05 Dezember 2019, 07:00
Kardinalsrat berät über Verhältnis Kurie-Bischofskonferenzen
 
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Themen waren neben den Rückmeldungen zum Kurienreform-Entwurf weiters auch Mitarbeit von Nichtklerikern an kirchlichen Schlüsselstellen - Kardinal Marx informiert über den deutschen "Synodalen Weg"

Vatikanstadt (kath.netKAP) Der Kardinalsrat, der Papst Franziskus bei dessen geplanter Kurienreform berät, beendete am Mittwochabend seine 32. Sitzung. Laut einer Mitteilung des vatikanischen Presseamtes waren Schwerpunkte der Beratungen das Verhältnis der Kurie zu den Bischofskonferenzen sowie die Mitarbeit von Nichtklerikern in "entscheidenden Positionen der Kurienbehörden wie anderen kirchlichen Organen". Daneben hätten Kurienkardinal Michael Czerny über die Amazonas-Synode und Kardinal Reinhard Marx über die Reformdebatte des "Synodalen Weges" in Deutschland informiert.

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Zudem befasste sich der Rat bei seinem dreitägigen Treffen mit den Rückmeldungen zu seinem Entwurf einer neuen Kurienordnung. Der Entwurf war im April zur Stellungnahme an Bischofskonferenzen, Ordensleiter, Kurienbehörden und andere Beteiligte verschickt worden. Laut der Vatikanmitteilung trafen bis zuletzt noch Rückmeldungen zum bisherigen Entwurf ein. Das fertige Dokument soll die aktuelle Kurienverfassung von 1988 ablösen.

An den Arbeitsrunden nahmen demnach sämtliche Mitglieder des auf sechs Kardinäle geschrumpften Beraterkreises teil. Neben Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin gehören dazu Oscar Rodriguez Maradiaga aus Honduras, der Münchener Erzbischof Reinhard Marx, Sean Patrick O'Malley aus Boston, Giuseppe Bertello als Präsident der Päpstlichen Kommission für den Staat der Vatikanstadt und Oswald Gracias aus Bombay. Anwesend war außerdem Bischof Marcello Semeraro als Sekretär; der Rechtsexperte Marco Mellino als beigeordneter Sekretär fehlte dieses Mal. Papst Franziskus nahm bis auf Mittwochvormittag an den meisten Sitzungen teil.

Wann die neue Kurienordnung, eine Apostolische Konstitution mit dem vorläufigen Titel "Praedicate evangelium" (Verkündet das Evangelium), erscheint, steht noch nicht fest. Beobachter rechnen nicht mit einer Veröffentlichung vor dem Frühjahr. So werde der Kardinalsrat bei seinem nächsten Treffen im Februar weiter über die Rückmeldungen zum Entwurf beraten, teilte das vatikanische Presseamt mit.

Archivfoto: Papst Franziskus und Kardinal Marx bei einem Treffen des Kardinalsrates

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