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Salzburger Priester Michael Max wird neuer Rektor der Anima

11. Dezember 2019 in Österreich, keine Lesermeinung
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Kleruskongregation beruft Salzburger Priester an die Spitze des Päpstlichen Priesterkollegs in Rom


Salzburg (kath.net/eds) Mit Dekret vom 19. November 2019 hat die römische Kleruskongregation Michael Max zum Rektor des päpstlichen Institutes Santa Maria dell‘ Anima in Rom bestellt. Er tritt diese Aufgabe mit 1. September 2020 an und wird dann Nachfolger von Franz Xaver Brandmayr aus der Erzdiözese Wien.

Michael Max, derzeit Rektor von St. Virgil Salzburg, kennt seine künftige Wirkungsstätte bereits: „Auch wenn mir der Weggang aus Salzburg ehrlicherweise nicht leicht fällt, so ist der Ruf an die Anima doch auch ein Stück Heimkehr für mich. Seit 30 Jahren weiß ich mich dem Haus und den Menschen dort verbunden. Eine Verbindung, die durch meinen Studienaufenthalt in Rom und meine damalige Zeit als Vizerektor des Hauses natürlich besonders intensiv wurde. Mit allem Respekt vor der neuen Aufgabe freue ich mich auch darauf. Die Verbindung von Theologie – im Priesterkolleg – und Seelsorge –- in der deutschsprachigen, römischen Pfarre – hat mir immer schon gefallen. Dass die Entscheidung bereits relativ früh gefallen ist, gibt uns die Möglichkeit die Nachfolge für meine bisherigen Tätigkeiten in Salzburg vor allem im Bildungsreferat und in der Hochschulseelsorge gut zu regeln. Darüber hat auch Erzbischof Franz Lackner Interesse daran signalisiert, dass ein gewisser Einsatz in der Erzdiözese Salzburg auch mit der neuen Aufgabe in Rom noch möglich bleibt.“


Die Ernennung des Rektors der Anima erfolgt durch die römische Kleruskongregation. Das Recht einen Kandidaten vorzuschlagen liegt bei der österreichischen Bischofskonferenz, die allerdings die Zustimmung der deutschen Bischofskonferenz einholen muss. Michael Max ist nach Prälat Franz Wasner (1967–1981) der zweite Salzburger Priester an der Spitze der „Anima“.

Päpstliches Institut S. Maria dell'Anima

Das Päpstliche Institut S. Maria dell’Anima liegt unweit der zentralen Piazza Navona und nimmt drei Aufgabenbereiche wahr: die Pfarr- und Pilgerseelsorge sowie die Führung des Priesterkollegs. Die Kirche der „Anima“ steht allen Pilgern und Pilgerinnen offen, ob sie mit der deutschsprachigen Gemeinde den Gottesdienst mitfeiern möchten oder ob sie einen Ort suchen, an dem sie mit ihrer Gruppe und dem sie begleitenden Priester Gottesdienst feiern können.

Santa Maria dell’Anima ist zunächst jedoch der Sitz der deutschsprachigen katholischen „Pfarrgemeinde“ von Rom und nimmt damit Teil am bunten Kreis der fremdsprachigen Gemeinden in der Diözese Rom.

Schließlich ist als dritte Aufgabe von S. Maria dell’Anima das Priesterkolleg zu nennen. Im Kolleg werden Priester aus jenen Diözesen, die 1806 Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation waren, aufgenommen. Hier sollen sie Gelegenheit haben ihre Studien zu vertiefen und gleichzeitig die Römische Kurie und deren Arbeitsweise kennen zu lernen, damit sie dann in ihren Heimatdiözesen eine Brückenfunktion einnehmen können, die den Dialog zwischen der Ortskirche und dem Zentrum der Weltkirche ermöglicht und fördert.

Das Priesterkolleg und die Kirche der Deutschsprachigen in Rom, die „Anima“, blickt auf sechshundert Jahre Geschichte zurück. Als Gründungsjahr ist nach neueren Untersuchungen das Jahr 1350 wahrscheinlich. Die Gründung geschah zu Ehren der Gottesmutter unter dem Titel „beatae Mariae animarum“ und war ein Hospiz für Personen der deutschen Nation. Am 21. Mai 1406 verlieh Papst Innozenz VII. dem Hospital einen Schutzbrief, der es von den pfarrlichen und städtischen Jurisdiktionen befreite und unter den speziellen Schutz des Heiligen Stuhles stellte. Im Jahr 1518 wurde der „Anima“ von Kaiser Maximilian I zusätzlich die Reichsunmittelbarkeit verliehen. 1859 erfolgte durch Papst Pius IX. die Neugründung des Priesterkollegs von S. Maria dell’Anima.

Foto: künftiger Rektor Max (c) Erzdiözese Salzburg


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