig und reich angesehen.“


Matthias Kopp, der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, erklärte gegenüber CNN, dass Deutschland keine Revolution nach Rom starten werde. Doch auf die Frage, was passieren würde, wenn sich der Vatikan weigere, den Empfehlungen aus Deutschland Folge zu leisten, sagte Kopp gemäß Darstellung der CNN, dass dann weitere Diskussionen folgen würden. Er räumte ein, dass einige der diskutierten Themen kontrovers seien und dass viele von ihnen nicht auf nationaler Ebene entschieden werden könnten. „Aber wissen Sie, wenn wir hier in unseren Büros bleiben und nichts tun würden, wäre das lächerlich ... und es gab natürlich eine sehr harte Diskussion und natürlich informieren wir Rom, aber wir brauchen in Deutschland diesen offenen Raum für Diskussionen.“ „Wir müssen etwas tun ... viele Menschen verlassen die Kirche, weil es kein Vertrauen in die Kirche mehr gibt, wir müssen Antworten geben“, zitiert CNN Kopp. Im frühen 21. Jahrhundert könne man „nicht mehr auf die gleiche Weise arbeiten wie wir vor 30 Jahren gearbeitet haben“.

Auch die „New York Times“ schrieb schon über die Gefahr eines Schismas in Deutschland: „Angesichts des globalen Einflusses der deutschen Kirche hat ein Treffen von Bischöfen und Laien, das aktuelle Themen bearbeitet, zu Warnungen vor einem neuen Schisma in der Heimat der protestantischen Reformation geführt.“ Liam Stack kommentiert in der gemeinhin als liberal eingestuften „New York Times“ weiter: „Die römisch-katholische Kirche in Deutschland hat eine gespaltene Persönlichkeit. In Deutschland sinken die Kirchenbesucherzahlen, und viele Deutsche halten die Lehre der Kirche zu sozialen Themen für hoffnungslos realitätsfern. Aber global gesehen ist die deutsche Kirche eine der mächtigsten und liberalsten Gegenden der katholischen Welt, sie ist ein Akteur, dessen Reichtum und theologischer Einfluss jetzt eine Herausforderung für die gesamte Kirche darstellen.“ Doch „die Organisatoren des Dialoges [Anm.d.R.: des Synodalen Wegs] sagen, sie wollten kein Schisma“.
Der Synodale Weg sei zu einem „Stellvertreterkrieg im Konflikt zwischen Konservativen und Liberalen“ geworden. Dieser Konflikt habe „einen Großteil der Amtszeit von Papst Franziskus“ in Anspruch genommen. Und er treffe „auf Kernfragen der Kirche: Was hat die Missbrauchskrise verursacht und wie sollen Katholiken darauf reagieren?“ Dieser Konflikt lasse sich auch „in der Kluft zwischen den deutschen Kardinälen“ Rainer Maria Woelki/Köln und Reinhard Marx/München erkennen.

Links zu den zitierten Artikeln:
- CNN: German Catholics' celibacy debate could lead to schism with Vatican

- New York Times: German Catholic Church Debates Sexuality, Celibacy and Women’s Roles. With the German church’s global influence, a meeting of bishops and laypeople to take up hot-button topics has led to warnings of a new schism, originating in the home of the Protestant Reformation.

Synodaler Weg - Das Logo


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Synodaler Weg

  1. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  2. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  3. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  4. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  5. Kirche im Verfall
  6. Römische Orientierung statt deutsch-synodale Desorientierung
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  9. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  10. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“







Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  4. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  5. "Derselbe Polarstern"
  6. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  7. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  8. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  9. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  10. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  11. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  12. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  13. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  14. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  15. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz